Düsseldorf Service Termine

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Die Terminübersicht belegt: Das düsseldorf festival hat viele Gesichter. Bei "Face-to-Face" gibt es jede Menge Kunstperformances im allerkleinsten Kreis. Fotocollage: düsseldorf festival

30 Jahre düsseldorf festival! Das ist das Programm

Endlich 30! Das düsseldorf festival! Düsseldorf Festival hatte das Jubiläums-Festival längst geplant. Doch dann kam Corona. Ein Schock, der jedoch bald von einer breiten Welle aus Solidarität und Unterstützung abgelöst wurde. Nun bietet das Festival vor allem KünstlerInnen aus Düsseldorf und der Region eine Bühne. Es gibt keine Großveranstaltungen, kein Theaterzelt – aber überraschende und intensive Abende.
Über Faces of Düsseldorf, die Video-Kunstprojektion hat report-D bereits berichtet.

Face to Face

Das Format „Face to Face“ macht aus der Corona-Not eine Tugend. Auf dem Burgplatz ist ein kleines Theaterzelt aufgebaut. Einzeln oder als Paar erlebt das Publikum eine etwa 15-minütige Performance von überwiegend Düsseldorfer MusikerInnen, SchauspielerInnen und PerfomerInnen. Es gibt Klassik und Neue Musik, Barock und Tango, Tanz und großer Literatur mit Klavier, Akkordeon, japanische Flöte und Schlagzeug. Die KünstlerInnen sind gezielt zu buchen.
Mi. 9.9. – So. 27.9., unterschiedliche Uhrzeiten, Das kleine Zelt, Burgplatz

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Deutschlandpremiere der Compagnie XY aus Lille. Foto: düsseldorf festival/Christophe Raynaud De Lage

Deutschlandpremiere: Möbius Compagnie XY

Die französische Compagnie XY kommt aus Lille und steht für eine Mischung aus Akrobatik, Tanz und Poesie. Mit anderen Worten: für den Neuen Zirkus, jenseits aller Gattungs-Grenzen. Mit dem Choreografen Rachid Ouramdane haben die neunzehn ArtistInnen eine athletische choreografische Sprache entwickelt. „Möbius“ offenbart den Charakter jeder Person auf der Bühne und beschreibt den konfliktreichen, aber auch beglückenden Weg jedes einzelnen zu seinem Platz in der Gruppe.
Do. 10.9. – Sa. 12.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric Halle

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Flamenco pur: Los Aurora. Foto: düsseldorf festival/Jisu Kim

Los Aurora

Flamenco flirtet mit Jazz: Rhythmen und Improvisation prägen beide Genres. Und ihre Ursprünge bei den Coloured People in Amerika und den Gitanos in Spanien entstammen jeweils benachteiligten Minderheiten. Den Flamenco als „iberischen Blues“ in seiner aktuellsten Spielart verkörpern die jungen Musiker des Ensembles Los Aurora, das aus der katalanischen Musik-Akademie Taller de Músics in Barcelona hervorging. Das Quartett um den Sänger Pere Aurora mit dem Flamenco-Tänzer Jose Manuel Álvarez interpretiert die Klassiker des Flamencos aufregend neu.
So. 13.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric Halle

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Stegreif verneigt sich vor Beethoven. Foto: düsseldorf festival/Roman Nowitzky

#bfree STEGREIF.orchester Uraufführung

2020-Jubilar Ludwig van Beethoven wäre ohne Corona auf den Konzertbühnen allgegenwärtig gewesen. Das Projekt #bebeethoven will den Interpretationen seines Werks keine weiteren hinzufügen, sondern im Geiste Beethovens neue Produktions- und Spielweisen für die Musik im 21. Jahrhundert entwickeln. Das STEGREIF.orchester hat im Rahmen des „#bebeethoven“-Projekts einen unkonventionellen Beitrag zum Beethovenjahr 2020 entwickelt, der nun beim düsseldorf festival! zur Uraufführung kommt. Das Konzertprojekt „#bfree“ mixt Elemente von Beethovens berühmter 9. Sinfonie mit Volksliedern aus den Herkunftsländern der MusikerInnen. Verwoben mit „folk music“ spielt das 30-köpfige Ensemble Beethovens - ohne Noten, ohne Dirigat und ohne Stühle. Das STEGREIF.orchester bricht mit allen Konzert-Konventionen. Statt ins Chaos führt das in Freiräume für Improvisation und Bewegung.
Di. 15.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric Halle

