Kultur

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Auch die Kunst gehört nun mal zum Showgeschäft. Bekannte Namen und prickelnde Themen fördern die Quote. Im April wird das Publikum wieder Schlange stehen, wenn im Kunstpalast die Sonderschau um „Cranach. Meister – Marke – Moderne“ eröffnet wird. Was die Sammlung eines Museums alltäglich zu bieten hat, wird hingegen oft übersehen. Eine Kabinettausstellung mit dem Titel „Augenschmaus“ verweist jetzt auf 20 Stillleben des 17. bis 20. Jahrhunderts, die zum Düsseldorfer Gemäldeschatz gehören.

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Bilder von bekannten Orten in Düsseldorf miteinander verbinden oder farblich ganz speziell bearbeiten, das sind die Düsseldorfer Ansichten aus den Hand von Holger Stoldt. Einige seiner Werke sind ab Freitag (17.2.) in einer Ausstellung im Foyer des Düsseldorfer Rathauses zu sehen.

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Nun ja, es ist eine Pflichtübung. Jedes Jahr muss das Museum Kunstpalast als städtische Einrichtung die sogenannte „Große“ Schau des 1900 gegründeten Vereins zur Veranstaltung von Kunstausstellungen beherbergen. Dabei geht es auch ums Fördern durch Kaufen und Verkaufen – ziemlich degoutant für Hüter der reinen Kulturvermittlung. Lange Zeit gab es deshalb einen halb beleidigten Abstand zwischen dem Museum und dem Verein. Man ließ die Sache über sich ergehen – bis vor zehn Jahren Generaldirektor Beat Wismer kam und beschloss, die Große Ausstellung einfach ins offizielle Programm zu integrieren: „Wir machen sie zu unserer, und wir machen sie gut!“

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Bei der Premiere von „Mit 88 Tasten um die Welt“ im vergangenen Jahr war der Zuspruch von Musikern und Zuschauern so groß, dass eine zweite Auflage am Samstag(11.2.) im Palais Wittgenstein wieder in vollem Haus zu hören war. Das Benefizkonzert war zugunsten der Initiative „Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf“ und es musizierten auch Geflüchtete mit.

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Er hatte was, dieser junge Mann aus dem Osten. Eine Frechheit, einen Charme, ein markantes Gesicht. Er trug schicke Anzüge, aber er sah darin nicht aus wie ein Bürger, eher wie ein Gangster aus dem Kintopp. Und malen konnte der Kerl, zum Fürchten! Die Gesellschaft im Düsseldorf der locker-leichten 1920er-Jahre war irritiert, amüsiert, fasziniert. Otto Dix (1881-1969), im thüringischen Kaff Untermhaus geborener Sohn eines Eisengießers, machte 1922-25 sein Glück am Rhein, hier startete er seine Karriere. „Der böse Blick“, so der Titel einer grandios sortierten und arrangierten Schau im K20, führte den Meister der sogenannten Neuen Sachlichkeit geradewegs in den Olymp der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

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Die Kameraleute sind verdammt enttäuscht. Peter Lindbergh ist nicht da. Nee, der Kollege da hinten mit dem schwarzen Käppi und dem weißen Fünftagebart sieht nur so ähnlich aus. Aber: „Peter ist unterwegs“, versichert Kurator Ralph Goertz im Ton des Eingeweihten, „mit dem Auto direkt aus Paris“. Hach, toll, da kann das Grand Opening am Abend ja kommen! Der Name des 72-jährigen Starfotografen, Entdecker von Supermodels wie Cindy Crawford und Linda Evangelista, Lichtbildner der „Vogue“ und Veredler des diesjährigen Pirelli-Kalenders, gibt dem Düsseldorfer Photo Weekend diesen gewissen Glamour, der auch die Kunstbanausen lockt.

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Friedrichstraße 61 - das war in den vergangenen Jahrzehnten: Strauss. Ein Kaufhaus, das Schritt für Schritt seine Seele verlor. Und damit auch die Kunden. Jetzt gilt: "Strauss ist raus". Den leeren Raum füllen acht Künstler, drei Wochen lang. Sie unterliegen denselben Zwängen wie die Kaufleute. Wenn keiner kommt und kauft, ist das das Ende. Dennoch war die Ausstellungseröffnung ganz entspannt.

