Düsseldorf Aktuelles

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(v.l.) Helga Stulgies, Ludger Dohm, Thomas Geisel und Miriam Koch in der Koordinierungsstelle am Drehkreuz Flughafenbahnhof

Drehkreuz für Flüchtlinge am Düsseldorfer Flughafenbahnhof wird vom Land NRW übernommen

Mit viel Einsatz und Engagement betrieb die Stadt Düsseldorf seit September 2015 am Flughafenbahnhof das Drehkreuz für Flüchtlinge. Dort kamen rund 42.000 Menschen an, wurden betreut und zu ihren Bestimmungsorten weitergeleitet. Nun hat die Bezirksregierung in Arnsberg die Abwicklung umgestellt und übernimmt ab 11. April selber die Zuständigkeit.

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Bis zu 1000 Flüchtlinge kamen pro Nacht am Drehkreuz Flughafenbahnhof an

Abschied vom Drehkreuz

Mit einer Abschiedsfeier für die Helfer verabschiedeten sich am Freitag (1.4.) die Verantwortlichen der Stadt und Verwaltung von den vielen Einsatzkräften. Dabei erinnerten sich Miriam Koch und ihre Mitstreiter an den holprigen Start, schöne und schreckliche Momente. Anfang September, als niemand genau sagen konnte, wie viele Menschen in den Zügen ankommen werden, war die geballte Improvisationskraft aller Beteiligten gefragt. Verbänden und Ehrenamtlern gelang es, diese Aufgabe zu meistern.

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Vor Ankunft der Züge noch gähnende Leere und Wartezeit für die Helfer

Jeder hat besondere Erinnerungen an die Einsätze

Da wurde Flughafengeschäftsführer Ludger Dohm in der Pause eines Theaterbesuchs gefragt, ob er Räume zur Verfügung stellen kann – und machte dies spontan möglich. Thomas Hußmann von der Feuerwehr schildert, wie in den ersten Tagen des Drehkreuzes die Suppe für die ankommenden Menschen ausging – man hatte nicht damit gerechnet, wie ausgehungert sie ankamen. In einer Sonderaktion wurde bei der Metro mitten in der Nacht zusätzliche Verpflegung organisiert. Eileen Stiehler von der Diakonie erinnert sich noch sehr gut an einen besonders denkwürdigen Einsatz. Da wegen eines herrenlosen Gepäckstücks der Flughafenbahnhof gesperrt war, durften die ankommenden Menschen nicht aus dem Zug aussteigen. Etwa 1000 Menschen saßen über eineinhalb Stunden fest, da die Türen des Zuges geschlossen bleiben mussten. Schließlich kletterten die Hilfskräfte durch die Fenster in den Zug, um die Menschen zu beruhigen und sie zu versorgen.

Alle Einsatzkräfte haben ihre Erfahrungen gemacht, wenn nötig standen ihnen auch Notfallseelsorger zu Seite. Denn die Schicksale und die Geschichten, die sie von den Flüchtlingen erfuhren, waren oft schrecklich. Doch der Wunsch zu helfen war bei allen da. Täglich waren etwa hundert Mitarbeiter der verschiedenen Organisationen und 70 ehrenamtliche Kräfte im Einsatz.

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Abschiedsfeier am Drehkreuz

Oberbürgermeister Thomas Geisel bedankte sich am Freitag (1.4.) bei den Beteiligten für die Unterstützung: "Mein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit viel Leidenschaft und Engagement dazu beigetragen haben, dass die Menschen herzlich in Düsseldorf empfangen wurden. Dies ist beispielhaft für die Willkommenskultur in unserer Stadt", betonte der Oberbürgermeister.

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Die farbigen Westen für die verschiedenen Einsatzgebiete haben nun ausgedient

Das Land Nordrhein-Westfalen wird die Aufgabe der Drehkreuzfunktion am Fernbahnhof ab 11. April übernehmen. Dann wird der Flughafenbahnhof Düsseldorf das einzige Drehkreuz für Nordrhein-Westfalen für den Zugverkehr mit Flüchtlingen. Der Einsatz von Mitarbeitern der Stadt oder der Wohlfahrtsverbände ist dann nicht mehr vorgesehen.

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