Düsseldorf Blaulicht

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Kohlenmonoxid-Vergiftung am späten Mittwochabend auf der Ackerstraße: Die bewusstlose Patienten wurde per Krankenwagen zur Überdruckkammer in Aachen transportiert. Nun stellt sich heraus: Sie hätte auch in Düsseldorf behandelt werden können. Es gab eine "Kommunikationspanne" 

Düsseldorf und die Überdruckkammer: „Kommunikationspanne“ zwischen Uni-Kliniken und Feuerwehr

Der 33 Jahre alten Frau, die am Mittwochabend mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung bewusstlos von der Feuerwehr in Düsseldorf Flingern geborgen worden war, geht es besser (report-D berichtete). Sie sei ansprechbar und orientiert, heißt es. Der 37 Jahre alte, ebenfalls vergiftete Mann hat die Uni-Kliniken Düsseldorf verlassen können. Und auch zwischen Feuerwehr und Unikliniken ist es zu einem klärenden Gespräch gekommen: Denn im Einsatz gab es auf Seiten der Klinik eine üble Kommunikationspanne.

Als sich Notarzt und Sanitäter noch um das Leben der Bewusstlosen bemühten, war klar: Die Patienten muss schleunigst in eine Überdruckkammer gebracht werden. Das Kohlenmonoxid im Blut verhindert die ausreichende Versorgung des Gehirns und sämtlicher Organe mit Sauerstoff. Um bleibende neurologische Schäden zu verhindern, muss rasch gehandelt werden.

45 Minuten über die Autobahn westwärts

Daher fragte die Feuerwehrleitstelle bei der Uni an und bekam die Auskunft: Die Düsseldorfer Überdruckkammer ist nicht einsetzbar. Deshalb wurde die Patientin per Krankenwagen und in Begleitung eines Notarztes zur nächstverfügbaren Kammer geschickt – ins 45 Autominuten entfernte Aachener Klinikum.

Rund-um-die-Uhr Betrieb

Nun stellt sich im Nachhinein heraus: Düsseldorf war sehr wohl einsetzbar. Seit kurzem wieder 24 Stunden rund um die Uhr – angebunden an die Notaufnahme und den Hubschrauberlandeplatz. Das hatte sich allerdings klinik-intern offenbar noch nicht herumgesprochen, weil die Düsseldorfer eine ganze Zeit lang den Betrieb aus Kostengründen nur tagsüber aufrechterhalten konnten.
Zum Glück war Aachen aufnahmebereit. Die dann nächste Kammer steht…im viele hundert Kilometer entfernten hessischen Wiesbaden. Bereits seit mehreren Jahren fordern Feuerwehren und Notärzte vom Land NRW mehr Geld und ein dichteres Netz von Überkammern.

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