Kunstfakten

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Friedrichstraße 61 - das war in den vergangenen Jahrzehnten: Strauss. Ein Kaufhaus, das Schritt für Schritt seine Seele verlor. Und damit auch die Kunden. Jetzt gilt: "Strauss ist raus". Den leeren Raum füllen acht Künstler, drei Wochen lang. Sie unterliegen denselben Zwängen wie die Kaufleute. Wenn keiner kommt und kauft, ist das das Ende. Dennoch war die Ausstellungseröffnung ganz entspannt.

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„Strauss ist raus“. Und das alte Förderband bringt längst keine Waren mehr. Stattdessen hängt die Gummimatte bewusst so im Raum, dass man hindurchgehen kann. Die „raumgreifende Plastik“ von Steffen Jopp soll „die Produktion von Waren und deren Verkauf visualisieren“. „Strauss ist raus“. Ab Freitagabend (27.1.) und für drei Wochen wandelt sich der leere Verkaufs- zum Kunstraum, Friedrichstraße 61c. Zur Eröffnung an diesem Freitag, 19 Uhr sind alle eingeladen.

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Die große Frage kann keiner beantworten: Wer oder was kommt, wenn sich Beat Wismer (63) endgültig aus dem Düsseldorfer Museum Kunstpalast verabschiedet? Angeblich ist das aus internationaler Sicht nur mittelprächtige Institut für die ehrgeizigen Vertreter der Kuratoren- und Kulturmanagerbranche nicht bedeutend genug. Aber Wismer zeigt mit seinem letzten Jahresprogramm, wie kreativ man mit gemischten Sammlungen und schwankenden Finanzmitteln umgehen kann. Das Publikum wird ihm sicher wieder gerne folgen. Knapp 200 000 Besucher wurden im letzten Jahr gezählt. Für den größten Andrang sorgten – „Super Meta Maxi“ – die verspielten Kunstmaschinen des Yves Tinguely.

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1967, Düsseldorf. Gerhard Richter war Mitte 30, als er die junge Erika Kiffl in seinem Atelier empfing. Er ist über und über mit Farbe bekleckst, hält den Pinsel in der Hand, sein Blick ist skeptisch und herausfordernd zugleich. Was willst du?, scheint er zu fragen. Komm näher, wenn du dich traust!

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Tom Katz legt seine Hand in die seiner Frau Matty. Und schaut sie an. Da befinden sich beide vor ihrem Hochzeitsbild aus dem Jahr 1959. „Vier Tage später bin ich entstanden“, lacht Tochter Dorine, die sich anschließend das Interview mit ihrem Vater anhört. Der heute 85 Jahre alte Tom Katz, seine Frau und seine drei Kinder haben für Düsseldorf ihr Familienalbum geöffnet und ihre Lebensgeschichte erzählt. Sie sind nun Teil der von Grund auf renovierten und mit einer neuen Ausstellung versehenen Mahn- und Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus.

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Geduld! Der Krawall muss warten. Der Museums-Mitarbeiter erklärt uns, warum. Die Besucherführung, die just die surrende Sandmühle verließ und nun unter dem „Brief an Peking“ steht, hat Vorrang, denn wenn das Terrororchester einmal loslegt, versteht man sein eigenes Wort nicht mehr.

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Kunst und Mondschein satt: Am Samstag, 18. April, locken 35 Museen, Galerien und Off-Locations bei der nächsten „Nacht der Museum“. Zwischen 19 und 2 Uhr morgens können Interessierte was erleben. Das kostet: 14 Euro Sammeleintritt, alle Fahrten im Shuttlebus inklusive.

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Kunst ist, wenn man darüber diskutiert. Zehn Menschen, in der Mitte ein Werk von Christina Böckler: Ein Kasten mit Sofakissen, Fransenteppich, Stickerei, Fernseh-Testbild, rosarotem Spielzeugschloss, alten Fotos, eins mit Hund Bully, andere Aufnahmen zeigen Paare Hand in Hand. Die Besuchergruppe staunt. Worum geht es? „Müll“, sagt eine Dame. Falsch. Die Dame guckt betreten.

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