Düsseldorf Aktuelles

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Die rechtsextreme Dügida krakeelte am Freitagabend wieder gegen Flüchtlinge in Düsseldorf

Düsseldorfs Polizei ließ Dügida laufen – Kritik an SPD-Chef Rimkus für Zustimmung zu Asylgesetzen

Weniger als 50 Islamfeinde (Polizeiangabe: 72), die hetzten und krakelten wie immer – aber länger durch Düsseldorf laufen durften als jemals zuvor. Gut 350 Gegendemonstranten von Düsseldorf stellt sich quer, DSSQ (Polizei: „circa 200 Personen“), die nach eigenen Schilderungen mehrfach eingekesselt wurden und noch nicht einmal die verkehrsreiche Kreuzung Oststraße/Friedrich-Ebert-Straße verlassen durften. Das war der Demo-Abend in Düsseldorf in Kurzform.

Die Stimmung bei den Gegendemonstranten: denkbar schlecht. Mehrfach wurde das Abstimmungsverhalten des Düsseldorfer SPD-Chefs Andreas Rimkus thematisiert: „Erst läuft der scheinheilig in Garath bei der Demo gegen die Reps mit, dann stimmt er – wie die Düsseldorfer CDU-Politiker – im Bundestag für die Asylgesetze.“ Andere SPD-Politiker hätten sich sehr wohl enthalten oder mit Nein gestimmt. Rimkus habe stattdessen durchgewinkt. „Vielleicht sollten wir Dügida hier allein lassen und vor die Düsseldorfer SPD-Zentrale ziehen – denn die sorgen dafür, dass ein Großteil der Dügida-Hetze Gesetz wird.“

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Nah beieinander: Gegendemonstranten per Rad und selbsternannte Retter des Abendlandes auf der Kreuzung Graf-Adolf-Straße/Berliner Allee

Das tat DSSQ nicht. Sondern stellte sich den Krakeelern auch im strömenden Regen entgegen. Die Polizei tat dieses Mal alles dafür, den selbsternannten Rettern des Abendlandes ihren Wunsch-Weg durch die Stadt zu bahnen. Man legte einen mobilen Kessel um die rechten Marschierer, der manchmal Lücken bekam, so dass es etwa auf der Breitestraße, Höhe Verwaltungsgericht zu Rangeleien zwischen Polizei und Gegendemonstranten kam.

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Gerangel zwischen Antifa und Polizei auf der Breite Straße

Zudem tat die Ordnungsmacht im Vorfeld alles, um Blockaden des Dügida-Zugwegs gar nicht erst entstehen zu lassen. Dass die Gäste mehrerer Hotels verwundert bis erschreckt und angstvoll auf die ausländerfeindlich skandierenden Rechten schauten, nahm man hin. „Merkel und der ganze Dreck“ müsse weg, brüllte Dügida – und zeigte erneut alle Anwohner an, die ihnen spontan einen Stinkefinger zeigten.

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