Düsseldorf Service Bauen & Wohnen

D_Mieterverein_23032020

Kündigung, Mieterhöhung oder Nebenkostenabrechnung - der Mieterverein berät seine Mitglieder bei Problemen

Düsseldorf: Mieterverein stellt auf kontaktlose Beratung um

Die Corona-Pandemie führt neben den gesundheitlichen Gefahren bei vielen Mietern auch zu wirtschaftlichen Problemen. Das kann dazu führen, dass Mieten nicht gezahlt werden können oder Mieterhöhung eine unzumutbare Belastung darstellen. Der Mieterverein steht Mietern weiterhin bei diesen Themen zur Seite. Die Beratung wurde allerdings umgestellt und erfolgt jetzt ohne unmittelbar persönlichen Kontakt über Telefon, Internet, Mail, Fax oder per Post.

„Auch in schwierigen Zeiten ist der Mieterverein an Ihrer Seite. Einzig, dass die Ratsuchenden für eine Weile den zwölf Volljuristinnen und Juristen nicht mehr gegenüber sitzen können“, betont der Vorsitzende des Mietervereins, Hans-Jochem Witzke. Die Beratung geht weiter, auch wenn auf persönliche Besuche in der Geschäftsstelle an der Oststraße verzichtet werden muss. Zu den Geschäftszeiten stehen die Berater per Telefon, übers Internet, per Mail, Fax oder Brief zur Verfügung. In der Zentrale in der Oststraße und in den Zweigstellen Neuss und Ratingen. Auch in Erkrath und Grevenbroich muss niemand auf unseren Rat verzichten.

Diese Art der Beratung war schon in der Vergangenheit beliebt. Nun wurden für einige Rechtsberater und Schreibkräfte Heimarbeitsplätze eingerichtet und Diensthandys ausgegeben. Neumitglieder können sich ebenfalls an die Berater wenden und sind ausdrücklich willkommen. Weitere Informationen finden sie hier: https://www.mieterverein-duesseldorf.de/

Der Mieterbund begrüßt das Vorhaben des Bundes, Kündigungen wegen Mietrückstandes aufgrund von Arbeitsplatzverlust und Kurzarbeit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie befristet auszuschließen. Allerdings warnt er vor dem leichtfertigem Gebrauch der Regelung, denn was heute nicht gezahlt wird, muss später nachgeholt werden. Wirtschaftliche Härten, sowohl für Mieter aber auch für die zahlreichen kleinen Vermieter, sollten durch einen finanziellen Schutzschirm von Bund und Land abgefedert werden. Dafür seien Zuschüsse oder zinslose Darlehen geeignet.

Zurück zur Rubrik Bauen & Wohnen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bauen & Wohnen

D_Ken0911_Banner_20200310

Die Fratze des Düsseldorfer Immobiliengewerbes zeigt sich nach Schilderung der Mieter im Haus Kennedydamm 9 und 11: Staub überall, Kälte durch offenstehende Fenster, Wasserschäden, rausgerissene Türen, Baulärm am Sonntagmorgen, augenscheinlich betrunkene, russisch sprechende Handwerker mit Brecheisen vor der Wohnungstür, Geschrei im Treppenhaus: „Ihr müsst hier raus!“, von der Zimmerdecke fallender Putz, weil sogenannte Handwerker in der Etage darüber den Boden rausreißen, der elektrische Türöffner kaputt, so dass der Rettungsdienst in einem Notfall nicht reinkommt, Polizeieinsätze, Feuerwehreinsätze, Anfragen der Grünen in der Bezirksvertretung 1: Die sechs verbliebenen von einst 21 Bewohnern des Hauses Kennedydamm 9 und 11 riefen am Dienstag (10.3.) laut „Hilfe!“. Sie sind ziemlich wütend, mürbe und müde zugleich – aber weichen wollen sie vor den Machenschaften ihrer fragwürdigen Eigentümer nicht.

D_Amtsgericht_20200303

Für den Anwalt der Klägerin endete dieser Verhandlungstag vor der 29. Zivilkammer am Düsseldorfer Amtsgericht anders als erhofft. Vergebens hatte er seine Mandantin, Tochter eines süddeutschen Immobilienunternehmers, im Düsseldorfer Gerichtsgebäude versteckt. Er wolle sie vor der Öffentlichkeit schützen, könne sie aber auf Anforderung des Amtsrichters holen, versprach der Jurist. Das war nicht nötig. Vergeblich versuchte er, die Öffentlichkeit und die Berichterstatter vom Verfahren ausschließen zu lassen. Dieser Antrag wurde gleich zu Beginn abgelehnt. Und überhaupt nicht hatte er aus Sicht des Amtsrichters belegt, wie sich die Eigenbedarfsklage gegen einen langjährigen Mieter in Düsseldorf Unterbilk begründet. Nun haben erst einmal die Anwälte beider Parteien in diesem Zivilverfahren aus dem Immobilienbereich Zeit, Belege beizubringen und zu Schriftstücken Stellung zu nehmen.

D_Bündnis_Wohnraum_19022020

Es gibt in Nordrhein-Westfalen eine Umwandlungsverodnung der Landesregierung, die den Kommunen die Möglichkeit gibt, die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungspflichtig zu machen. Diese Verordnung läuft Ende März aus und eine Verlängerung ist noch nicht geklärt. Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum hat sich deshalb gemeinsam mit anderen Organisationen in einem offenen Brief an Bauministerin Ina Scharrenbach gewandt. Die Befürchtung ist groß, dass sich bei steigenden Immobilienpreisen und fehlendem bezahlbaren Wohnraum, die Lage der Mieter weiter verschlimmert.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D