Düsseldorf Aktuelles

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Staat und Demokratie beleidigen, aber öffentliche Räume nutzen: Europäische Rechtspopulisten haben das Messe Congress Centrum Düsseldorf angemietet 

Düsseldorf Congress vermietet an Rechtspopulisten: Vorn hetzt AfD-Chefin Petry, hinten wohnen Flüchtlinge

Als erstaunlich wenig kundig, protokoll- und prinzipienfest erweist sich die „Düsseldorf Congress Sport und Event“ unter Hilmar Guckert. Sie hat der „Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer“, EKR, für den 13. Februar bereitwillig das Messe Congress Centrum an der Stockumer Kirchstraße 61 für eine Veranstaltung vermietet. Die EKR ist die Fraktion der Rechtspopulisten und EU-Gegner im Europaparlament. Dementsprechend liest sich die Rednerliste: Frauke Petri, Afd, Michael Pretzell, Afd NRW, ein „Bundesparteiobmann der österreichischen FPÖ, HC Strache, und der Slowakische Rechtspopulist Richard Sulik – Lieblingsthese in der Talkshow von Maischberger: „Deutschland wird von Weicheiern regiert“.

Offene Veranstaltung - jeder kann sich anmelden

Während nur wenige hundert Meter weiter Flüchtlinge in einer Messehalle untergebracht sind – sobald die Notunterkunft NRW die Messehalle räumt, will die Stadt Flüchtlinge dort einquartieren - werden vorn im Gebäude die Flüchtlingsgegner und Islamfeinde feixen, hetzen, auf Merkel und die Demokratie schimpfen. Angeblich werden mehrere hundert Personen erwartet. Dabei kann es sich nur um eine Schätzung der Veranstalter handeln, da im Internet Anmeldebögen kursieren, über die sich jeder anmelden kann.

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Hilmar Guckert, Chef der "Düsseldorf Congress": Sie vermietete an Rechtspopulisten

Offenbar ist die Veranstaltung der Rechtspopulisten über Brüssel in der Düsseldorf Messe gebucht worden. Hier hat niemand nachgeprüft, um wen es sich bei den Anfragern handelt. Für die Initiative Düsseldorf stellt sich quer, DSSQ, sagte ihr Sprecher Oliver Ongaro: „Uns bleibt unverständlich, warum die Stadt Düsseldorf als Haupteigentümerin der Messe den Rechtspopulisten Räume vermietet. Wir fordern die Stadt und die Messe auf, den Vertrag zu stornieren. Wird die Stadt nicht reagieren, werden wir der AfD laut und bunt zeigen, dass in Düsseldorf kein Platz für ihre rassistische Stimmungsmache ist.“

Städtische Politiker empört

Städtische Politiker, von report-D, auf die Vermietung angesprochen, reagierten entsetzt. SPD-Parteichef Andreas Rimkus sagte report-D: "Ich hätte diesen Mietvertrag nicht geschlossen. Diese Nationalkonservativen wollen wir hier in der Stadt nicht haben. Düsseldorf steht für eine außerordentliche Willkommenskultur und eine gute Integration." Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel zeigt sich zerknirscht: "Das Management sah keinen Anlass, eine Buchung für eine Fraktion des Europa-Parlaments zu hinterfragen." Dass die Sache nun zu einer Plattform für die AfD wird, sieht Geisel kritisch: "Solche Veranstaltungen passen nicht zu unserer weltoffenen und toleranten Stadt." Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP sagte: „Ich rate den Mitarbeitern von Düsseldorf Congress, intensiver Zeitung zu lesen.“ Den ganzen Nachmittag über glühten die Telefondrähte. Offenbar fürchten die Kaufleute der wenig sensiblen Düsseldorf Congress Regressforderungen und Rechtsverfahren, falls sie den im November 2015 geschlossenen Vertrag nun einseitig kündigen.

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