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Die rechtspopulistische AfD will sich am Sonntag, 6. März im Geschwister-Scholl-Gymnasium versammeln. SAchüler, Lehrer und Eltern organisieren derzeit den Protest

Düsseldorf Bilk: Afd will am Sonntag (6.3.) im Geschwister-Scholl-Gymnasium tagen

„Wir zeigen Zivilcourage und sehen nicht weg, wenn jemandem Unrecht angetan wird.“ Dieser Satz stammt aus dem gerade von der neunten Jahrgangsstufe aktualisierten Scholl-Appell 2016, dem sich die Schüler, Eltern und Lehrer des Geschwister-Scholl-Gymnasiums verpflichtet haben. Und nun kommt am Sonntag, 6. März, 11 Uhr, die Düsseldorfer AfD, um in der Schule an der Redinghovenstraße 41 ihren Parteitag abzuhalten. Flüchtlingshetze, also Unrecht gegenüber Flüchtlingen, inklusive.

Im Namen der Weißen Rose

Die Zivilcourage der Schule wird gerade organisiert. Die von Düsseldorf stellt sich quer, DSSQ, und von „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf auch. Vermutlich geht es um 10 Uhr los. Report-D wird Ort und Zeit von Gegendemonstrationen nennen.
Der Ältestenrat der Stadt hat bereits ergebnislos getagt. Die Juristen der Stadt sehen keine Möglichkeit, den Rechtspopulisten den Zugang zu einer Schule zu verwehren. Trotz der von Björn Höcke mit großer Lust am Angstmachen vorgetragenen neuen Rassenlehre vom „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“; trotz der von Frauke Petry, der Vorsitzenden, und Beatrix von Storch befürworteten Schüssen auf Kinder an deutschen Grenzen, von denen sich die AfDler heute gerne distanzieren möchten.

AfD und die Geschwister Scholl in Ulm

Es ist davon auszugehen, dass die AfD sich ganz bewusst das Geschwister-Scholl-Gymnasium ausgesucht hat. Denn in Ulm haben die Rechtspopulisten ebenfalls versucht, sich in eine Linie mit Hans und Sophie Scholl zu stellen. Dort hatte am 22. Februar David Lamm, Vorstandsmitglied des CDU-Stadtverbands, auf Facebook an den Todestag der Geschwister Scholl erinnert. Diesen Beitrag kommentierte der AfD-Kreisverband so: „Diesem kämpferischen Geist sehen wir uns in Ulm verpflichtet. Damals wie heute lief in Deutschland etwas aus dem Ruder, lasst uns gemeinsam dagegen antreten.“

Kein Platz für Hetze und Intoleranz

Damit wurde aus dem ultrarechten Handgelenk heraus die heutige Demokratie mit einer faschistischen Diktatur gleichgesetzt. Was in Ulm bei allen Parteien für Proteste sorgte. In Düsseldorf gilt nach wie vor das Wort von Oberbürgermeister Thomas Geisel, dass die Stadt tolerant ist und Hetze und Diskriminierung hier keinen Platz haben.

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