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Jeder Spieler hat ein Handy vor dem Kopf: Die Samsung Gear VR Brille kombiniert ein Mobiltelefon mit einer Brille für Virtual Reality 

Gamescom 2015: Virtual Reality, die nahe und doch so ferne Zukunft des Gamings

Kaum setzt der Spieler  die Vitual Reality Brille „Oculus Rift“ auf, geht es bei „EVE:Valkyrie“ auch schon los. Er steuert ein kleines Raumschiff, einen Jäger. Im Hangar signalisieren mehrere Lichter und Durchsagen den Start, und Sekunden später wird man ins All katapultiert. Kurz darauf wird der Konvoi von einer anderen unbekannten Partei angegriffen. Während der Pilot den gegnerischen Raketen ausweicht und versucht, die größeren Schiffe zu beschützen, hat man wirklich das Gefühl, mittendrin zu sein. Das eigene Schiff wird zerstört, und damit endet die Präsentation, nach der viele denken: „ Ich habe grade die Zukunft des Gamings gesehen“.

Wer als Gamescom-Besucher diesen kurzen Einblick selber erleben wollte, der musste dafür bis zu drei Stunden anstehen. Doch was ist eigentlich „Virtual Reality“? Das Spiel wird nicht über einen Fernseher oder Computer Bildschirm wiedergegeben. Stattdessen trägt der Spieler eine Virtual Reality-Brille, durch die er dann nur das Spiel sieht. Diese Brille reagiert auf alle Kopfbewegungen des Spielers, sodass er sich im Spiel umschauen kann. Gesteuert wird die Spielfigur dabei vergleichsweise klassisch mit einem Controller. Dieser variiert dabei von Brille zu Brille, es gibt nämlich nicht nur einen, sondern gleich vier große Hersteller.

Oculus VR hält - noch - den Preis geheim

Die Firma Oculus VR lieferte bereits Anfang 2013 Versionen ihrer Brille an die Entwicklerstudios aus, um von Anfang an mit mehreren Spielen vertreten zu sein. 2014 wurde Oculus VR von Facebook übernommen, was allerdings nichts an der Entwicklung änderte. In die Läden kommt die „Oculus Rift“ Anfang 2016, der Preis ist noch nicht bekannt. Ebenso ist auch noch offen, wie hoch die Hardwareanforderungen der VR Brille sind.

Sony recycelt die Playstation Controller

So viele Geheimnisse hat Sony's „Project Morpheus“ nicht, der Spieler benötigt lediglich die Brille selbst und eine Playstation 4. Sony's VR Brille ähnelt mehr einem Helm, und ist dadurch schwerer als die „Oculus Rift“. Ein Pluspunkt ist jedoch, dass Brillenträger ihre normale Brille nicht ablegen müssen, um den Komfort zu erhöhen. Der Playstation Move Controller, ein gescheiterter Versuch an die Erfolge der Wii anzuknüpfen, findet nun mit Project Morpheus eine neue Verwendung, und kann ebenfalls zum Steuern genutzt werden.

Nach der VR-Brille kommt das "Holo-Deck"

Einige Experten glauben, dass nach den VR Brillen das Holodeck kommt. Jedoch macht es die Technik schon möglich: Die „HTC Vive“, welche durch die Kooperation des Handy-Herstellers HTC, dem Entwickler Studio Valve und Microsoft entsteht, erkennt nicht nur die Kopfbewegungen des Nutzers, sondern auch seine Schritte. Auf der Gamescom konnten die Spieler in der Präsentation ein versunkenes Schiff Schritt für Schritt erkunden. Wer die HTC Vive jedoch ohne Komplikationen nutzen will, sollte über einen Raum von mindestens 12 freien Quadratmetern verfügen.
Alle genannten VR Brillen erscheinen 2016, aber eine gibt es schon jetzt auf dem Markt: Die „Samsung Gear VR“. Diese Brille kostet 200 Euro, jedoch muss der Nutzer dazu noch das Samsung Galaxy Note 4 besitzen, welches zusätzlich rund 575 Euro kostet. Diese bietet schon mal einen Vorgeschmack auf die kommenden Virtual Reality Brillen, jedoch fällt sie vor allem durch die geringe Auflösung und den hohen Preis negativ auf.
Schlussendlich kommt es aber auf die Spiele an. Diese werden darüber entscheiden, welche der drei VR Brillen sich am besten verkauft.

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Mit Project Morpheus finden der Playstation Controller eine neue Verwendung

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