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Die 13. Auflage der InterKULTour war trotz Corona wieder sehr kreativ, Foto: Veranstalter

Düsseldorf: 40 Jugendliche aus 15 Ländern machen "InterKULTour"

In sechs verschiedenen Workshops waren 40 Jugendliche aus 15 verschiedenen Ländern in den vergangenen zwei Wochen kreativ. Sie präsentierten am Donnerstag (9.7.) ihre Ergebnisse der „InterKULTour“ mit Film, Theater, Rap, Grafitti, Tanz und Musik.

"Zu Hause, Corona, Isolation"

Die 13. Auflage der InterKULTour hatte in diesem Jahr besondere Herausforderungen. Doch die Organisatoren vom Kommunalen Integrationsdienst, Akki und zakk schafften es trotz Corona für 40 Jugendliche aus 15 Ländern sechs verschiedene Workshops anzubieten. In den ersten beiden Ferienwochen trafen sich die Teilnehmer*innen und wurden unter Anleitung von erfahrenen Künstlern und Sprachcoaches kreativ. Sie setzten sich mit dem Thema "Zu Hause, Corona, Isolation" in Form von Theater, Film, Musikproduktion, Tanz oder Graffiti auseinander. Ziel war dabei gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Besonders war in diesem Jahr, dass ein Teil der Arbeit von den Jugendlichen zu Hause erledigt wurde. Sie bekamen von den Künstlern kleine "Challenges", beispielsweise das Schreiben eines Textes oder die Ausarbeitung einer kreativen Idee und arbeiteten daran. Ihre Ansprechpartner waren stets über Mail, Telefon oder Whatsapp zu erreichen, um Hilfestellung zu geben oder Fragen zu beantworten.

Theater

Den Workshop Theater leiteten Oliver und Tina El-Fayoumy. Sei erarbeiteten mit den Teilnehmer*innen wie sie den Lockdown erlebt haben, was für sie zu Hause ist und wie sie mit dem auf sich Zurückgeworfensein zurecht gekommen sind. So entstanden durch Improvisation Szenen, Bilder und Texte, die zu einer Collage zusammengefügt wurden. Shahed aus Syrien freute sich, trotz der teilweisen Heimarbeit viele neue Freunde gefunden zu haben. "Die Workshopleiter sind sehr nett. Deshalb hat es richtig Spaß gemacht." Aisosa aus Nigeria war schon im vergangenen Jahr dabei und berichtete begeistert: “Wir konnten uns hier sehr gut ausprobieren. Der Workshop hat mir sehr viel Freude gemacht.“

Film

Unter der Leitung von Christian Dünow und Anna Sewerin entstand ein experimentelles Musik-Video. Unter dem Titel "The Sound of Corona" sammelten acht Jugendliche "hörbaren" Dimension in Coronazeiten. Vom Summen des automatischen Desinfektionsmittel-Spenders und anderen Alltagsgeräuschen, über Beatboxing und Bodypercussion bis hin zu digitalen Drummachines, nutzten die Jugendlichen vielfältige Klanginstallationen, um ihre persönlichen Geschichten zu erzählen. Mit dabei waren Chanhyung und Seunbin aus Korea. Sie hatten Spaß an der Projektarbeit und fanden es toll, dass sie nebenbei ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern konnten. Shabaz aus Syrien und Wahidulla aus Afghanistan schätzten, dass sie durch InterKULTour viele neue Leute kennengelernt haben.

Rap

Texte standen bei der kleinen Gruppe um den Rap-Künstler Uğur Kepenek alias "Busy Beast" im Mittelpunkt. Viele der Jugendlichen brachten schon Erfahrungen aus früheren Workshops mit. Zahra aus Afghanistan war zum vierten Mal dabei: "Unser Leiter hilft uns, Reime zu finden, sodass alles gut klingt." Sie wünscht sich, dass sich zukünftig noch mehr Mädchen trauen, am Rap-Workshop teilzunehmen. Im zweiten Teil des Workshops kamen dann die passenden Beats dazu, die teilweise im benachbarten Workshop "Digitale Musikproduktion" entstanden, der zum ersten Mal angeboten wurde.

Beat

Der Musiker und Produzent Tarek Zarroug erkannte schnell, dass viele seiner Workshopteilnehmer bereits Vorwissen hatten und so konnte es nach dem Kennenlernen der Software zügig an die Produktion von Beats gehen. Matthias hatte über Instagram von der Werkstatt InterKULTour erfahren und war begeistert dabei.

Grafitti

Sieben Teilnehmer*innen erstellen in den beiden Workshopwochen mit dem Graffiti-Künstler Max Menkenhagen ein drei mal vier Meter großes Bühnenbild. Nachdem in den ersten Tagen auf Papier Zeichentechniken geübt worden waren, ging es am Ende der ersten Woche mit den Spraydosen an die große Leinwand. Teilnehmer Sulaimann aus Sierra Leone mag es zu zeichnen und ließ sich von der Graffiti-Szene Düsseldorfs inspirieren. "Ich liebe Graffiti und würde nichts am Workshop ändern."

Tanz

Die Künstlerin Phädra Pisimisi erarbeitete mit sechs Jugendlichen eine Choreographie. Für einige war es der erste Tanzworkshop, aber alle waren mit Begeisterung dabei. Phädra freute es besonders, dass ihre Teilnehmer auch eigene Ideen eingebrachten. Am Ende entstand eine Choreographie zwischen Hip Hop und Modernem Tanz, teilweise mit akrobatischen Elemente.

Präsentation ohne Publikum

War es in den vergangenen Jahren der absolute Höhepunkt die Workshopergebnisse vor Publikum zu präsentieren, musste durch Corona diesmal alles etwas anders ausfallen. Aber das trübte die Freude der jugendlichen Teilnehmer*innen zwischen 14 und 18 Jahren nicht. Unter Ausschluss eines größeren Publikums wurde die Präsentation aufgezeichnet und am Donnerstag (9.7.) im zakk und am Freitag (10. 7.) in der Veranstaltungshalle von "Akki" vorgeführt.

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