Düsseldorf Blaulicht

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Trauer am Ufer des Hofgarten-Weihers; dem Ort, an dem der Leichnam von René Kunstlewe gefunden wurde.

René Kunstlewe offenbar im Hofgarten-Weiher ertrunken

Kerzen, ein Kreuz mit seinem Namen darauf, Fotos am Ufer des Hofgarten-Weihers: Die eine Woche dauernde Ungewissheit um den Vermissten René Kunstlewe ist der Trauer gewichen. Sein Leichnam wurde in der nach zu Samstag (17.1.) von einem Sonargerät geörtet und von Tauchern geborgen.

Im Dunkeln bleibt bisher allerdings wie Kunstlewe zu Tode kam. Bei einer Obduktion konnten Rechtsmediziner keine Spuren einer Gewalttat entdecken, teilten die Behörden am Samstagnachmittag (17.1.) mit. Einige Untersuchungsergebnisse der Obduktion, zum Beispiel Drogenscreenings, stünden allerdings noch aus. Das Obduktionsergebnis macht das Geschehen am Freitag, 9. Januar noch mysteriöser. An diesem Tag war der 27-Jährige zusammen mit Bekannten aus Krefeld per Straßenbahn in die Düsseldorfer Altstadt gefahren. Schon vor dem Aussteigen hatte sich die Gruppe aber angeblich aus den Augen verloren. Was tatsächlich geschah, konnte bislang anhand der Aussagen nicht rekonstruiert werden. Die Polizei sucht Zeugen der Todesnacht vom 9. auf den 10. Januar.

Ein Sonargerät half, den Leichnam zu orten

Gegen Mitternacht (17.1.) konnten Beamte die Leiche aus dem Hofgartenteich „Landskrone“ neben der Deutschen Oper am Rhein bergen. Ein Sonargerät des Technischen Hilfswerks Mülheim hatte die Überreste des seit einer Woche vermissten Mannes in dem Weiher angezeigt. An der Stelle hatten am Tag zuvor Leichenhunde angeschlagen. Zudem hatte die Polizei die Jacke des Vermissten im Gebüsch gefunden.
Ab Freitagmittag unterstützten das Technische Hilfswerk Ratingen und Mühlheim sowie die Feuerwehr Ratingen die Suche der Polizei. Am Teichufer wurden drei Hochleistungspumpen aufgebaut, um den Wasserspiegel abzusenken. Zugleich wurde der Zulauf zum Teichsystem abgesperrt.
Peinlich für das Kanal- und Wasserbauamt der Stadt Düsseldorf: Ein Wehr des Teichs ließ sich nicht bewegen. Deshalb verzögerte sich das Absenken des Wasserspiegels um einen ganzen Tag. Die Feuerwehr aus Düsseldorf musste abziehen. Aus Ratingen rückte das Technische Hilfswerk, THW, mit drei Hochleistungspumpen an, die das kaputte Wehr notdürftig überbrücken. Einsatzleiter Christian Stürtzer sagte report-D: „Wir können die Pumpen nur dosiert einsetzen. Jede von ihnen fördert eigentlich bis zu 5000 Liter Wasser pro Minute. Doch das würde den Abwasserkanal bis hin zum Burgplatz sprengen und alle Gullideckel hochschwemmen.“

Lange Nacht für THW, Feuerwehr und Polizei

So richtete sich das von der Feuerwehr Ratingen unterstützte THW auf eine lange Nacht ein, während Schaulustige mit offenbar wohligem Schaudern auf die dunkle Wasseroberfläche starrten.
Seit nunmehr einer Woche wurde nach René Kunstlewe gesucht. Wie die Polizei herausfand, ist er am Freitag, 9. Januar, gegen 23 Uhr in Krefeld-Dießem in die Straßenbahn U76 eingestiegen. Das Fahrtziel war die Düsseldorfer Altstadt. Dort wollte man gemeinsam feiern. Während der Fahrt verteilten sich die Freunde offenbar in der Bahn. Dabei habe sich Kunstlewe zu einer anderen Gruppe von Fahrgästen gesellt. Dann werden die Schilderungen unscharf. Gegegen 0 Uhr seien die Freunde an der Heinrich-Heine-Allee ausgestiegen. Sie konnten der Polizei angeblich nicht sagen, ob René Kunstlewe bei ihnen war, oder die Bahn vorher oder nachher verlassen haben muss. Oder ob er mit seinen neuen Bekannten weggegangen ist.

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