Düsseldorf Verkehr

D_WHL_HHA_Geiselt_24112015

Stephan Keller, Thomas Geisel, Andrea Blome und Hans-Georg Lohe besichten die Baustelle

Düsseldorf im Wandel: Die Wehrhahnlinie verändert die Stadt

Der Stadtkern von Düsseldorf war in den vergangenen Jahren von Großbaustellen geprägt. Langsam scheint ein Ende in Sicht. Nach der Eröffnung des Kö-Bogen-Tunnels steht nun die Wehrhahnlinie vor der Fertigstellung.

3,4 Kilometer neue U-Bahn-Strecke mit sechs neuen Bahnhöfen hat die Stadt gebaut. Am 20. Februar 2016 wird die Wehrhahnlinie offiziell eröffnet. Oberbürgermeister Thomas Geisel und Verkehrsdezernent Stephan Keller freuen sich, dass Zeitplan und Budgetrahmen eingehalten werden konnten.

D_WHL_HHA_Karte_24112015

So verläuft die Wehrhahnlinie ab Februar 2016

843,6 Millionen Euro wird die Wehrhahnlinie kosten, ursprünglich waren 650 Millionen Euro veranschlagt worden. Da diese Berechnung bereits zum Projektbeginn 2007 vorgenommen wurde, sehen die beiden die Abweichung von rund 30 Prozent als „im Rahmen“.

Stephan Keller betont als wesentliche Erfolgsfaktoren die sorgfältige Planung, die gute Organisation des Amtes für Verkehrsmanagement und die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit mit Einbindung von Politik und Bürgern.

D_WHL_HHA_PK_24112015

Am Dienstag (24.11.) stellten die Vertreter der Stadt der Presse die Entwicklungen in der Stadt mit der Wehrhahnlinie vor

Besichtigung der neuen Bahnhöfe an den Adventssamstagen

Die Wehrhahnlinie ist ein Meilenstein für den Öffentlichen Personennahverkehr in Düsseldorf. Die Bürger können sich an den nächsten Samstagen bereits ein Bild der neuen U-Bahnhöfe machen. Am 28. November sind die Bahnhöfe Schadowstraße und Kirchplatz von 11 bis 17 Uhr für Interessierte geöffnet. Am 5. Dezember können die Bahnhöfe Graf-Adolf-Platz und Pemelforter Straße von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die Heinrich-Heine-Allee  und die Benrather Straße stehen am 5. Dezember von 11 bis 17 Uhr offen. Da die Aufzüge noch nicht in Betrieb sind, ist kein barrierefreier Zugang möglich.

Architekten planten gemeinsam mit Künstlern

Alle sechs neuen Bahnhöfe sind vom Architekturbüro netzwerkarchitekten entworfen worden. Die Stadt ging vollkommen neue Wege, denn Auflage war, jeweils einen Künstler der Kunstakademie Düsseldorf bei den Planungen zu beteiligen. Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind sechs verschiedene Bahnhöfe, entworfen von sechs Künstlern.

D_WHL_HHA_Bahnsteig_24112015

Die Station Heinrich-Heine-Allee ist die einzige mit Mittelbahnsteig, die fünf anderen Haltestellen haben seitliche Bahnsteige

Heike Klussmann hat als verbindendes zwischen den Stationen die Wand-, Decken- und Bodengestaltungen erdacht. Sie nennt es das „Kontinuum“: eine helle, reliefartige Netzstruktur der Wandkachel aus sich ständig variierenden Rauten, eine gitterartige Deckenverkleidung und einheitliche Bodenbeläge sind das verbindende Element der Wehrhahnlinie. Entsprechend sind die Bahnsteige hell und dezent, während die Bahnhöfe durch farbige und künstlerische Elemente geprägt werden.

Die Bahnhöfe

Kirchplatz – „Spur X“ von Künstler Enne Haehnle

D_WHL_Kirchplatz_24112015

Animation: Stadt Düsseldorf
Diese Station ist überwiegend ist weiß gehalten. Geschmiedete Stahlstränge bilden Linien, die sich zu Worten und Texten verbinden.

Graf-Adolf-Platz – „Achat“ von Künstler Manuel Franke

D_WHL_GrafAdolf_24112015

Animation: Stadt Düsseldorf
Das hervorstechende Merkmal dieses Bahnhofes sind leuchtend grüne Glasflächen, auf denen Linien wie eine fließende Masse zu erkennen sind.