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Fado ist das Thema von Lina und Raul Refree. Foto:2Milieu

Lina_Raül Refree

Fado ist das portugiesische Wort für Melancholie, Sehnsucht und Leidenschaft. Die bittersüßen Gesänge entstanden in den Armenvierteln von Lissabon und erklangen zuerst in anrüchigen Kneipen. Königin des Fado war die „Fadista“ Amália Rodrigues, in deren Tradition sich auch Lina versteht. Die Fado- Sängerin hat eine klassische Opernausbildung genossen und erfindet mit ihrem Begleiter Raül Refree den Fado neu. Denn Refree begleitet die Fado-Klassiker nicht mit der traditionellen Gitarre, sondern kreiert mit Klavier und Synthesizer poetische Arrangements, die sich ganz der eindringlichen Stimme von Lina unterordnen.
Mi. 16.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric Halle

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Kreisler verbindet elektronische Musik mit analogen Instrumenten. Foto: düsseldorf festival/Chrisa Ralli & Melina Pafundi

Kreidler feat. Egopusher

Das Duo Egopusher, Geiger Tobias Preisig und Produzent/Schlagzeuger Alessandro Giannelli, kreiert eine Mischung aus Electronica und zeitgenössischer Neoklassik. Als „Progressive Violin & Drum Battle“ wurden frühere Experimente des Duos bezeichnet. Die Songs aus ihrem jüngsten Album „Beyond“ gleichen einem Soundtrack mit unberechenbaren Wendungen.
Seit 1994 verbindet die Düsseldorfer Band Kreidler elektronische Musik mit analogen Instrumenten und einer charakteristisch kühle Ästhetik. Stilistisch ist Kreidler häufig mit Kraftwerk verglichen worden, tatsächlich aber schwer einzuordnen zwischen elegischem Pop, Avantgarde, Krautrock, Electronica und Ambient. Als „legales Rauschmittel“ bezeichnete der Wiener „Standard“ das neue Album „Flood“, das sich mit seinem Opener „Eurydike“ auf die griechische Mythologie besinnt. Das Quartett spielt aktuelle Stücke aus dem „Flood“-Album und ältere Nummern.
Do. 17.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric Halle

Schöpfung und Serenata Musicale

Direkt nach dem Sommer musste das Konzert von Haydns "Schöpfung" in der Johanneskirche wegen der Pandemie ausfallen. Die drei Solisten des Abends wollten jedoch unbedingt zusammen musizieren. Im Bachsaal der Johanneskirche erklingen nun Arien von Haydns „Schöpfung“ bis weit in die Welt der Oper hinein.
Sa 19.9., 19 Uhr, Bachsaal in der Johanneskirche Stadtkirche Düsseldorf

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Matthias Brandt und Jens Thomas - Text-Performance plus Klavier. Foto: düsseldorf festival/Mathias Bator

Blackbird: Matthias Brandt & Jens Thomas NRW Premiere

Stammgäste beim düsseldorf festival! sind Matthias Brandt und Jens Thomas. Der Schauspieler und Autor und der Musiker haben das Zusammenspiel von Text-Performance und spontan wirkender Klavier-Improvisation zur Perfektion entwickelt. Bereits zum vierten Mal kommt das Duo nun mit Matthias Brandts Roman-Erstling „Blackbird“ nach Düsseldorf. Darin erzählt Brandt von dem 15-jährigen Morten Schumacher, genannt Motte, der einen Anruf bekommt, nachdem sich in seinem Leben alles ändert. Denn sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Zugleich aber entdeckt Motte die Liebe. „Blackbird“ fängt die Atmosphäre der 1970er Jahren in der BRD ein und erzählt von Liebe und Freundschaft und der direkten Nachbarschaft von Komik und Tragik.
So. 20.9., 17 & 20 Uhr, Mo. 21.9. 20 Uhr, Mitsubishi Electric Halle

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Das Theaterkollektiv Pierre.Vers erinnert an das Kriegsende in Düsseldorf. Foto: düsseldorf festival

