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Das SAPV-Team des UKD ist auch mit Lastenfahrrädern unterwegs, Foto: Universitätsklinikum Düsseldorf/UKD

Düsseldorf: Uniklinik bietet auch Palliativversorgung zu Hause

Eine Palliativstation gibt es am Universitätsklinikum Düsseldorf bereits seit zehn Jahren. Dort stehen Menschen mit nicht heilbaren und lebensbedrohenden Krankheiten und ihre Begleitung auf dem letzten Lebensabschnitt im Mittelpunkt. Das Leiden soll gelindert und schwere und belastende Symptome gelindert werden. Den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen wird beigestanden, um die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten. Das Palliative Angebot gibt es seit Dezember 2019 auch für Patienten in ihrem häuslichen Umfeld. Mehrere SAPV-Teams (Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung) ermöglichen dabei gezielte Therapien der Schwerstkranken in ihrer gewohnten Umgebung.

Ambulante Versorgung

„Für viele schwerkranke und sterbende Patientinnen und Patienten ist es eine unglaubliche Erleichterung zuhause sein zu können“ erklärt Dr. Dirk Wildner, Facharzt für Innere Medizin, Palliativmedizin und Schmerzmedizin am UKD. Das ist für Menschen mit einer nicht heilbaren und lebensbedrohenden Krankheit am Ende ihres Lebens besonders wichtig. Die notwendige engmaschige medizinische Betreuung wird dabei durch die sogenannte SAPV-Teams sichergestellt, die zu den Betroffenen gehen. Mehr als 300 Menschen wurden von dem 12-köpfigen Team seit Dezember 2019 betreut.

Die SAPV-Teams arbeiten dabei eng mit den Hausärzten und Pflegediensten zusammen. Nur so ist es möglich auf die stationäre stationäre Aufnahme im Krankenhaus zu verzichten. Zur Aufgabe der Palliativmedizin gehört dabei neben der Linderung von Schmerzen auch die psychische Betreuung, über Ängste zu sprechen und ein offenes Ohr zu haben. Bei knapp zwei Monaten lag die durchschnittliche Begleitungszeit, dabei wurden maximal 60 Patienten gleichzeitig betreut. Die Patienten waren zwischen 21 und 97 Jahren alt.

SAPV und Corona

Die Corona-Pandemie prägte die Arbeit der SAPV-Teams. „Wir konnten das ganze Jahr weiterarbeiten: Auch in Pandemiezeiten ist die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen eine wichtige Aufgabe. Wir haben im vergangenen Jahr auch Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung begleitet. Und das sowohl in privaten Wohnungen, als auch in Alten- und Pflegeheimen,“ erinnert sich Grit Vauteck, pflegerische Leitung des SAPV-Teams.

Umfassende palliative Versorgung

Die Teams der ambulanten palliativen Versorgung, bestehend aus Pflegekräften und Ärzten, sind rund um die Uhr erreichbar, um jederzeit die Patienten zu unterstützen. Alle Teammitglieder sind speziell geschult. Die Besuche finden nach Bedarf und auch regelmäßig statt. Ziel der Arbeit ist es, die Selbstbestimmung zu erhalten. Über den Förderverein der Palliativmedizin am UKD werden zusätzlich eine Psychologin und eine Sozialarbeiterin als Honorarkräfte finanziert. Neben der psychologischen Betreuung kann sich so auch um die sozialen Aspekte einer lebensverkürzenden Erkrankung gekümmert werden. Denn die Betroffenen und ihre Angehörigen müssen neben der Diagnose häufig noch mit hohen bürokratischen Hürden kämpfen.

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Dr. Martin Neukirchen, ärztlicher Leiter der Palliativmedizin am UKD.

Betreuung in der Klinik und zu Hause

„Mit einer Palliativstation, einem palliativmedizinischen Konsildienst für alle Normal- und Intensivstationen der Uniklinik Düsseldorf, einer palliativmedizinischen Ambulanz, einem eigenen ehrenamtlichen Hospizdienst und dem nun seit mehr als einem Jahr bestehenden Team der spezialisierten, ambulanten Palliativversorgung bieten wir an der Uniklinik Düsseldorf nun das gesamte Portfolio der spezialisierten, palliativmedizinischen Umsorgung von Patientinnen und Patienten an“, freut sich Dr. Martin Neukirchen, ärztlicher Leiter der Palliativmedizin am UKD.

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