Düsseldorf Aktuelles

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Vom Burgplatz zogen die Corona-Rebellen durch die Stadt - und beleidigten dabei die Menschen am Straßenrand

Corona-Rebellen Düsseldorf: Wahlempfehlungen und Reisetipps auf dem Burgplatz

Trotz der Veranstaltung des Düsseldorf Festivals trafen sich die Corona Rebellen Düsseldorf am Samstag (129.) erneut auf dem Burgplatz. Sehr zum Missfallen der Festivalbesucher, die im Zelt kaum etwas verstanden, da draußen die leistungsstarke Lautsprecheranlage der Pandemie-Leugner tönte. Statt Kulturgenuss bekamen sie so kostenfrei Empfehlungen zur Kommunalwahl und Reiseangebote zu den zahlreichen Corona-Demos, die vom Bodensee über Köln, Düsseldorf und Berlin reichen.

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Auf dem Burgplatz war die Zahl der Demonstranten am Samstag geringer als sonst

Die richtige Wahl

Ob die Teilnehmer der Kundgebung auf dem Burgplatz ihr Wahlrecht am Sonntag (13.9.) bei der Kommunalwahl wahrnehmen sollten oder nicht, war abhängig vom Redner auf dem Podium. Denn während Unternehmer Randolph Hopp propagierte, er wolle seine Stimme behalten und den Wahlzettel ungültig machen, forderte Hilmar Marsula vom Widerstand 2020 auf, wählen zu gehen. Allerdings mache es keinen Sinn die etablierten Parteien zu wählen, selbst die AfD in NRW spreche sich für Maskenpflicht aus. Marsula forderte auf, die freien Wählerlisten zu wählen, die sich für die Corona-Rebellen einsetzen würden.

Sind sie viele?

Das ewige Credo der Corona-Rebellen „Wir sind viele“ scheint etwas zu bröckeln, denn die Teilnehmer bekamen Tipps, wie sie effektive Aufklärungsarbeit betreiben können. Da wäre das Grundgesetz, dass auf der Hutablage oder vorne im Fahrzeug drapiert werden könne, Autoaufkleber wurden angeboten und beim nächsten „Spaziergang“ der Corona-Rebellen will Hopp auch bedruckte Stoffbeutel mitbringen. Eine Aufforderung erging an alle auf dem Burgplatz, beim nächsten Mal doch noch eine weitere Person mitzubringen. Wer erstmal teilnehme, werde auch schnell überzeugt, da war Hopp sich sicher.

Konstanz, Berlin - Corona-Reisen

Randolph Hopp ist es auch, der für den 3. Oktober eine große Corona-Demonstration in Konstanz organisiert. Sein Ziel dabei: Eine Menschenkette durch alle vier Anliegerländer rund um den Bodensee. Busfahrten und auch Wochenendaufenthalte werden angeboten. Damit macht er allerdings dem Widerstand 2020 Konkurrenz, die für den 3. Oktober eine nächste Demo in Berlin planen. Diesen Punkt sprach Marsula deutlich an: man müsse verhindern sich spalten zu lassen. Offenbar gibt es Missstimmungen unter den deutschen Corona-Rebellen. Deshalb ist für Ende September ein „Führer-Treffen“ der verschiedenen Organisationen geplant, bei dem der gemeinsame Widerstand organisiert werden soll.

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Der ehemalige Amtsarzt Dr. Dieter Langer berichtete über seine Sicht der Dinge, Foto: infozentrale

„Friede, Freiheit und das Ende der Diktatur“

Neben den Reiseplänen und Wahlempfehlungen gab es am Samstag von den rund rund 200 Teilnehmern einen Marsch durch die Stadt. Dabei skandierten sie „Friede, Freiheit und das Ende der Diktatur“. Die Menschen am Straßenrand wurden aufgefordert sich anzuschließen. Maskenträger wurden verhöhnt: „So wie manche aussehen, ist es besser, wenn sie eine Maske tragen“.

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