Aktion: Aktion! Pièrre.Vers

Das Theaterkollektiv Pièrre.Vers zeichnet mit der performativen Erinnerung „Aktion:Aktion!“ Die Ereignisse in Düsseldorf vom 16. und 17. April 1945 nach: Die Alliierten stehen vor den Toren der Stadt, Hitler verhängt den „Nero-Befehl“, der den Kampf bis zum letzten Mann fordert. Doch ein Dutzend Männer geht mit der „Aktion Rheinland“ in den aktiven Widerstand. Sie besetzen das Polizeipräsidium und machen sich auf den Weg zu den Amerikanern, um über die kampflose Übergabe der Stadt zu verhandeln. Am historischen Schauplatz trifft nun die Vergangenheit auf die Gegenwart: Die Performance findet auf dem Hof des Polizeipräsidiums unter freiem Himmel statt, das Publikum wird mittels eines Kopfhörersystems mit den Akteuren verbunden.
Mo. 21.9. – Mi. 23.9., Fr. 25.9. – So. 27.9., 18 Uhr, Jürgensplatz

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Das Vokalensembel ars cantandi singt vom Mittelalter und der Gegenwart. Foto: düsseldorf festival/Marcel Ober

Fernbeziehungen Ars cantandi

Das 15-köpfige Düsseldorfer Vokalensemble ars cantandi ist mit dem Festival eng verbunden. Jetzt lotet die klein besetzte A-cappella-Formation den spätgotischen Raum der Basilika St. Lambertus unter den Abstandsregelungen der Corona- Pandemie neu aus und nimmt das Publikum unter dem Motto „Fernbeziehungen“ mit auf eine Reise von der mittelalterlichen Gregorianik bis in die unmittelbare Gegenwart. Unter der Leitung von Markus Belmann erklingt Chor- und Orgelmusik unter anderem von den frühbarocken Meistern Pierre de la Rue und William Byrd, Romantisches von Anton Bruckner und Klänge des 20. und 21. Jahrhunderts von Arvo Pärt und Bjarne Sløgedal.
Di. 22.9., 19.30 Uhr, Basilika St. Lambertus

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Machen reinen Tisch: Urbanatix. Foto: düsseldorf festival/Susanne Diesner

Tabula rasa feat. URBANATIX Uraufführung

Die Isolation des Lockdowns bedeutete für KünstlerInnen auch, nicht mehr auftreten zu können. An diese Grenzsituation erinnern die ersten, intimen Momente der eigens für das düsseldorf festival! kreierten Show „Tabula rasa“. Tabula rasa meint so viel, wie unbeschriebenes Blatt, vier große Tische, die in immer neuen Formationen bespielt werden. Regisseur Christian Eggert und Choreograf Takao Baba inszenieren KünstlerInnen, die sich in furiose Ensemblenummern steigern und hoch dynamische Street Styles feiern. Zu Live-Musik sind zehn PerformerInnen der spektakulären Formation URBANATIX zu erleben.
Mi. 23.9. – Fr. 25.9., 20 Uhr, Mitsubishi Electric Halle

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Das ensemble provocale singt vom Abschied. Foto: düsseldorf festival/Stefan Sturm

Hier sind die weiteren Festival-Beiträge im Überblick.

Farewell - Ensemble procovale

Das Konzertprogramm der A-Capella-Formation ensemble provocale umkreist unter der Leitung von Sebastian Voges Stimmungslagen des Abschieds. Das mit einigen Raritäten aufwartende Programm wendet sich geografisch mit Werken für Klavier zu vier Händen von Edvard Grieg und Antonin Dvořák nach Norwegen und Böhmen. Mit Charles Hubert Parrys „Songs of farewell“ und Gerald Finzis „Three Shakespeare Songs“ sind zwei selten zu hörende britische Komponisten zu erleben, ferner erklingen Felix Mendelssohn Bartholdys „Lieder im Freien zu singen“, Quartette von Johannes Brahms, die Abend- und Nachstimmungen feiern, sowie Sebastian Voges‘ Vertonung von drei Gedichten von Rainer Maria Rilke.
So. 27.9., Basilika St. Lambertus, 17 Uhr

Ticket-Informationen

Ticket-Hotline: 0211. 82 82 66 22, bis 9.9.2020 Mo bis Fr und ab Festivalbeginn täglich 10 ---18 Uhr erreichbar
Fax: 0211. 82 82 66 16, Mail
Hier geht es zu weiteren Informationen.
Tickets können bis einschließlich 8.9.2020 (Mo bis Fr 11 ---18 Uhr) im Festivalbüro auf der Bolkerstr. 14 -16, 40213 Düsseldorf gekauft werden.
Tickets gibt es außerdem bei den west:ticket Vorverkaufsstellen.
Die Eintrittskarten gelten während des Festivals am jeweiligen Veranstaltungstag als Tickets für den VRR für die Hin- und Rückfahrt (bis 3 Uhr morgens), im gesamten Verkehrsverbund RheinRuhr.

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