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Workshops mit dem Künstler Julo Levin bietet die Mahn- und Gedenkstätte im August an, Foto: Sammlung Mahn und Gedenkstätte Düsseldorf

Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf: Ferienworkshop, leichte Sprache oder Fahrradtour – viele Angebote zu Julo Levin im August

Drei ganz unterschiedliche Wege zur Begegnung mit dem jüdischen Künstler Julo Levin bietet die Mahn- und Gedenkstätte im August an. Für Kinder und Jugendlichen gibt es einen kreativen Ferienworkshop, für Menschen mit Behinderung ist ein Workshop in leichter Sprache im Angebot und für die Aktiven geht es mit dem Fahrrad auf die Spuren des Künstlers.

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Zeichnung von Vera Schuster, einer Schülerin von Julo Levin, Bild: Sammlung Mahn und Gedenkstätte Düsseldorf

Sommerferienworkshop: „Auf den Spuren Julo Levins – Sei ein Künstler“

Am Donnerstag, den 23. und Freitag, den 24. August 2018 lädt die Mahn-und Gedenkstätte jeweils von 10–16 Uhr Kinder und Jugendliche zum Ferienworkshop ein.

Gemeinsam wird ganz kreativ eine eigene Kunstausstellung entwickelt. Dazu gilt es historische Orte in Düsseldorfs zu entdecken und in eigene künstlerischen Werke einzubringen. Kunstpädagogin Dr. Ina Scheffler vermittelt verschiedene Maltechniken und die Arbeit einer Ausstellungskuratorin kennen. Im Mittelpunkt des Workshops steht der jüdische Künstler Julo Levin, der in der Zeit des Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurde. Er war Student an der Düsseldorfer Kunstakademie. Und unterrichter zwischen 1936 und 1938 Kinder an der Jüdischen Volksschule in Düsseldorf. Die Zeichnungen und Biografien dieser Kinder inspieren ebenfalls zu eigenen Werken. Der Höhepunkt wird die Kunstausstellung der Workshopteilnehmer am Freitagnachmittag sein. Ab 16:30 Uhr können die Besucherinnen und Besuchern in der Mahn- und Gedenkstätte die Ausstellung besuchen.

Der Workshop richtet sich an Kinder zwischen 9 und 13 Jahren und kostet 15 Euro inklusive Mittagessen und Material. Treffpunk in die Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29. Die Anmeldung ist bis zum 22. August 2018 telefonisch unter 0211/8996205 oder per Mail an nicole.merten@duesseldorf.de möglich.

Kreative Zusammen-Arbeit in Leichter Sprache

Am Samstag, den 25. August 2018, lädt die Mahn- und Gedenkstätte von 10 bis 13 Uhr zu einem barrierearmes Angebot in leichter Sprache für Menschen mit Behinderung ein.

Julo Levin hat viel gemalt. Er war Künstler. Ab 1933 durfte Julo Levin nicht mehr malen. Die Nazis haben gesagt: Juden sind schlecht. Und: Julo Levin ist Jude. Deswegen wollten die Nazis Julo Levin nicht. Ab 1935 hat Julo Levin Kindern malen beigebracht. Das war in einer Schule. Die Schule hieß: jüdische Volks-Schule. Das war sein neuer Job. Die Kinder haben bei Julo Levin viel gemalt. Und Julo Levin hat das Gemalte behalten. Zusammen schauen wir uns das Gemalte an.

Wir fragen uns: Wer waren diese Kinder? Was haben die Kinder gemalt? Wieso haben die Kinder so gemalt?

Der Workshop ist in leichter Sprache. Das kann jeder gut verstehen. Und wir werden selber malen. Du magst Geschichte? Du fragst dich: Wie haben Kinder früher gelebt? Du malst gerne? Dann mach mit! Dafür musst Du dich anmelden bei Isabel Mücke, Telefon-Nummer: 0211 899 620 5 oder E-Mail: isabel.muecke@duesseldorf.de

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Der dem Fahrrad auf historischen Spuren am 26. August

„Auf den Spuren von Julo Levin – Fahrradtour der Erinnerung“

Am Sonntag, den 26. August 2018, lädt die Mahn- und Gedenkstätte um 14 Uhr zu einer Radtour auf den Spuren von Julo Levin ein. „So mußte unsere Mutter einsehen, daß der Drang, seiner Berufung nachzugehen, nicht aufzuhalten war. Mit dieser Einsicht war der Bann gebrochen. Von jetzt ab erhielt Julo für seine künstlerische Entwicklung jegliche Unterstützung und Hilfe, die unserer Mutter und Familie nur möglich waren.“ (Elsa Levin)

Auf einer rund dreistündigen Fahrradtour werden historische Orte wie der Ehrenhof oder der jüdische Friedhof besucht. Die Lebensgeschichten der Kinder und Erwachsenen im Umfeld von Julo Levin werden dabei in den Vordergrund geholt. Es geht um die Fragen: Wer war dieser junge Mann, der trotz seiner kaufmännische Lehre jede Mittagspause zeichnend verbrachte? Was machte Julo Levin, vor und während des Nationalsozialismus, so bedeutend für die Stadt Düsseldorf, die Kunst, aber vor allem für die Kinder der Jüdischen Gemeinde? Julo Levin wurde 1901 in Stettin geboren, im Rahmen seiner Ausbildung kam er nach Düsseldorf, wo er Mitte der 1920er Jahre Student an der Kunstakademie und Mitglied des „Jungen Rheinland“ wurde.

Die Voraussetzung für die kostenfreie Tour ist ein verkehrstaugliches Fahrrad, das jeder Teilnehmer selber mitbringen muss. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Die Anmeldung ist bis zum 24.08.2018 bei Nicole Merten unter Mail nicole.merten@duesseldorf.de, Telefon 0211/8996205 oder als PN auf der Facebookseite der Mahn- und Gedenkstätte möglich.

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