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Bereits Ende April demonstrierten Vertreter des Comenius Gymnasiums für eine bessere Ausstattung vor dem Rathaus

Schule in Düsseldorf: Der Mangel bleibt

Fehlende Schulräume, zusätzliche Klassen, Seiteneinsteigerklassen und dann noch der normale Sanierungsbedarf an den Schulen in Düsseldorf: Und das ist nur die sächliche Ausstattung, das notwendige Lehrpersonal ist das weitere Thema. Die Stadt Düsseldorf steht vor einer großen Aufgabe.

Comenius-Schüler demonstrieren

Auf den neuen Schulentwicklungsplan brauchen Schüler, Lehrer und Eltern des Comenius Gymnasiums nicht zu warten. Sie wissen schon jetzt, was darin stehen wird: Die Schülerzahlen steigen und damit der Bedarf an Räumen in den Schulen. Seit sechs Jahren ist die Schule im Ganztagsbetrieb, ohne die Ausstattung dafür erhalten zu haben. Und ab diesem Schuljahr muss die Schule dann auch noch eine zusätzliche fünfte Klasse aufnehmen – wieder mit Zusagen für eine räumliche Erweiterung. Da außer Gesprächen nichts passiert, haben die Schüler auf dem Burgplatz einen Projekttag abgehalten und damit für mehr Räume an ihrer Schule demonstriert.

Schulausschuss diskutiert aktuelle Situation

Aber nicht nur im Comenius Gymnasium sind die Räume knapp. Die Schülerzahlen in Düsseldorf steigen und die Flüchtlingskinder verstärken den Mangel. Den Mitgliedern des Schulausschusses wurde am Dienstag (18.8.) vom Schulverwaltungsamt die schulische Versorgung von Flüchtlingskindern vorgestellt.

Seiteneinsteiger-Klassen

In allen Schulformen werden Seiteneinsteiger (SE) in separaten Klassen oder Gruppen unterrichtet, um sie in der deutschen Sprache zu qualifizieren. Ist dies ausreichend erfolgt, wechseln die Schüler in Regelklassen. Problematisch ist die Ausstattung der Schulen mit Personal und Räumlichkeiten. Die Bezirksregierung ist für die Einstellung der Lehrer zuständig, ermittelt die Bedarfe aber erst nachträglich. Das bedeutet, dass die neuen SE-Klassen zwar eingerichtet werden müssen, der Lehrerbedarf aber frühestens im Folgejahr angepasst wird. Das geht zu Lasten der Kinder, Jugendlichen und Lehrer.

Nur mit viel Engagement kann die Situation gemeistert werden

Durch den steigenden Bedarf an Schulplätzen für Flüchtlinge wird es in diesem Schuljahr an allen Schulformen zur Einrichtung neuer Klassen kommen. Die Lehrer von drei Schulen mit bestehenden SE-Klassen berichteten den Ausschussmitgliedern vom Alltag mit den Seiteneinsteigern. Mit viel Engagement gelingt die Integration, aber alle klagen über die Hürden der Verwaltung. Ein Problem ist die hohe Fluktuation der SE-Schüler. Denn viele verlassen die Schule vorzeitig, wenn sie in eine neue Unterkunft verlegt werden, umziehen oder abgeschoben werden

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