Düsseldorf Aktuelles

D_Ostermarsch_26032016

Sorgten in der Innenstadt für Stau: 750 Ostermarschierer

750 Ostermarschierer in Düsseldorf

Sie wollten ein Zeichen setzen für Frieden und gegen Krieg – rund 750 Menschen marschierten in diesem Sinne am Samstag (26.3.) durch die Düsseldorfer Innenstadt. Bei vielen Autofahrern ernteten die Demonstranten nur Kopfschütteln und Hupkonzerte – die Bürger in Shoppinglaune in der City fühlten sich gestört durch den entstehenden Stau. Auch in Zeiten von Flüchtlingskrise und Anschlägen in Europa scheint das Thema Frieden noch immer nicht bei allen an Bedeutung gewonnen zu haben.

D_Ostermarsch_Fahne_26032016

Die Regenbogenfahne für Frieden war ebenso vertreten wie die Förderung nach Empörung

Friedensaktivisten vieler Organisationen trafen sich zum Ostermarsch vor dem DGB-Haus an der Friedrich-Ebert-Straße. Ihr Marsch führte sie quer durch die Innenstadt zum Rathausplatz. Dort wurden sie bereits von Oberbürgermeister Thomas Geisel erwartet. Er ist Mitglied im weltweiten Städtebündnisses „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace) und bekundet damit die Forderung nach einem ausnahmslosen Verbot von Atomwaffen. In seiner Ansprache betonte er, der tödliche Kreislauf müsse durchbrochen und Krieg und Terror bekämpft werden. Ziel sei es die Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen. Solange die Appelle nicht gehört würden, sei es die Pflicht den Deutschen sich um die Flüchtlinge zu kümmern.

D_Ostermarsch_Geisel_26032016

Auf dem Rathausplatz erwartete Thomas Geisel die Ankunft der Demonstranten

Eine Aussage, die von Alexander Neu, MdB der Linken, begrüßt wurde. Bedauerlich sei aber, dass diese Auffassung längst nicht von allen Vertretern der SPD geteilt würde. Neu forderte den Fokus auf die Bekämpfung der Fluchtursachen zu setzen. Die deutschen Waffenlieferungen ermöglichten die weitere Kriegsführung in Syrien und im Irak.

D_Ostermarsch_Plakat_26032016

Zeitlose Forderungen nach Frieden

Besorgt blicken die Friedensaktivisten auf die Entwicklung bei den Neo-Nazis und Rechtspopulisten. Die Stimmung um die wachsenden Flüchtlingszahlen bescherten diesen Gruppierungen Zulauf. Mit dem Düsseldorfer Friedenspreis wurde beim Ostermarsch Jürgen Schuh und seine Mitstreiter von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) übergeben. Der undotierte Preis wird seit 2002 von der Düsseldorfer Friedensbewegung verliehen, um Einzelpersonen oder Gruppen zu ehren, die dazu beigetragen die Verständigung der Menschen untereinander zu fördern, Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen.

D_Ostermarsch_VVN_26032016

Jürgen Schuh von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Der Ostermarsch führt an Ostersonntag mit einem Fahrradcorso von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne bis nach Bochum. An Ostermontag gibt es einen Friedensgottesdienst in Bochum und ein großes Friedensfest in Dortmund.

D_Ostermarsch_Musik_26032016

Die Gruppe Musikandes sorgte für musikalische Unterhaltung auf dem Rathausplatz

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Aufmacher_20160823

Ganz Düsseldorf wird ab Freitag den 70. Geburtstag von NRW feiern. In einem Festakt in der Tonhalle wurde am Dienstag (23.8.) der Geburtsstunde des Landes vor siebzig Jahren mit mehr als 1300 Gästen gedacht. Unter ihnen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der eigens dazu angereiste englische Prinz William wohnte vorher noch einer Feierstunde im Ehrenhof bei.

D_Rheinuferstraße_20160821

Am Dienstag (23.8.) herrscht in Düsseldorf höchste Sicherheitsstufe, denn nicht nur die Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht die Landeshauptstadt. Auch seine Königliche Hoheit, Prinz William Arthur Philip Louis, Duke of Cambridge, gibt sich die Ehre anlässlich des NRW-Geburtstages. Ob die Bevölkerung die Gäste zu Gesicht bekommt ist fraglich, aber an den Straßensperrungen werden viele merken, dass besondere Besucher in der Stadt sind.

D_herzwerk_20082016

Das Projekt „Herzwerk“ möchte das Thema Altersarmut in den Fokus rücken. Mit Foto-Arbeiten des Künstler-Duos "Güth/Köberle" werden im Düsseldorfer Rathaus noch bis zum 8. September Fotos präsentiert, für die sich bekannte Gesichter haben ablichten lassen.

report-D: Social Media / RSS