Am Rand(e) notiert

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Ein Rennrad über dem Museumseingang - ist das Kunst - oder wird das verkauft?

Düsseldorf – Fahrrad im Fenster

Ja, so ist bei den Rentnern und Pensionären. Sie haben zumeist ein gutes Langzeitgedächtnis und erinnern sich an Begebenheiten, die heutzutage nicht mal mehr ein Lächeln auslösen. Geschweige denn ein bisschen Erstaunen.

Jahrzehnte

Vor Jahrzehnten war es, als sich plötzlich eine große Kaffee-Rösterei mit extravaganten Waren schmückte. „Tschibo“ begann damit ein Neuland. Es gab beispielsweise Garderobe zu kaufen. Innovative Produkte gingen über den Ladentisch, auf dem der Kaffee viel zu kurz kam. Zahnersatz-Karten wurden vergeben, Versicherungen konnten abgeschlossen werden; Kopfhörer waren neben dem Pfund Kaffee nicht nur in der Auslage vorhanden. Ein Spruch machte seinerzeit die ungläubig-sarkastische Runde, dass man bei Tchibo tatsächlich auch noch Kaffee kaufen könne.

Eis

Mittlerweile ist es normal, dass Bäcker frische Schnittblumen abgeben oder Schuhgeschäfte Dekorationen. Heutzutage ein Geschäft nach dem ersten äußeren Eindruck zu betreten, täuscht manchmal.
Vielleicht hat der gastronomische Betrieb an der Kunsthalle die Idee adaptiert. Wer den Eingangsbereich betritt, sieht zu allererst ein Fahrrad in Kopfhöhe. Und doch ist das Café ein komplexes Café - kein Radfahrer-Stall.
Die Frage ist dann schwer. Ist die Empore für das Rad gebaut oder das Rad für die Empore? Bleibt in Düsseldorf noch eine Lösung. Sowas könnte Kunst sein.

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