Am Rand(e) notiert

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Glockenturm mit, nun ja, modernem Geläut.

Düsseldorf - Dorf

Kann denn der erste Eindruck täuschen, der neue Blick: ist der objektiv und fängt die Wirklichkeit gar nicht ein? Das ist sehr gut möglich. An einem Platz in Düsseldorf Kaiserswerth ist das, sagen wir mal: irritierend. Alle nennen den Fleck „Klemensviertel. Der Name taucht nirgendwo offiziell auf. So will es die Anekdote. Weil die Bezirksvertreter mit dem Architekten nicht im Einklang gewesen sein sollen, tauften sie das alles amtlich dort in „Kreuzbergstraße“.

Heimatgefühl

Egal wie, der Architekt muss eine Vorstellung für einen Dorfplatz gehabt haben. Mutig, weil es zu der Bauzeit schon einen mondänen Hauch gab, ein Zipfelchen von Heimatgefühl kam dazu, ein Paar Bänke bieten Gelegenheit zur Rast, ein paar Bäume, ein Wasserspiel runden die Atmosphäre ab. Mittendrin die Kirche. Aber das Gebäude ist keine Kirche, die Fassade mag dem ersten Blick eine vorgaukeln. Mit Glocken, die Klänge von sich geben.

Modern

Wer hat die jemals gehört? Das ist eine Mischung von disharmonischen Tönen und Glockenspiel. Wer jemals „Hava Nagila“ Im Original gehört hat, der wird es kaum wiedererkennen, so höchst modern klingt diese Version, die man für eine moderne Kakophonie halten kann. Die Architektur ist die erstarrte Musik, so hat mal jemand gesagt. Hier ist es der Klang, der zum Durcheinander des Platzes passt.

Aber wo so viel Menschen zusammen kommen, sogar Märkte veranstaltet werden, es ein Leben ähnlich wie auf dem Dorf gibt. Da gilt der Ausruf: Arme Kritiker! Dass sie immer nur sehen, hören und lesen müssen, was ihnen gar nicht gefällt!

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Düsseldorf - Rampe

Was das ist?

Tja, das ist, so offen es da liegt, eine Frage, die sich Passanten und Radfahrer entweder selbst stellen, aber schnell ohne eine Antwort bleiben. Sie rätseln: Ist das nun eine Anlegestelle für die Flotte der Ausflugsschiffe? Ist das eine Stelle, an der Sportschiffe an- und ablegen (nach sie von einem Auto-Anhänger heruntergelassen werden? Etwa eine Einladung in Düsseldorf Wittlaer, möglichst dem Strom nahe zu kommen? Oder ist es, das wird auch gemunkelt, eine günstige Möglichkeit für schwere Fahrzeuge vom Ufer aus auf Schiffe zu gelangen?

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Manche nennen ihn einen banalen Kleckser und das, was er macht, eine Schmiererei. Die Trennungslinie ist unscharf. So ähnlich erging es seinerzeit Joseph Beuys, der erst nicht ernst genommen wurde. Inzwischen aber ist in Düsseldorf eine Straße nach ihm benannt. So sehr wackelt der Geschmack. Das ist bei Harald Naegeli fast genauso.

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Düsseldorf – Liebesdienst?

Kaum jemand weiß so richtig, was es (sein) soll. Möglich ist, dass sich ein Wunsch für den Erschaffer erfüllt hat: es sollte mal etwas in bunt sein. Eine andere, näherliegende Version zu Entstehung wäre die: Da hat jemand einem/einer anderen eine Freude bereiten wollen. Ein Indiz dafür der Schriftzug „Johanna“. Ein Bekennerschreiben der anderen Art?

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