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(v.l.) Peter König und Thomas Puppe mit einem der Bierbrote

Düsseldorf: Wie ein Sauerteig zum Altbierretter wird – kreative Handwerksbäcker und Brauerei Füchschen mit gemeinsamer Aktion

Altbier „vernichten“ ist für die Düsseldorfer Handwerksbäcker Ehrensache, wenn sie im Karneval ihre Bäckersitzung feiern. Diese fiel aus und alle anderen Veranstaltungen auch. So hatte Peter König von der Brauerei Füchschen ein zuvor unbekanntes Problem: 6.000 Liter Altbier standen vor dem Verfallsdatum. Als die Bäcker davon erfuhren, wurden sofort Ideen für eine Rettungsaktion gesucht – und gefunden. Ab Montag (22.3.) bieten sie in ihren Bäckereien Bierbrot an, in dem das Altbier verarbeitet wurde. 15.384 Brote können aus den Altbierbeständen entstehen und in jeder Bäckerei gibt es eine Variante des Bierbrots in 500 Gramm Ringen zum Preis zwischen drei und vier Euro.

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(v.l.) Frank Westerhorstmann, Christoph Pass, Stephan Torge,Niklas Oehme, Peter König, Thomas Puppe, Tristan Förster, Lena Backes, Rüdiger Adelmann, Jan Patrick Behmer, Sophie Hinkel und Josef Hinkel bei der Präsentation des Bier-Retter-Projekts

“Schnittfestes“ Bier in Brotform

Zum Teil hatten die Handwerksbäcker schon ein Bierbrot im Sortiment, doch würde bei diesem das Wasser komplett durch Bier setzt, müsste das Brot so teuer verkauf werden, dass sich das niemand mehr leisten kann, erklärt Bäckermeister Thomas Puppe. Bei einem Ansatz Sauerteig sind von zehn Liter Wasser normalerweise zwei Liter Bier. Nicht so bei dem Bierbrot, das ab Montag in den Filialen der beteiligten Bäckereien angeboten wird. Es wird komplett mit Füchschen Alt hergestellt. 6.000 Liter Altbier hat Peter König dafür spendiert und freut sich, dass die Bäcker es so lecker „schnittfest“ gemacht haben. Puppe hat den Taschenrechner bemüht und verkündete bei der Präsentation des Projekts, dass damit 15.384 Bierbrote entstehen können.

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Das Brot kann als 500-Gramm-Ringe gekauft werden und wer mag bekommt das echte Bier dazu

Verschiedene Sorten Bierbrot

Jeder Bäckermeister hat eine eigenen Variante entwickelt, daher lohnt es sich für die Kunden, verschiedene Bäckereien zu besuchen. Kunden, die zum Brot das passende Bier trinken möchten, können dies ebenfalls in vielen Bäckereien als ein Kombi-Angebot mit einer Flasche Füchschen-Alt bekommen.

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Rüdiger Adelmann (1. Braumeister) mit Chef Peter König und Lena Backes (2. Braumeisterin)

Brauerei freut sich über die Aktion

Darüber freut sich der Füchschen Chef, denn der Erlös von Bierverkauf geht an ihn. Sein Geschäft liegt seit Monaten brach. Jetzt vor Ostern wurde seit November zum ersten Mal wieder die Produktion von 10-Liter-Fässern angeworfen und König war froh, dass die Maschinen den langen Stillstand gut überstanden haben. Nicht so die Hefe, die für das Bierbrauen genutzt wird. Die Brauerei zieht sie in eigenen Kulturen, was ein Kreislauf aus Ernte und Ansatz ist, wenn das Geschäft normal läuft. Jetzt müssten Kulturen erst wieder neu gezüchtet werden, um dem Füchsen-Alt seine gewohnte Qualität zu verleihen.

Hier gibt es das Bierbrot

An der Aktion „Altbier-Retter“ beteiligt sind die Bäckereien Pass, Puppe, Stadtbäckerei, Cölven, Terbuyken, Oehme, Behmer, Hinkel, in Essen die Bäckerei Förster und in Wuppertal die De Koster-Grothe Filialen, die zur Bäckerei Behmer gehören.

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