Wirtschaft Messen

D_gamescom2015_20150807

Die Gamescom in Köln eint die Spieler, die normalerweise allein vor ihren Rechnern sitzen

Gamescom 2015: Digitale Turniere begeistern die E-Sport-Fans

Internationale Turniere mit 18 Millionen Dollar Preisgeldern, ausgetragen in großen Stadien, verfolgt von Millionen Zuschauern: Das ist nicht etwa eine Sportweltmeisterschaft oder ein Poker Turnier, es ist E-Sports. Bei der derzeit in Köln laufenden Gamescom geht daher nicht mehr nur um die neusten Spiele. Dort treffen sich die Profis aus aller Welt, die um viel Geld spielen.

E-Sport ist eine Szene, die in den vergangenen Jahren rasant gewachsen ist. Die Spiele sind dabei so unterschiedlich wie konventionelle Sportarten. Die E-Sport-Athleten sind mittlerweile Berühmtheiten, mit festen Verträgen bei ihren Teams.
Im vergangenen Jahr zeigte der Entwickler Riot Games auf der Gamescom 2014, wie groß diese Szene geworden ist. In Halle 8.1 wurde eigens eine Arena aufgebaut, in der die Top Teams der europäischen League of Legends Szene um drei von insgesamt 16 Plätzen bei den Worlds kämpften. Bei diesem Turnier treffen die 16 besten Teams aus aller Welt aufeinander.

11,2 Millionen Zuschauer allein beim Finale, eine Million US-Dollar als Preisgeld 

Das Finale, das im Seoul-World-Cup-Stadion ausgetragen wurde, verfolgten 11,2 Millionen Zuschauer. Das koreanische Team Samsung Galaxy White gewann das Turnier und damit ein Preisgeld von einer Million US Dollar.
Bei League of Legends kämpfen zwei Teams mit je fünf Spielern darum, das Hauptgebäude des Gegners zu zerstören. Vorher müssen sie kleinere Gebäude vernichten. Dabei steuern die fünf Spieler einen der über 100 Helden aus der isometrischen Perspektive, also von leicht schräg oben. Der Grafikstil ist dabei eher comic-haft.

D_gamescom_Augenblick_20150807

Jeder kämpft für sich - gegen die anderen: ein Gamescom-Augenblick
Jedoch ist League of Legens nicht das einzige Spiel, das professionell gespielt wird. Die Dota Reihe gilt als Mutter dieser Spiele, und der neuste Teil, Dota 2, ist League of Legends größter Konkurrent. Beim fünften „International“, ein von Entwickler Valve ausgetragenes Event, beträgt der Preispool 18 Millionen US Dollar. Das Gewinner Team darf sich dabei über ungefähr 6.5 Millionen Dollar Preisgeld freuen.

Der Ego-Shooter als Mannschaftsspiel

Jedoch sind nicht nur Strategiespiele „E-Sport fähig“, der Ego-Shooter „Counter Strike: Global Offensive“ (abgekürzt CS:GO) boomt 2015 wie kaum ein anderes Spiel. In „CS:GO“ treten zwei Teams mit je fünf Spielern auf verschiedenen Karten gegeneinander an. Das Team der Terroristen muss dabei versuchen, eine Bombe an einem von zwei markierten Plätzen zu legen, und diese zur Explosion bringen. Die Anti-Terror Einheit muss dies verhindern. Pro Jahr gibt es je drei große Turniere, wie die ESL One Cologne, mit einem Preispool von je 250.000 Dollar. Dies klingt im Vergleich zu League of Legends und Dota 2 Turnieren nach vergleichsweise weniger Geld, jedoch gibt es pro Jahr viele kleinere Turniere, mit einem Preispool von je 100.000 Dollar.

Die virtuelle Bundesliga tickt genauso wie das Vorbild

Die E-Sport Profis verdienen ihr Geld dabei durch die Preisgelder, aber auch über Sponsoren, wie im Fußball. So sponsert der VFL Wolfsburg beispielsweise zwei professionelle Deutsche „Fifa 15“ Spieler. Der Spanier Carlos „Ocelote“ Rodriguez Santiago verdiente 2013 rund 700.000 Euro, mittlerweile leitet er seine eigene Organisation und hat mehrere Teams unter Vertrag.
Die Spieler reisen jedoch nicht nur von Turnier zu Turnier, sondern spielen auch in Ligen, die mit der Bundesliga vergleichbar sind. In Berlin ist die europäische „League of Legends Championship Series“, kurz „LCS“, beheimatet. Wöchentlich spielt jedes der besten europäischen Teams hier zwei Spiele, um sich für einen Platz in den Playoffs zu qualifizieren, wo dann entschieden wird, wer zu den Worlds fährt. Das Finale wird dieses Jahr in der Mercedes Benz Arena in Berlin veranstaltet. Tickets gibt es keine mehr, da diese nach gut zwei Minuten im Online Shop ausverkauft waren.

D_gamescom_soccer_20150807

Digitaler Fußball spielt mittlerweile in eigenen Ligen und Turnieren

In Deutschland ist die führende Profi Liga die ESL Meisterschaft, bei der die besten deutschen Teams in Spielen wie der Fußball Simulation „Fifa 15“, „League of Legends“, „Counter Strike: Global Offensive“ und dem Kartenspiel „Hearthstone“ gegeneinander antreten. In Halle 9 wird auf den beiden ESL Bühnen am Gamescom Sonntag der Gewinner in diesen Disziplinen ermittelt.
Die ESL (Electronice Sports League) ist jedoch auch international mit vielen verschiedenen Spielen auf der Gamescom vertreten. Diese Turniere kann der Besucher ebenfalls in der ESL Arena in Halle 9 verfolgen. Wer nicht genug von „League of Legends“ bekommt, kann dort auch den Dr. Pepper Allstar Cup verfolgen. Schlussendlich ist auf der Gamescom also für E-Sport Unterhaltung gesorgt - trotz des Fehlen von Spielehersteller Riot Games.

Zurück zur Rubrik Messen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Messen

D_Messe_Fahnen_20150101

Ausstellungen und Messen in Düsseldorf im Jahr 2016.

Zusammengestellt von report-d.

D_Gamescome_Virtual_reality_20150809

Kaum setzt der Spieler  die Vitual Reality Brille „Oculus Rift“ auf, geht es bei „EVE:Valkyrie“ auch schon los. Er steuert ein kleines Raumschiff, einen Jäger. Im Hangar signalisieren mehrere Lichter und Durchsagen den Start, und Sekunden später wird man ins All katapultiert. Kurz darauf wird der Konvoi von einer anderen unbekannten Partei angegriffen. Während der Pilot den gegnerischen Raketen ausweicht und versucht, die größeren Schiffe zu beschützen, hat man wirklich das Gefühl, mittendrin zu sein. Das eigene Schiff wird zerstört, und damit endet die Präsentation, nach der viele denken: „ Ich habe grade die Zukunft des Gamings gesehen“.

D_CPDJul2015_Szene_20150725

Die Braut ist eine weiße Dame; und wird es bleiben. unique BRIDE, die neue Wedding-Linie des Neusser Modehaues, feierte am Wochenende Premiere in Düsseldorf. Eine Collection Premiere – wie die Ordertage am Rhein jetzt heißen. Drei Messen und 800 Showrooms und drei Tage voller Schauen knisterten mit den Schnitten und Stoffen, aus denen die Frühjahr- und Sommerträume 2016 sind. Dabei wurde deutlich: Wenn Düsseldorf mit der Mode verheiratet bleiben will, muss die Stadt und alle Akteure mehr tun.

report-D: Social Media / RSS