Am Rand(e) notiert

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Erst kurbeln von Hand - dann lauschen: ein Grammophon.

Düsseldorf - Trödelmarkt

"Was ist das?“, fragte neulich ein Steppke seine Mutter. Die beiden schlenderten über einen Düsseldorfer Trödelmarkt. Sie mochte 30 Jahre alt sein, so genau war es ihr nicht anzusehen. Sie erzählte ihrem Sohn etwas von alten Radios, Musik, konnte aber nicht erklären, was die beiden entdeckt hatten. Sie waren an eine Antiquität geraten. Die ältere Generation mag sich daran erinnern, was ein Grammophon ist und zu was es taugt(e). Bei dem hier lag sogar eine Schallplatte auf dem Teller: „Mambo Jambo“ von Xavier Cugat and his Orchester. Wer kennt das noch?

Ja, es gibt diese Momente, in denen einem die Vergangenheit begegnet. Das Gerät ist - mit der Hand an der Kurbel zu bedienen - ein Vorläufer des Schallplattenspielers, danach kam die Music-Kassette, mit der Töne auch eingefangen und gespeichert werden konnten. Anschließend hatte der CD-Player seine Zeit. Für die heutige (Digital-) Technik wäre ein Grammophon wohl ein Ur-Großvater dieser schnellen Entwicklung.

Historie

Ein anderer Besucher, Jahrzehnte älter, blieb vor dem Gerät stehen. Um es zu bestaunen, zu bewundern. Der Respekt vor so viel Historie hatte ihn sichtlich ergriffen. Verständlich.

Denn alles altert, ja, - aber nicht die Achtung; wenn man sich in Acht nimmt.

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Düsseldorf - Rampe

Was das ist?

Tja, das ist, so offen es da liegt, eine Frage, die sich Passanten und Radfahrer entweder selbst stellen, aber schnell ohne eine Antwort bleiben. Sie rätseln: Ist das nun eine Anlegestelle für die Flotte der Ausflugsschiffe? Ist das eine Stelle, an der Sportschiffe an- und ablegen (nach sie von einem Auto-Anhänger heruntergelassen werden? Etwa eine Einladung in Düsseldorf Wittlaer, möglichst dem Strom nahe zu kommen? Oder ist es, das wird auch gemunkelt, eine günstige Möglichkeit für schwere Fahrzeuge vom Ufer aus auf Schiffe zu gelangen?

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