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Diskutierten mit rund 200 Gerresheimern: (vl.) Redakteur Michael Brockerhoff, Andreas Theisen (Leiter der Asylbewerberunterkunft Heyestraße) und der Chef des Amtes für Integration, Roland Buschhausen.

Neue Nachbarn: Gerresheim als Vorbild im Umgang mit Flüchtlingen

Im Stiftssaal der Basilika St. Margareta wurde am Dienstagabend (20.1.) eines deutlich: Willkommenskultur in Düsseldorf lebt. Als Gemeinschaftsproduktion der Bürgerstiftung Gerricus, der katholischen Gemeinde St. Margareta und der evangelischen Kirche Gerresheim kamen fast 200 Bürger, um sich über die aktuelle Situation und die Planungen für die Asylbewerber in ihrem Stadtteil zu informieren.

Roland Buschhausen, Chef des Amtes für Soziale Sicherung und Integration, berichtete detailliert über die Arbeit seines Amtes. Dabei kam auch die Sprache auf die geplante Erstaufnahmestelle des Landes in der bergischen Kaserne. Er konnte die Bedenken der Gerresheimer über die Aufnahme von bis zu 600 Menschen dort zerstreuen. Während eines etwa 14-tägigen Aufenthaltes werden in der Erstaufnahmestation die Unterlagen und der Gesundheitszustand der Menschen geprüft. Die dort lebenden Kinder gehen noch nicht zur Schule. Erst in den Städten, die die Asylbewerber im Anschluss aufnehmen, beginnt der Alltag.

So leben die neuen Nachbarn

Andreas Theisen, Leiter der Asylbewerberunterkunft an der Heyestrasse mit derzeit 140 Bewohnern, stand dem Publikum ebenso für Fragen zur Verfügung wie Daniela Bröhl und Sabine Hahnstein von der Diakonie. Moderiert von Redakteur Michael Brockerhoff wurde ein Eindruck vom Leben der neuen Nachbarn vermittelt.
Doch die Veranstalter gingen noch einen Schritt weiter und sind damit sicherlich ein Vorbild für andere Stadtteile. Gemeinsam haben sie ein Modell entwickelt, bei dem alle mitmachen können und sollen. Schon jetzt leistet die Caritas-Diakonie-Sprechstunde einmal in der Woche wichtige Arbeit für Hilfsbedürftige. Zahlreiche Ehrenamtler sammeln Spenden und kümmern sich um die Menschen. Doch mit der steigenden Zahl der Asylbewerber steigt auch der Bedarf an Hilfe. Bereits für den 24. Februar 2015, um 19:30 Uhr, ist ein Runder Tisch im Gemeindesaal von St. Margareta für alle die geplant, die sich neu einbringen möchten. Das Ehrenamt soll gestärkt werden und die Veranstalter gehen den richtigen Weg. Ohne Koordination kann diese Aufgabe nicht erfolgreich gemeistert werden. Bei der positiven Erfahrung werden sicherlich auch weitere Asylbewerber in Gerresheim ein zu Hause finden und willkommen sein.
Weitere Informationen: www.st-margareta.de , www.buergerstiftung-gerricus.de oder www.ekir.de/gerresheim .
Auch CDU und FDP möchten das Thema Asylbewerber diskutieren. Mittwoch, 21. Januar, trafen sich die CDU-Vertreter Thomas Jarzombek und die Ratsherren Olaf Lehne und Dr. Alexander Fils mit interessierten Bürgen um 20 Uhr im Bürgerhaus Hubbelrath, Dorfstrasse 20 - den report-D-Bricht lesen sie hier.
Die FDP lädt am 28. Januar um 19 Uhr ins Sportheim des SSV Knittkuhl, Am Püttkamp 9, ein. Mit Gästen aus der Verwaltung und Diakonie wird dann auch über die Pläne für die Bergische Kaserne gesprochen werden.

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Gut besucht: der Stiftssaal von St. Margareta.

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