Düsseldorf Aktuelles

D_FFF_Gruppe_23082019

Über 200 Aktivisten demonstrierten am Freitag am Düsseldorfer Flughafen

Düsseldorf: „Bleib Am Boden“ – fordert Fridays für Future

Die Aktivisten von Fridays for Future hatten sich das Ende der Ferien für ihren Protest am Düsseldorfer Flughafen ausgesucht. Über 200 Teilnehmer aus Düsseldorf und der Umgebung traten am Freitag (23.8.) an, um die Fluggäste zu informieren, welche Folgen der Flugverkehr und besonders die innerdeutschen Flüge für die Umwelt haben. Nach einem Demonstrationszug vom Fernbahnhof zum Terminal veranschaulichten die meist jungen Teilnehmer die drohende Gefahr der Klimakatastrophe mit einem „Die In“, bei dem sie sich wie tot in die Abflugshalle legten.

D_FFF_Flyer_23082019

Mit Flyern wurde über die Aktion informiert

Die Fridays for Future-Gruppe geht seit acht Monaten in Düsseldorf Woche für Woche auf die Straße und solidarisiert sich so mit vielen anderen Orstverbänden mit den Zielen von Greta Thunberg. Am Freitag organisierten die Düsseldorfer Gruppe gemeinsam mit den Aktivisten von Niederrhein-Wupper eine Aktion unter dem Motto „Bleib Am Boden“ am Düsseldorfer Flughafen. Vom Flughafen Fernbahnhof aus machten sich über 200 Demonstranten auf den Weg zum Terminal. Die Organisatoren hatten auf größere Resonanz gehofft und 1000 Demonstranten angemeldet. Doch so durften alle Teilnehmer zum Flashmob „Die In“ in die Abflugshalle, denn der Flughafen hatte die Zahl der Demonstranten für diese Aktion auf 300 beschränkt.

D_FFF_LM_23082019

Lukas Mielczarek bei der Auftaktkundgebung

Schon auf dem Weg zum Terminal verteilten die Aktivisten Flyer, mit denen sie ihre Aktion erklärten. In klaren Worten wurde darauf beschrieben, wie viel CO2 durch den Flugverkehr erzeugt wird und dass die Menschen zusätzlich durch Fluglärm geschädigt werden. Lukas Mielczarek und seine Mitstreiter riefen nicht nur Parolen. Sie hatten präzise ausgearbeitet, welche Schadstoffe bei der Verbrennung von Flug-Kerosin entstehen, denn es wird nicht nur CO2 erzeugt. Dabei wird keine Steuer auf Kerosin erhoben, was nun versucht wird mit Hilfe einer Petition zu ändern. Der Handel mit CO2-Zertifikaten versuche der Schädlichkeit einen positives Image zu verschaffen, doch dabei werden lediglich die innereuropäischen Flüge berücksichtigt.

D_FFF_Baer_23082019

Mit dem Eisbär wurde für die Petition gegen Steuerfreiheit von Kerosin geworben

Die Friday for Futures fordern die schnelle Entwicklung von neuen Techniken und alternativen Verkehrsmitteln. Realität sei aber, dass ein innerdeutscher Flug oft preiswerter ist als die gleiche Strecke mit dem Zug zu fahren. Die Regierungsstandorte Berlin und Bonn, bzw. in Europa Straßburg und Brüssel, erzeugten eine enorme Reisetätigkeit auf kurzen Distanzen, was dringend geändert werden müsse, fordern die Aktivisten. Dabei dürfe nicht die Ausrede verwendet werden, andere Länder würden auch nichts unternehmen. Deutschland müsse Vorreiter im Klimaschutz werden, wünschten sich die Demonstranten.

Die Aktion am Düsseldorfer Flughafen wurde bewusst auf das Ferienende gelegt, um die Reisenden nicht auf ihrem Weg in den Urlaub zu beeinträchtigen. Doch bei ihrer Rückkehr versuchten die Aktivisten mit ihren Flyern und Gesprächen das Bewusstsein der Fluggäste zu sensibilisieren, vielleicht beim nächsten Urlaub ein anderes Verkehrsmittel zu wählen. Ein Awareness-Team (Bewusstsein) kümmerte sich am Rande der Demonstration um mögliche Konflikte oder Menschen, die sich durch die Veranstaltung gestört fühlten. Die Friday for Future vermittelt nicht nur wichtige Inhalte, sie überzeugten am Freitag erneut durch gute Organisation und disziplinierte Abläufe.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Kinderfest_Pluesch_20190915

Die Stadt spricht von einem „Besucherrekord bei Traumwetter“: Laut ihrer Mitteilung kamen am Sonntag (15.9.) 130.000 Besucher zum Rheinufer. Düsseldorfs Herzkammer verwandelte sich in einem riesigen Spielplatz. Die Spannbreite der Aktionen und Stände reichte von Kuschel-Tieren bis hin zu katholischem Hip-Hop. Krass.

D_Bildung_Rezo_14092019

Bildung ist ein Thema, das die Menschen ihr Leben lang begleitet. So war der 1. Tag der Bildung in Düsseldorf für das breite Spektrum an DüsseldorferInnen gestaltet worden: Von Kindergarten bis zum Seniorenheim, die Angebote waren vielfältig und stießen auf reges Interesse. Die Organisatoren freuten sich über 30.000 Besucher und kündigten bereits die zweite Auflage für das Jahr 2021 an. Dann soll generationsübergreifend "Bildung und Gesundheit" beim 2. Tag der Bildung thematisiert werden.

D_20190914_DUS_RhineCleanUp_Familie

Auf den Rheinwiesen unterhalb des Restaurants Schnellenburg war‘s ein rostiger Grill. An der Theodor-Heuss-Brücke zogen Helfer zwei weiße Plastikstühle aus dem Gebüsch. Im Kiesbett vor den Oberkasseler Rheinwiesen lagen zwar explodierte, aber zum Teil noch mit Schwarzpulver gefüllte Feuerwehrkörper, die an die Düsseldorfer Polizei und Feuerwehr zur Entsorgung übergebe wurden. Hinzu kamen viele hundert Müllsäcke, gefüllt mit Kippen, Splittern, Unrat. Knapp acht Tonnen Müll klaubten mehr als 1800 Helferinnen und Helfer beim zweiten Düsseldorfer RhineCleanUp aus der Natur.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D