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(v.l.) Prof. Dr. Anja Steinbeck (Rektorin der HHU), Prof. Dr. Nikolaj Klöcker (Dekan der Medizinischen Fakultät der HHU), Isabel Pfeiffer-Poensgen (NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft) und Prof. Dr. Frank Schneider (Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UKD) bei der symbolischen Schlüsselübergabe für das neue Forschungszentrum

Düsseldorf: Heinrich-Heine-Universität feiert Meilenstein mit neuem Forschungszentrum

Erst Ende Oktober hatte der Wissenschaftsrat der Universitätsmedizin am Standort Düsseldorf (UMD) bescheinigt, sich in einer Umbruchphase zu befinden und teilweise desolate Arbeitsbedingungen zu haben. Um so größer war die Freude von NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer Poensgen, mit der Einweihung des neuen Forschungszentrum am Mittwoch (6.11.), einen Meilenstein für den Strukturwandel der Universität zu setzen.

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Das neue Forschungszentrum der Heinrich-Heine-Universität

Prof. Dr. Nikolaj Klöcker (Dekan der Medizinischen Fakultät der HHU), Prof. Dr. Anja Steinbeck (Rektorin der HHU) und Prof. Dr. Frank Schneider (Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UKD) übernahmen am Mittwoch symbolisch den Schlüssel für das Medizinische Forschungszentrum II. Bereits vor wenigen Wochen waren die MitarbeiterInnen von sechs Instituten der medizinischen Fakultät, des Dekanats, des Studiendekanats und die Studierenden der Zahnmedizin in ihre Kursräume eingezogen. Der Neubau bündelt Einrichtungen, die bisher verstreut auf dem Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf, dem Campus der Heinrich-Heine-Universität (HHU) und im Düsseldorfer Stadtgebiet verstreut lagen.

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Die Ministerin begrüßte die interdisziplinäre und strategische Vernetzung, die mit dem neuen Gebäude realisiert werden kann

Bei ihrer Rede betonte die Ministerin schmunzelnd, sie habe nun gelernt, dass das neue Gebäude die „Trockenforschung“ beherberge, da es keine Labore gibt. Die sind im Schwestergebäude, dem Medizinischen Forschungszentrum I, untergebracht. Da die Labore den Sicherheitsanforderungen nach dem Gentechnik-Gesetzt entsprechen, nennt man diesen Bereich „Nassforschung“. „Das Medizinische Forschungszentrum II steht für eine effiziente Infrastruktur, die den Austausch und die Kooperationen zwischen Instituten, Disziplinen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stärkt. Als Teil des Medizinischen Modernisierungsprogramms des Landes schafft der Neubau beste Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin in Düsseldorf – von zuverlässiger Krankenversorgung über die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten bis hin zu medizinischer Spitzenforschung. Die Idee des Gebäudes entspricht somit den jüngsten Empfehlungen des Wissenschaftsrats, die interdisziplinäre und strategische Vernetzung in der Forschung weiter voranzutreiben“, sagte Isabel Pfeiffer-Poensgen.

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Prof. Dr. med. dent. Petra Gierthmühlen zeigt die neuen Möglichkeiten für die Studierenden

Dekan Klöcker betonte, die großen Möglichkeiten, die das neue Forschungszentrum für die Interaktion von Forschung, Lehre und Krankenversorgung biete. Begeistert ist auch Prof. Dr. med. dent. Petra Gierthmühlen, Direktorin der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, über die neuen Lehrräume für die Studierenden der Zahnmedizin, die deutschland- und europaweit führend sind. An 57 Plätzen können die Studierenden an Probeköpfen Behandlungen, Implantateinpassungen und Untersuchungen unter bestens Bedingungen simulieren. In den alten Räumen gab es nur 15 Übungsplätze, so dass sich vier Studierende einen Platz teilen mussten.

Die Rektorin der HHU, Prof. Dr. Anja Steinbeck, stellte fest, dass die Arbeitsbedingungen und die Ausstattung der Universität auch für die Lehrenden eine große Bedeutung haben. Bei Berufungsgesprächen würde dies mittlerweile höher bewerte als Leistungszulagen.

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Die Phantomarbeitsräume gehören zu den modernsten in Europa

Der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor des UKD, Prof. Dr. Frank Schneider, lobte die Chancen des neuen Gebäudes für die Zusammenarbeit der Disziplinen. Dass die Universität Handlungsbedarf an teilweise maroden Gebäuden und desolater Infrastruktur habe, die Forschungsprojekte behinderten, sei kürzlich von Wissenschaftsrat kritisiert worden. Doch durch die Mitteln des Medizinischen Modernisierungsprogramms (MedMoP) des Landes NRW, würden nun nach und nach Projekte realisiert, die den Strukturwandel der Uni voran brächten. Ziel der Uni sei, die Zahl der Auszubildenden von 500 auf 1.000 anzuheben und das ginge nicht ohne zusätzliche Räume.

Das Forschungszentrum II

Das viergeschossige Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 8.191 qm enthält insgesamt 230 Arbeits- und 340 Seminarraumplätze. Der Spatenstich fand im Oktober 2016 statt, die reine Bauzeit betrug zwei Jahre. Den Bau und die Ersteinrichtung finanzierte das Land NRW mit 27 Millionen Euro.

Eingezogen sind das Dekanat der Medizinischen Fakultät und das Studiendekanat. Die Institute für Allgemeinmedizin, Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Medizinische Soziologie, Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie, die Sektion Public Health sowie der Weiterbildungsstudiengang Public Health und zukünftig das Institut für Biometrie und Bioinformatik haben ihre Räume im Forschungszentrum II. Daneben gibt es de Phantomarbeitsräume aus dem Bereich „Vorklinik“ der Zahnmedizin und das Forschungs-EEG des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

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