Düsseldorf Aktuelles

D_Laschet_Screenschot_20200322

NRW-Ministerpräsident Armin laschet hatte den Entwurf zur Verschärfung der Corona-Auflagen maßgeblich miterarbeitet.

Düsseldorf: Bund und Land verschärfen die Auflagen zur Bekämpfung des Coronavirus

Deutschland verschärft die Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus. Ab Sonntagabend (22.3.) soll ein Kontaktverbot für mehr als zwei Personen gelten. Wer dagegen verstößt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Ausgenommen sind Familien und Personen, die gemeinsam in einem Haushalt leben. Erlaubt bleiben der Weg zum Einkaufen, zur Arbeit, zu Terminen, zur Kindernotbetreuung, zu Prüfungen, zum Arzt oder in die Klinik, Spazierengehen und Sport im Freien. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sagte nach der Schaltkonferenz zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs, man wolle nicht die Mehrheit der Einsichtigen bestrafen, sondern konsequent gegen die Unvernünftigen vorgehen. Auch Merkel gab in Berlin ein Pressestatement ab - und erfuhr dann, dass sie selbst in Quarantäne muss. 

Die Spitzenrunde hat ein Neun-Punkte-Papier beschlossen:
Der Kontakt zu anderen Menschen soll auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt werden. Der Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen in der Öffentlichkeit wird festgeschrieben. Die Gaststätten und Restaurants sollen komplett geschlossen bleiben. Dies gilt auch für alle nicht lebenswichtigen Dienstleistungen, bei denen sich die Menschen besonders nahe kommen: Friseure, Tattoo-Studios, Physiotherapeuten,

Zwölf Bundesländer

Der Beschluss wird im Wesentlichen getragen von 12 der 16 deutschen Bundesländer. In Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland ist bereits ein Ausgangsverbot mit jeweils zahlreichen Ausnahmen in Kraft. Der Freistaat Sachsen hat eine Ausgangsbeschränkung beschlossen, die ab Montag (23.8.) 0 Uhr gilt. Auch dort sind Wege zum Einkaufen und zur Arbeit ausgenommen. Die Maßnahmen gelten für mindestens zwei Wochen.

Kanzlerin dankt

Angela Merkel dankte in ihrer Ansprache „der überwältigenden Mehrheit der Bürger, die verstanden haben“. Dadurch, dass man sich an die staatlichen Auflagen halte, rette man Leben. Wichtig sei, so die Kanzlerin, dass in Deutschland einheitliche Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus gelten. Nach ihrem Pressestatement habe die Kanzlerin erfahren, dass sie nun selbst in Quarantäne muss, teilte Regierungssprecher Seibert mit. Merkel habe Kontakt zu einem Menschen gehabt, der mit dem Coronavirus infiziert ist.

Oberbürgermeister begrüßt

Oberbürgermeister Thomas Geisel begrüßte die weiteren Maßnahmen: „Mir war es wichtig, dass einheitliche Verhaltensregeln im ganzen Land gelten. Die landesweite Rechtsverordnung, die heute noch auf den Weg gebracht werden soll, schafft nun die von mir stets geforderte Klarheit. Wir in Düsseldorf werden selbstverständlich den Vorgaben des Landes folgen und diese konsequent umsetzen. Wir dürfen nie vergessen: All diese Maßnahmen haben den Sinn, dass unser Gesundheitssystem dieser Pandemie standhält. Das hängt im Wesentlichen davon ab, wie gut es uns gelingt, gerade die Menschen zu schützen, die einer großen Gefahr durch das Virus ausgesetzt sind."

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Gesetz_Schwester_06042020

Die Linke NRW und das ver.di Krankenhausnetz NRW hatten am Montagmorgen (6.4.) Vertreter*Innen zu einer Mahnwache vor den Düsseldorfer Landtag geschickt. Mit entsprechendem Abstand zueinander demonstrierten sie dort gegen das Infektionsschutz- und Befugnisgesetzes (IfsBG NRW). Zur gleichen Zeit berichteten Sachverständige im Landtag vor den Mitgliedern des Rechtsausschuss sowie den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales über ihre Ansätze zum neuen Gesetz. Die Entscheidung soll im Landtag am Donnerstagmittag (9.4.) fallen. Dann wollen auch die Demonstranten wieder kommen.

D_Handelsueblich_06042020

Die Stadt Düsseldorf hat nach ihrer Allgemeinverfügung gegen Hamsterkäufe nun die Möglichkeit für ehrenamtliche Einkaufshelfer geschaffen, sich als solche auszuweisen und damit größere Mengen kaufen zu dürfen. Außerdem können Firmen ihre Mitarbeiter, die zur kritischen Infrastruktur gehören, bei der Stadt erfassen lassen, und sie damit im Bedarfsfall für Vorzugsrechte vorzumerken.

D_Taube_06042020

Die Bewohner*Innen der Seniorenheime leiden besonders unter der Corona-Pandemie. Sie sollen ihre Einrichtung möglichst nicht verlassen, dürfen aber auch keinen Besuch empfangen. Am Sonntag wurden 1.150 Senioren*Innen in insgesamt 20 Pflegeheimen von der Bürgerstiftung Düsseldorf mit einem besonderen Gruß überrascht.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D