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Vor 118 Jahren hochmodern - ein Haus an der Suitbertusstraße.

Düsseldorf - Architektur

Die Suitbertusstraße im Düsseldorfer Stadtteil Bilk ist ja eher eine Gegend mit durchschnittlicher Bebauung. Ja, es gibt dort erwähnenswerte Wohn- und Siedlungsbauten der 20er Jahre. Eine Adresse jedoch ragt sichtlich heraus: Das Haus Nr. 83, das hat es noch: Putz, Stuck und Rabitz, die Mörtel-Feinarbeiten also. Und noch mehr.

Besonderheiten

Es sind die kleinen Besonderheiten unserer Großstadt, die faszinieren. Und diese hat dazu sogar noch eine eigene Geschichte. Klar, kaum jemand wird berichten können, was dort alles in den  verflossenen 108 Jahren geschah. Aber ein stolzer Bewohner zeigt die Besonderheiten des Baus.
Im vergangenen Jahrhundert war es üblich, Häuser mit Holztreppen- und Böden zu errichten. Doch seinerzeit hatte der Architekt den Mut, dazu Stein zu verwenden, der sogar im Treppenhaus mit Schmuckfliesen verziert wurde.

Luxus

Früher waren, das ist kaum noch bekannt, die Toiletten in Zwischengeschossen untergebracht. Vor über hundert Jahren, so erzählt der Hausbewohner, gehörten die schon zur Wohnung. Doch dieser Luxus hatte anscheinend seinen Preis: Der Architekt soll deshalb Konkurs gegangen sein.Welch‘ Ironie: Ein Baumeister, der an der Moderne scheitert. Und über hundert Jahre später bewundert wird. Die Architektur kann Musik sein – hört, hört.---*Rabitz ist die Bezeichnung für Drahtputz, welcher aus einer tragenden Unterkonstruktion aus Metall, dem Rabitzgitter als Putzträger, und dem Putzmörtel besteht. Das Verfahren wurde von dem Berliner Maurermeister Carl Rabitz entwickelt und 1878 zum Patent angemeldet. (Quelle: Wikipedia)

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