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Bernd Schaller hat Lanzarote eingefangen - in Schwarz und Weiß. Im November werden die Bilder des Düsseldorfer Fotografen auf der Insel ausgestellt.

Düsseldorfer Künstler stellen auf Lanzarote aus: Faszination der schwarzen Schönheit

Schon seit seinem Erscheinen im Oktober hält sich „Neujahr“, das neueste Werk von Juli Zeh auf den Bestsellerlisten. Es spielt auf ihrer Lieblingsinsel. „Der Reiseführer sagt, dass manche Menschen Lanzarote hassen, während andere es abgöttisch lieben“ heißt es gleich am Anfang des Buches der Bestseller-Autorin, die Lanzarote vor zehn Jahren für sich entdeckte. So wie der Düsseldorfer Fotograf Bernd Schaller…

„Hennig weiß noch nicht, zu welcher Sorte er gehört“, schildert Zeh ihren Protagonisten „in den ersten Momenten“. Das sind die „in denen er mit sich und der Insel allein ist.“ Frau und Kinder sind zurückgeblieben in der Feriensiedlung in Playa Blanca, während er eine Radtour macht, die zum Albtraum auf der Trauminsel wird. Mühsam quält er sich hinauf auf den „Balkon von Lanzarote“, das Bergdorf Femés, ausgebremst nicht nur von der Steigung, sondern auch vom Passat-Wind und seiner Angst vor einer erneuten Angstattacke. Sie zu besiegen wie einen Steilhang, das gehörte zum Urlaubsplan.

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Der Düsseldorfer Fotograf Bernd Schaller wusste hingegen recht schnell, zu welcher „Sorte“ er gehört, als er die Insel sehenden (Kamera-)Auges für sich entdeckte: zu den Insel-Liebhabern natürlich. Er wohnt meist bei einem Freund in Las Brenas, gleich unterhalb des Ortes, wo Zehs „Neujahr“ spielt.

Düsseldorfer Verbindungen

Es sind immer wieder die Kreativen, die es auf die karge Vulkaninsel zieht, die fasziniert sind, von ihrer schroffen, schwarzen Schönheit. Bernd Schaller hat sie in schwarz-weiß, der Königsdisziplin der wahren Foto-Künstler, festgehalten. Die Fotos waren bereits in Düsseldorf zu sehen. Jetzt sind sie auf Lanzarote. Dort werden sie im Dezember zu sehen sein, mitten im Weinanbaugebiet La Geria in der Bodega „Chupadero“ von Barbara Hendriks - auch so eine Lanzarote-Liebhaberin aus Düsseldorf, die vor Jahrzehnten mit ihrem kleinen Sohn nach Lanzarote kam, sah und siedelte. Manch reifer Rheinländer kennt sie vielleicht noch aus der einstigen Kultkneipe „Grüner Mond“ an der Grafenberger Allee.

Legendäre Vollmond-Partys

Während der legendären Vollmond-Partys im Chupadero leuchtet der Mond eher orange oder purpurrot. Vielleicht war es ja auch dieser starke Insel-Mond, der manchmal mitten aus dem Meer aufgeht, der Juli Zeh dazu verleitete, die kleine Schwester von Henning Luna zu nennen?  Von Zeit zu Zeit finden im Chupadero Kunstausstellungen oder Konzerte statt. Tipp für Ruhe suchende Individualisten: Barbara vermietet zwei liebevoll im Stil der Insel ausgestattete Apartments. Direktkontakt: chupadero@gmail.com

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Karg und schwarz: Lanzarote

Eine wie Barbara taucht auch Neujahr in Juli Zehs Roman auf. Lisa. Sie kam 1987 zum ersten Mal auf für einen zweiwöchigen Urlaub nach Lanzarote „und ist nur noch nach Deutschland zurückgekehrt, um ihre Existenz aufzulösen.“ Kein Einzelfall, sondern ein Klassiker auf Lanzarote. Auch heute noch.

Casa de la Cultura

Barbara Hendriks unterstützt auch die aktuell Ausstellung in der Casa de la Cultura in Yaiza, dem Ort im Süden der Insel, von dem aus man in die Feuerberge der Vulkaninsel startet. Dort stellt Bernd Schaller jetzt gemeinsam aus mit den Künstlerinnen Inka Conrads, die in Düsseldorf und Lanzarote lebt, und Josipa Horvat, die nach eigener Aussage „am liebsten im ganzen Universum“ arbeitet. Für Düsseldorfer, die zufällig gerade auf der Insel sind: 9. bis 25. November 2018, Eröffnung ist am 9. November um 17 Uhr. Die Casa de la Cultura ist leicht zu finden am zentralen Dorfplatz de los Remedios.
In Yaiza zeigt Schaller den Lanzarotenos und ihren Besuchern jedoch nicht seine Insel-Bilder, sondern „eine Serie von 25 Jahre alten Architekturfotos aus dem Raum Ostwestfalen Lippe“, wo er während seines Fotostudiums in Bielefeld auch in Bordellen fotografiert hat: „mit der Hasselblad und viel Studiolicht“.

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