Düsseldorf Service Bauen & Wohnen

D_Mieterverein_08112019

In Hassels-Nord bietet der Mieterverein seit 2011 eine monatliche Beratung im Rahmen der Initiative Mieterhilfe an

Mieterverein Düsseldorf sorgt dafür, dass sich Mieter nicht alles gefallen lassen müssen

Der angespannte Wohnungsmarkt in Düsseldorf führt für viele Mieter zu Problemen. Mehr als 33.000 Mitglieder erhalten dabei vom Mieterverein Düsseldorf Beratung und Unterstützung. „Viel zu viele lassen sich viel zu viel gefallen!“ betont, der erste Vorsitzende Hans-Jochem Witzke.

Über 33.000 Mitglieder

Dreizehn juristische Mitarbeiter des Düsseldorfer Mieterverein haben in den vergangenen zwei Jahren 25.000 Mieter persönliche beraten. Dabei gibt es neben dem Büro an der Oststraße in Düsseldorf auch Zweigstellen in Neuss, Ratingen, Erkrath und Grevenbroich. In weiteren rund 20.000 Fällen erfolgte die Beratung telefonisch oder schriftlich. Dabei freut sich der Mieterverein, dass bei fast allen Fällen der Gang zum Gericht verhindert werden konnte und es zwischen den Mitgliedern und den Vermietern zu friedlichen Lösungen kam. „Wir sind Düsseldorfs größte Friedensinitiative!“, so der Vorsitzende Hans-Jochem Witzke in seinem Rechenschaftsbericht bei der Mitgliederversammlung.

D_Raumwerk_Witzke_20180309

Hans-Jochem Witzke und das Team des Mietervereins setzt sich für die Rechte der Mieter ein

Bei den Fällen, mit denen die Mieter um Hilfe bitten, handelt es sich sehr oft um Betriebskostenabrechnungen, von denen sich jede zweite überprüfte als fehlerhaft erwies. Entsprechend waren mit 36 Prozent (2017) und fast 34 Prozent (2018) die Heiz- und Nebenkosten das dominierende Rechtsberatungsthema. Aber auch mit „Wohnungsmängel“, rund ein Viertel der Problemfälle, und Streitigkeiten über Mieterhöhungen wenden sich die Mitglieder an den Mieterverein. Erhöhungen aufgrund des Mietspiegels und Modernisierungsmieterhöhungen haben oft große finanzielle Belastungen für die Mieterinnen und Mieter zur Folge. Die Rechtsberatung umfasste weiterhin die Themen „Kündigung“, „Mietkaution“, „Schönheitsreparaturen“ oder „Mietgebrauch“. Dabei erarbeitet der Mieterverein mit den Mietern die Rechte und Pflichten aus dem Mietverhältnis, gibt aber auch Beratungen im Vorfeld bzw. beim Abschluss eines Mietvertrages. Hier geht es oft um die Frage ob eine geforderte Miethöhe rechtmäßig ist, die Vereinbarung einer Staffel- oder Indexmiete anzuraten ist und welche Auskünfte und Informationen der Vermieter bei der Wohnungsbesichtigung abfragen darf. Wer einen WG-Mietvertrag abschließen will, wissen möchte wie laut gefeiert werden oder ob ein Tier mit einziehen darf oder ob es rechtens ist, die Haustür abends abgeschlossen zu müssen, bekommt beim Mieterverein Antwort auf die Fragen.

Beratung an vielen Orten

Der Mieterverein kooperiert mit den Verbraucherzentralen Düsseldorf, Neuss und der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

„Viel zu wenige ziehen die Mietpreisbremse!“, bedauert Hans-Jochem Witzke. So darf bei Neuvermietungen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Miete nicht mehr als zehn Prozent über dem Mietspiegel liegen. In bestehenden Mietverhältnissen darf in Düsseldorf die Erhöhung fünfzehn Prozent in drei Jahren nicht übersteigen. Und auch das nur, solange der Mietspiegel nicht überschritten wird. “Viel zu viele lassen sich viel zu viel gefallen!“, so Witzke.

Zurück zur Rubrik Bauen & Wohnen

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bauen & Wohnen

D_SWD_Bonneshof_Grundstein_02072020

Die Grundsteinlegung zum Mehrfamilienhaus Am Bonneshof in Düsseldorf Golzheim ist mit 33 neuen Wohnungen ein erster Schritt für die Bauaktivitäten der Städtischen Wohnungsbau-GmbH & Co. KG Düsseldorf (SWD). Denn bis Ende 2023 sollen es über 500 neue Wohnungen werden. Außerdem saniert das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren über 500 Wohnungen im Bestand.

D_Bündnis_Protest_16062020

Bezahlbarer Wohnraum in Düsseldorf ist Mangelware. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Das wissen viele Düsseldorfer*innen aus eigener Erfahrung. Dazu tragen Investoren bei, die Wohnungen in Miethäusern langfristig leerstehen lassen, um die Immobilie anschließend ohne Mieter lukrativ verkaufen zu können. Oft werden Modernisierungsankündigungen als „kalte Kündigung“ verwendet und den Bewohnern der Auszug nahegelegt, klagt das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum und machte dieses Vorgehen am Dienstag am Beispiel eines Hauses an der Talstraße deutlich.

D_Mieterverein_08112019_articleimage

Neben den Auswirkungen auf die Gesundheit und das soziale Leben spüren immer mehr Düsseldorfer*innen auch die finanziellen Folgen der Corona-Pademie. So kann es bei den Mietzahlungen im Mai für viele Mieter eng werden. Der Mieterverein Düsseldorf gibt Tipps, wo es Hilfen gibt und wie diese in Anspruch genommen werden können.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D