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In der neuen Notschlafstelle dürfen auch Hunde mitgebracht werden

Düsseldorf: 80 Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose jetzt in der Graf-Adolf-Straße 73

Eine neue zentrale Möglichkeit für Obdachlose warm und sicher zu übernachten bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit den „franzfreunden“ seit Montag (16.12.) in der neuen Notschlafstelle in der Innenstadt. Im Gebäude der Graf-Adolf-Straße 73 sind drei Etagen ausgestattet worden, in denen auch Paare und Menschen mit Hunden übernachten dürfen. Die Übergangsnotschlafstelle am Vogelsanger Weg 49 ist damit geschlossen, die an der Aldekerkstraße schließt am Mittwoch (18.12.).

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Das Team der Beschäftigungshilfe trug am Montag noch letzte Möbel in die neue Unterkunft Graf-Adolf-Straße 73

Sozialdezernent Burhard Hintzsche und die Leiterin des Amtes für Migration und Integration, Miriam Koch, stellten am Montag die neue Notschlafstelle für Frauen, Männer und Paare im Haus an der Graf-Adolf-Straße 73 vor. Betrieben wird sie von den franzfreunden, die am Montag mit ihren Mitarbeiten noch emsig dabei waren die Ausstattung zu komplettieren. Die Stadt optimiert jetzt zur Winterzeit ihr Angebot der Notschlafstellen und ersetzt mit dem zentralen Standort an der Graf-Adolf-Straße zwei außerhalb gelegene Notschlafstellen an der Aldekerkstraße in Heerdt und am Vogelsanger Weg.

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Es gibt Räume für Frauen, Männer und Paare

Das Haus verfügt über einen Aufzug und ist barrierefrei. Auf drei Etagen wurden Räume hergerichtet. Im ersten Stock gibt es Schlafplätze für Männer, die auch ihre Hunde mitbringen dürfen. In der zweiten Etage können Paare und Frauen übernachten. Männer ohne Hunde finden Platz in der dritten Etage. Platz ist für rund 80 Personen. Damit werden die entfallenden Plätze in Heerdt und am Vogelsanger Weg mehr als kompensiert.

"Mit der neuen integrierten Notschlafstelle auf der Graf-Adolf-Straße schaffen wir eine zentrumsnahe, langfristige Lösung, um die menschenunwürdigen Lebensumstände von schwer erreichbaren Personengruppen maßgeblich zu mildern", erläutert Burkhard Hintzsche, Stadtdirektor und Sozialdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Die integrierte Notschlafstelle auf der Graf-Adolf-Straße ist ganzjährig, täglich von 17.30 bis 8.30 Uhr, geöffnet. Im Rahmen der Winternothilfe können dort auch obdachlose Menschen aus den EU-Staaten übernachten, die keinen Anspruch auf Sozialleitungen haben.

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Waschbecken gibt es auf den Zimmern, Duschen und WCs sind auf dem Flur

Wenn die Übernachtungsstelle um 17:30 Uhr öffnet, können sich Obdachlose dort melden, um ein Bett zugewiesen zu bekommen. Im Winter, so führte Jürgen Plitt, Geschäftsbereichsleitung Wohnungslosenhilfe, aus, dürfen sie nach der Zuweisung das Haus auch noch einmal verlassen. Beispielsweise um den gutenachtbus aufzusuchen oder noch etwas zu erledigen. Im Sommer gilt die Regel, wer eingescheckt hat, muss auch bleiben. Während des Winters wird den Übernachtungsgästen ein Abendessen angeboten, das durch das Engagement der Bürgerstiftung Düsseldorf finanziert wird. Um 8:30 Uhr am Morgen müssen die Bewohner die Unterkunft verlassen, können aber nach Absprache ihr Gepäck da lassen und gegebenenfalls ihr Bett schon für die nächste Nacht erneut reservieren.

Tagsüber gibt es mit dem Café Pur eine Anlauf- und Beratungsstelle gleich in der Nachbarschaft. Anfang 2020 wird die Zahl der von der Stadt finanzierten Streetworker von vier auf fünf Stellen erweitert. Drei der Stellen werden im Bereich der Innenstadt und Altstadt vom Verein aXept! Bekleidet.

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Ab sofort kann hier übernachtet werden

Bisher wurde das Gebäudes auf der Graf-Adolf-Straße als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Aufgrund des Rückgangs der Zahl der unterzubringenden Flüchtlinge konnte diese Nutzung aufgegeben werden. Etwa 80 geflüchtete Frauen, Männer und Kinder wurden in andere Unterkünfte verlegt.

Die Broschüren und die Informationen auf der Homepage der Stadt zu den neuen Angeboten der Notschlafstellen sind noch nicht aktualisiert.

Räumung der Obdachlosencamps

Im Zusammenhang der von Ordnungsdezernent Christian Zaum angekündigten Räumung der Obdachlosencamps am Ehrenhof, am Ratinger Tor und am Kommödchen betonte Burkhard Hintzsche, dass es das langfristige Ziel sei, den Obdachlosen Wohnungen mit eigenen Mietverträgen anzubieten. Leider haben bis auf die Städtische Wohnungsbaugesellschaft die übrigen Düsseldorfer Wohnungsbauunternehmen - trotz unterzeichneter Absichtserklärung im Dezember 2018 - bisher keine Wohnungen zur Verfügung gestellt. Die Stadt finanziert sieben Mitarbeiterstellen, die sich mit der Vermittlung von Wohnraum beschäftigen.

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