Düsseldorf Aktuelles

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Roter Teppich für Radfahrer - den hatte am Samstag die Initiative "Aufbruch Fahrrad" ausgerollt

Aufbruch Fahrrad in Düsseldorf: Roter Teppich für Radler

Die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ nutzt seit Sommer 2018 jede Gelegenheit die Menschen für die Nutzung des Fahrrades zu begeistern und dies mit einer Unterschrift zu dokumentieren. Am Sonntag (26.5.) rollten sie am Mannesmannufer den roten Teppich für Radfahrer aus und informierten über die Kampagne, die Ende Mai endet. Am Sonntag (2.6.) werden die Forderungen und gesammelten Unterschriften vor dem Düsseldorfer Landtag an die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser symbolisch übergeben.

Der rote Teppich als Rahmen für Stars war genau richtig für alle diejenigen, die am Sonntag noch ihre Unterschrift gaben, um die Kampagne zu unterstützen. Gleich hinter dem KIT auf Höhe der Radfahrerzählstation hatten die Aktiven vom ADFC den Teppich ausgerollt. Für war klar: „Jeder, der unterschreibt ist ein Star für uns! Jede Stimme zählt und verändert unser Land!“

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Immer wieder suchten die Aktivisten das Gespräch mit den Bürgern und Radfahrern und sammelten Unterschriften für "Aufbruch Fahrrad"

Musikboxen auf dem Lastenrad und bunte Blumen als Dekoration schmückten die Aktion. Wie viele Unterschriften bereits gesammelt wurden, wollte die Initiative noch nicht verraten. Dieses Geheimnis wird am Samstag (1.6.) in Köln auf dem Kongreß RADKOMM #5 – dem Kölner Forum Radverkehr, gelüftet. Der Verein RADKOMM und der ADFC NRW organisieren die Volksinitiative und laden alle Interessierten ein, am Wochenende in Köln oder Düsseldorf dabei zu sein.

Am Sonntag, den 2. Juni, werden die Unterschriften um 15 Uhr bei einer Kundgebung, die ein Teil der ADFC NRW-Sternfahrt ist, vor dem Düsseldorfer Landtag an die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser symbolisch übergeben.

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Noch bis zum Wochenende ist das Unterschreiben möglich

Nur wenn mehr als 66.000 gültige Unterschriften erreicht wurden, muss sich der Landtag mit den Forderungen des Volksinitiative beschäftigen. Ohne genaue Zahlen zu nennen, verraten die Organisatoren dass diese Zahl bereits nach wenigen Monaten erreicht wurde. Mit ihren Unterschriften schlossen sich die Menschen den neun Forderungen von „Aufbruch Fahrrad“ an.

Die Forderungen

1. Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen

Die Ausrichtung der Verkehrs- und Radverkehrsplanung muss sich analog anderer Länder an der Vision „Null Verkehrstote“ orientieren.

2. Mehr Werbung für Radverkehr

Das Land NRW muss sich für mehr Fahrradmobilität einsetzen und dies gezielt durch Kampagnen bewerben. Damit sollen die Bürger und die Politik von den Vorteilen überzeugt werden.

3. 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr

Um den Radfahrern eine echte Alternative im Vergleich zu PKW und ÖPNV zu bieten, sollen Radschnellwege eingerichtet werden. Ziele sind mindestens 1000 Kilometer Radwege bis zum Jahr 2025.

4. 300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr

Auch an Bundes- und Landstraßen sollen bis 2025 sind jedes Jahr mindestens 300 Kilometer Radwege gebaut oder instand gesetzt werden.

5. Fahrradstraßen und Radinfrastruktur

Das Land NRW soll die Kommunen fördern, damit sie Fahrradstraßen auf Nebenstraßen ausweisen. Auf Fahrradstraßen haben Radfahrer Vorfahrt und PKW dürfen dort nicht parken.

6. Mehr Fahrrad-Expertise in Ministerien und Behörden

Ein zentrales Referat für den Radverkehr soll Planung koordinieren und die Umsetzung vorantreiben. Bei der Polizei sollen Stellen eingerichtet werden, die sich für die Sicherheit der Radfahrer einsetzen, Aufklärung betreiben und rücksichtsvolles Miteinander auf den Straßen fördern.

7. Kostenlose Mitnahme im Nahverkehr

NRW soll die effiziente Kombination von Verkehrsmittel fördern und die kostenfreie Fahrradmitnahme in Bus und Bahn ermöglichen.

8. Fahrradparken und E-Bike Stationen

Das Angebot für sicheres Fahrradparken soll deutlich ausgebaut werden. Ziel sind 1 Millionen neue Fahrradstellplätze bis 2025.

9. Förderung von Lastenrädern

Mit Lastenrädern sollen die Lärm- und Abgasbelastungen, Staus und Parkraum-Fehlnutzungen in den Städten reduziert werden.

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Viele Radler sprachen die Aktivisten an

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