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Stücke vom Paradies, Pieces of Paradies? Die sind in diesem Fall aus blind gewordenem Glas. Durchblick wie durch einen Nebel. Wenn überhaupt. Und messerscharfe Kanten, an denen man sich jederzeit die Pulsadern aufschneiden kann. Hilfsweise die Halsschlagader des Gegenübers. Den „Heroin-Chic“ der 90er Jahre auf den Laufstegen und in der Fotografie der Mode hat Marc Oortman nachgestellt. Mit Düsseldorfer Heroin-Abhängigen. Die Ausstellung trägt den Untertitel „Pieces of Paradise“.

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„Strauss ist raus“. Und das alte Förderband bringt längst keine Waren mehr. Stattdessen hängt die Gummimatte bewusst so im Raum, dass man hindurchgehen kann. Die „raumgreifende Plastik“ von Steffen Jopp soll „die Produktion von Waren und deren Verkauf visualisieren“. „Strauss ist raus“. Ab Freitagabend (27.1.) und für drei Wochen wandelt sich der leere Verkaufs- zum Kunstraum, Friedrichstraße 61c. Zur Eröffnung an diesem Freitag, 19 Uhr sind alle eingeladen.

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Alphonsine von der Elfenbeinküste weiß, dass Schokolade süß schmeckt: „Aber ich habe noch nie welche gegessen.“ Anish aus Nepal strebt nach einem Thron: „Wenn ich König wäre, würde ich Wasserleitungen bauen.“ Und Enjo aus der Schweiz hat einen wichtigen Hinweis an die Evolution: „Die Menschheit hat sich beim Thema Bomben und Morden einfach zu weit entwickelt.“ Zusammen mit 13 weiteren Kindern dieser Welt sind sie der Film von Sigrid Klausmann. „Nicht ohne uns!“ hatte am Donnerstagabend in Düsseldorf Premiere. Mit stiller Wucht läuft er im Metropol, Brunnenstraße 20.

report-D im Premieren-Gespräch

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Es ist nicht leicht, im Gewimmel des Düsseldorfer Akademie-Rundgangs die berührende Kunst zu finden. Da ruft einfach zu viel und zu beliebiges Zeug in den Klassen und endlosen Fluren nach Aufmerksamkeit. Vielleicht ist der Jury für den ersten Ehrenhof-Preis gerade deshalb das Unauffällige aufgefallen. Ulrike Schulze aus Köln, geboren 1985, Schülerin der britischen Bildhauerin Rebecca Warren, hatte mit ihrer Abschlussarbeit nur behutsam in den Raum eingegriffen: den Boden lackiert, eine Wand eingezogen, einige undefinierbare Elemente verteilt. Ist das überhaupt schon Kunst? Oder dürfen wir es getrost übersehen?

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Die Erlebnisse seiner Flucht hat der albanische Maler Ibraldo Aliraj in Bildern zum Ausdruck gebracht, die entstanden, während er in Düsseldorf auf die Entscheidung über seinen Asylantrag wartete. Vom 23. Januar bis zum 18. Februar sind die Exponate über die Sorgen, Ängste und Hoffnungen von Flüchtlingen in der Bücherei Derendorf, Blücherstraße 10, ausgestellt.

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Das Jahr 2016 hat der Mahn- und Gedenkstätte in der Mühlenstraße einen neuen Besucherrekord beschert. Insgesamt 29.795 Besucherinnen und Besucher haben die Ausstellungen und Veranstaltungen im vergangenen Jahr besucht. Am 17. Januar startet die neue Sonderausstellung "Fred Stein. Auf dem Weg. Dresden Paris New York" .

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Caveman kommt zurück. Der ganz eigene Blick auf die Beziehung zwischen Mann und Frau. Der Broadway-Klassiker ist vom 7. bis zum 9. April im Club des Capitol Theaters Düsseldorf zu sehen.

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Jacques Tilly und sein Team sind seit 33 Jahren fester Bestandteil des Düsseldorfer Karnevals und sorgen mit ihren Arbeiten auch international für Beachtung. Nun zeigt die Handwerkskammer in ihrem Foyer rund 100 Zeichnungen, Fotos und Großplastiken aus den vergangenen Jahren. Noch bis zum 26. Januar können die Werke kostenlos besichtigt werden.

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