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Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund spendete zum 300. Mal und ist damit einer von 30 Dauerspendern, Foto: UKD

Blutspendezentrale Düsseldorf: Rekordspender Marko Siegesmund

Ein ungewöhnliches Jubiläum feierte die Blutspendezentrale der Uniklinik Düsseldorf am Donnerstag. Marko Siegesmund ist erst 42 Jahre alt, spendete aber bereits zum 300. Mal sein Blut. Der Bezirkspolitiker begann bereits als Student mit seinen Besuchen bei der Blutspendezentrale und nun ist er Stamm-Spender.

Wenn er sich fit fühlt und nicht in Urlaub ist, gehört der Gang zur Blutspendezentrale der Uniklinik alle zwei Wochen zum Leben von Marko Siegesmund. Der 42-Jährige ist Ehemann, Vater, selbständiger Finanzberater und Bürgermeister im Bezrik 3, doch die Zeit für die Blutspende nimmt er sich gerne. Als Student wurde er auf den großen Bedarf aufmerksam und ist nun monatlicher Stammspender. „Jeder Mensch kann einmal auf eine Bluttransfusion angewiesen sein! Angefangen zu spenden habe ich als Student. Vom Gelände der Uni bis zur Blutspende ist es ja nicht weit. Heute spende ich aus Überzeugung: Mit verhältnismäßig wenig Aufwand kann man hier Gutes tun und direkt anderen Düsseldorfern, die krank geworden sind, das Leben retten. ‚Keine Zeit‘ ist für mich keine Ausrede!“. Der Piks in den Arm macht ihm schon lange nichts mehr aus, auch wenn er zugibt, dass die 300 Stiche ihre Spuren hinterlassen haben.

Vollblutspenden sind seltener möglich

Normalerweise können Männer bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden. Damit ist dann die Vollblutspende gemeint. Alle zwei Wochen darf man als gesunder Mensch seine Trombozyten spenden. Das sind Blutplättchen, die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen und sich bei Verletzungen des Blutgefäßes an die umliegende Gewebewand heften und die Wunde verschließen. Bei Patienten, die eine schwere OP hatten, an Leukämie leiden oder eine Knochenmarkspende erhielten, ist die Trombozytenbildung gestört und bei Verletzungen der Blutgefäße können sich diese schwerer verschließen.

Blutspender dringend gesucht

„Bei den Thrombozytenspenden decken wir etwa 90 Prozent des Bedarfs der Klinik selber ab, bei den Vollblutspenden ist es etwa ein Drittel. Die restlichen benötigten Präparate kaufen wir zu“, erklärt Dr. Johannes Fischer, Direktor des Institutes für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika (ITZ) und Leiter der UKD-Blutspende. „Bei den Vollblutspendern hingegen sinken oder stagnieren die Zahlen deutschlandweit seit Jahren. Die Blutspende ist jedoch der einfachste Weg Leben zu retten. Bei uns im Institut gilt: Direkt von Düsseldorfern für Menschen in Düsseldorf.“

Vier von fünf Menschen in Deutschland sind mindestens einmal in ihrem Leben auf eine Blutspende oder Produkte, die aus einer Blutspende gewonnen werden, angewiesen. Viele Operationen und Therapien können nicht durchgeführt werden, wenn zu wenige Blutkonserven verfügbar sind. Der UKD-Blutspende wirbt deshalb um Spender und bietet Anreize. Seit dem 1. Januar kann man an der Uniklinik Düsseldorf auch samstags von 7.15 Uhr bis 12 Uhr Blut spenden. Neuspender bekommen einen Kinogutschein und seit letztem Jahr kooperiert die Blutspende mit dem Wacken-Musik-Festival: Wer am UKD sechs Mal Blut spendet, bekommt ein Wacken-Blutspende Shirt.

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Das T-Shirt kann man nur durch Blutspenden bekommen, es ist nicht zu kaufen, Foto: Wacken

Weitere Informationen zur Blutspende am UKD finden sie hier

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