Düsseldorf Aktuelles

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3 x Düsseldorf Helau für die vielen bunt kostümierten und fröhlichen Zugteilnehmer

An Rosenmontag schlägt in Düsseldorf das Rad um die Welt

"Unser Rad schlägt um die Welt" heißt das Karnevalsmotto in Düsseldorf in diesem Jahr. Seinen Höhepunkt erreichte der Straßenkarneval an Rosenmontag (24.2.), bei dem rund 600.000 Jecke den Zug durch die Innenstadt besuchten. Das Wetter war mit Nieselregen nicht optimal, aber deutlich besser als am Sonntag, wo zahlreiche Veedelszüge wegen Sturmwarnung abgesagt werden mussten. Gespannt schauten alle auf die dreizehn politischen Mottowagen von Jacques Tilly, die den Düsseldorfer Rosenmontagszug zum weltweit beachteten Ereignis machen.

Die Fotos von Rosenmontag haben wir diesmal auf unserer Facebook-Seite als Alben veröffentlich. HIer geht es zu den Bildern.

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Sie arbeiten im Hintergrund und ohne sie gäbe es keinen Zug - das Team der Zugleitung, hier ihr Chef Michael Faustmann

Bereits am frühen Morgen war das Team der Zugleitung im Einsatz, um alle Karnevalswagen zu ihren Aufstellplätzen zu bringen, damit der Zug am Mittag pünktlich starten konnte. Ganz am Anfang für ein Tilly-Mottowagen, der noch ganz aktuell zu den Morden von Hanau gefertigt worden war.

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Der Tilly-Wagen zu Hanau

Er zeigte einen großen Kopf, auf dem "Aus Worten werden Taten!" geschrieben stand. Aus dem Mund ragte eine Pistole mit dem Schriftzug "Rassismus" hervor. Andere Mottowagen zeigten die Beziehung zwischen den USA und dem Iran, die verheerenden Waldbrände in Australien oder die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen. Auch Themen das Coronavirus, der Hass in den Sozialen Medien oder die Umweltspur sowie das Dieselfahrverbot wurden in Szene gesetzt. Bilder aller dreizehn Mottowagen finden sie hier.

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Die SchülerInnen und Eltern der Rolandschule haben am Samstag der ersten Preis für ihre Kostüme beim Kinderumzug gewonnen und durften deshalb am Rosenmontag mitziehen

Knapp 12.000 Jecken gingen dieses Jahr beim Zug mit. Insgesamt gab es 90 Fußgruppen. 131 Wagen wurden von Traktoren gezogen. Etwa 600.000 Jecken bejubelten nach Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. (CC) den Rosenmontagszug an den Straßenrändern. Rund drei Stunden dauerte es, bis der komplette Zug vorbei gezogen war. Das gab viel Zeit für Helau, Tanzen und natürlich Kamelle sammeln.

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Das Düsseldorfer Prinzenpaar

Der Höhepunkt ihrer Amtszeit war der Rosenmontagszugs für das Prinzenpaar, Prinz Axel I. und seine Venetia Jula. Sie werden am Dienstagabend mit einem Zapfenstreich als Tollitäten verabschiedet. Wenn sie dann ihre Insignien abgegeben haben, werden sie wieder zu den bürgerlichen Axel Both und Jula Falkenburg.

Fazit von Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr

Für das Ordnungsamt standen das Glasverbot und der Jugendschutz im Vordergrund ihrer Einsätze. Viele Besucher wissen mittlerweile, dass im Bereich der Innenstadt eine Glasverbotszone zu Karneval errichtet wird und waren vorbereitet. Der OSD führte an Rosenmontag bis 15.30 Uhr 38 Jugendschutzkontrollen (2019: 54) durch, dabei wurde in 28 illegal mitgeführte Alkohol freiwillig vernichtet. Zehn Minderjährige (2019: 15) wurden beim Rauchen erwischt. Insgesamt gab es von Altweiber bis Rosenmontag 147 "positive" Jugendschutzkontrollen (2019: 200). Drei hilflose Minderjährige wurden den Sanitätsdiensten zugeführt.

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Das Sicherheitskonzept für Rosenmontag beinhaltete auch deutliche Polizeipräsenz und LKW-Sperren an den Zufahrtsstraßen zum Zug

Trotz der zahlreichen aufgestellten öffentlichen Toiletten wurden an den Karnevalstagen 55 Wildpinkler erwischt, die nun ihre Erleichterung mit einem Bußgeld von 70 Euro plus Gebühren bezahlen müssen. 78 Falschparker mussten am Zugweg abgeschleppt werden. Die Feuerwehr trat mit 196 (2019: 196) Einsatzkräften den Dienst am Rosenmontag an und wurde von rund 200 ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Bis 15.30 Uhr an Rosenmontag hatten sie es mit 190 (2019: 187) Einsätzen im gesamten Stadtgebiet zu tun. Bis zum Nachmittag gab es 55 (2019: 24) Hilfeleistungen in den Unfallhilfestellen am Rande des Rosenmontagszuges.

Die Polizei meldete bis 18 Uhr die Anordnung von 40 (53 in 2019) Platzverweisen für den Innenstadtbereich und vier Personen (5 in 2019) mussten wegen Randale den restlichen Tag im Polizeigewahrsam verbringen.

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