Benrather Straße - „ Himmel oben, Himmel unten“ von Künstler Thomas Stricker

D_WHL_Benrather_24112015

Animation: Stadt Düsseldorf
Einer Raumstation nachempfunden sind die Wände mit Edelstahl verkleidet. Panoramafenster mit Bildschirmen erwecken mit animierten Videos den Eindruck, als sei der Betrachter im Weltraum.

Heine Heine Allee – „ Drei Modellräume“ von Künstler Ralf Brög

D_WHL_HHA_Trepperot_24112015
D_WHL_HHA_Kunst_24112015

Kunst in Rottönen im neuen Bereich des Bahnhofes Heinrich-Heine-Allee, noch hinter Folien

D_WHL_HHA_Treppeweiss_24112015

Deutlich längere Treppen führen in die Tiefe auf den neuen Bahnsteig Heinrich-Heine-Allee

Da die Station bereits als Bahnhof existierte, stellte sich Ralf Brög der Herausforderung die bestehenden Abschnitte mit dem neuen zu verbinden. Er schaffte drei Bereiche: Theater, Labor und Auditorium. Mit verschiedenen Rottönen werden die Bereiche abgegrenzt. In den Zugängen und Treppenbereichen werden die Fahrgäste akustisch begleitet mit Texten und Klängen.

Schadowstraße – „Turnstile“ von Künstlerin Ursula Damm

D_WHL_Schadowstrasse_24112015

Animation: Stadt Düsseldorf
Große blaue Glasflächen bestimmen die Optik in dieser Haltestelle. Über eine riesige LED-Wand wird interaktiv das Bild der Menschen an der Oberfläche vor der Station projiziert.

Pempelforter Straße – „ Surround“ von Künstlerin Heike Klussmann

D_WHL_Pempelforter_24112015

Animation: Stadt Düsseldorf
Schwarze und weiße Bänder, die immer wieder von leuchtend gelben begleitet werden, bilden ein netzartiges Geflecht auf Wänden und Böden dieses Bahnhofes.

Rheinbahn schult die Fahrer

Die Gleisanlagen der Wehrhahnlinie werden bereits jetzt von Bahnen befahren, da die Rheinbahn ihr Personal auf der neuen Strecke schulen muss. Nur qualifizierte Fahrer dürfen die Bahnen in den Tunneln führen.

Neue Motivbahnen bereits im Einsatz

D_Rheinbahnen_23112015

Animation: Rheinbahn

Thomas Geisel und Rheinbahn Vorstand Klaus Klar hatten Anfang der Woche bereits neun Motivbahnen mit Abbildungen der künstlerisch-architektonischen Gestaltung der sechs neuen unterirdischen Haltepunkte der Wehrhahnlinie vorgestellt. Sie rollen seit Montag (23.11.) durch die Landeshauptstadt.

Zurück zur Rubrik Verkehr

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Verkehr

D_701_Baustelle_29082016

Jetzt soll alles ganz schnell gehen und bereits Ende 2017 sollen die Besucher des ISS-Domes in Rath mit der Straßenbahn zu den Veranstaltungen anreisen können. Die Verlängerung der Linie 701 war bereits im 1. Nahverkehrsplan der Stadt von 1997 verankert. Mit zwanzig Jahren Verspätung soll sie realisiert werden.

D_Schule_Fuss_Looki_22092016

Immer wieder werden Kinder mit den Eltern-Taxis bis vor die Schule gefahren. Das birgt Gefahren durch den Autoverkehr und macht Kinder unselbständig. Beim Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ haben die 24 teilnehmenden Grundschulen gezeigt, dass es auch anders geht. Und Spaß hat es auch noch gemacht.

gdl61007_MG_3465

Schrecksekunde am Düsseldorfer Hauptbahnhof: Dort fiel am Freitagmittag (16.9.) ein 15 Jahre alter Junge vor einen einfahrenden Zug. Kurz zuvor hatte der Lokführer nach Angaben der Bundespolizei einen Warnpfiff ausgelöst. Offenbar im Schreck darüber hatte der Junge das Gleichgewicht verloren.

report-D: Social Media / RSS