Düsseldorf Aktuelles

D_Gap15_20200228

Die Unternehmensberatung Ernst&Young schickte alle Mitarbeiter der Düsseldorfer und der Essener Zweigstelle am Freitag nach Hause. Ein Unternehmensberater hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Düsseldorf Coronavirus: Berater von Ernst&Young infiziert – Unternehmen schickt alle Beschäftigten nach Hause

Ein Unternehmensberater von Ernst&Young ist am Coronavirus erkrankt. Er soll im Kreis Heinsberg wohnen und in der Zweigstelle am Graf Adolf-Platz arbeiten. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin wurden nach Bekanntwerden der Infektion alle Mitarbeiter am Freitag nach Hause geschickt. Dies treffe auch auf die Essener Filiale des Unternehmens zu. Dort soll sich der Mann ebenfalls aufgehalten haben. In Köln wurden laut einer Meldung von report-K die ersten Infizierten virenfrei und gesund aus der Klinik entlassen.

Büro zuhause

Zahlreiche Fenster am GAP 15 sind abgedunkelt. Hier am Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf hat Ernst&Young Büros angemietet. Zudem werden aktuell Berater für den Gesundheitsbereich zur Einstellung gesucht. Die 1400 Mitarbeiter der Düsseldorfer Zweigstelle wurden in einer Mail angewiesen, in den kommenden 14 Tagen bei sich zu Hause zu arbeiten und keine Klienten zu besuchen. Zudem solle man nicht mit der Presse sprechen. Unternehmensberater sind in der Regel mit ihrem Laptop bei Mandanten unterwegs. Deshalb gibt es kaum ein Unternehmen, was so schnell und umfassend alle Arbeitsplätze ins Homeoffice verlegen kann.

In Düsseldorf gemeldet

Am Freitagmorgen hatte die Stadt Düsseldorf zunächst Entwarnung gegeben in Bezug auf eine Mitteilung des Kreises Heinsberg. Demzufolge sollte eine der dort infizierten Frauen in Quarantäne Düsseldorferin sein. Dazu teilte die Stadt Düsseldorf mit: Die Frau sei in Düsseldorf gemeldet, halte sich aber seit dem 19. Februar bei ihrem Freund in Heinsberg auf.

Leichte Besserung

Zu dem in den Unikliniken liegenden Ehepaar aus Heinsberg teilte das Hospital mit: Der Zustand des 47 Jahre alten Unternehmers, der am Dienstagabend in einem Krankenwagen nach Düsseldorf verlegt worden war, habe sich stabilisiert – er sei aber unverändert in einem kritischen Zustand. Seine 40 Jahre alte Ehefrau leide ebenso wie er an einer Lungenentzündung, jedoch mit einem deutlichen milderen Verlauf. Nach Angaben der Düsseldorfer Ärzte nehme die Coronavirus-Infektion bei zahlreichen Patienten einen milderen Verlauf. Einige, ältere und bereits zuvor Erkrankte hingegen seien massiv betroffen. Noch sei unklar, warum die Krankheit bei vielen Menschen nur abgemildert auftritt. Im Kreis Heinsberg sind aktuell 35 Personen infiziert. Bis auf das Ehepaar, das in der Düsseldorfer Uniklinik behandelt wird, sind alle anderen in häuslicher Quarantäne, da ihr Zustand eine Klinikunterbringung nicht erfordert.

Infotelefon

Die Stadt Düsseldorf hat ein Infotelefon zum Coronavirus eingerichtet. Es ist runs u die Uhr an allen Tagen erreichbar, so die Stadt. Die Nummer: 0211-8996090. Auch die Schönklinik in Düsseldorf hat zum Coronavirus eine Hotline eingerichtet. Diese sei von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr erreichbar, teilte die Klinik mit: 0211-56711111. Am Wochenende, abends und nachts gebe es zudem den bundeweiten Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigung unter 116117.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_News_17032020

Die Stadt Düsseldorf meldet mit Stand Sonntag (5.4., 17 Uhr) einen weiteren Anstieg der positiv auf den Coronavirus getestete Menschen. Waren es am Freitag noch 575, sind es am Freitag 595 Betroffene, eine Steigerung um 20. Experten schätzen die Dunkelziffer der infizierten um ein Vielfaches höher.

D_CoronaSonntag_KiT_20200405

Die Kontaktsperre gilt für Menschen, nicht für den Frühling. Und so zog es am Wochenende zehntausende Düsseldorfer an die frische Luft. Sonne satt bei 20 Grad und unterhalb der Düsseldorfer Kniebrücke konnte man mit etwas Weitblick auf der Oberkasseler Seite die Schäfchen zählen, anstatt die Raufasertapete im Homeoffice anstarren zu müssen. Ganz ehrlich, liebe Virologen, das war ein mega-geiles Wochenende nach einem verregneten, dunkelgrauen Winter. Die überwiegende Mehrzahl der Flaneure, Radler, Rollerer, Skater war zu zweit unterwegs und hielt Abstand zueinander. Die Treppe am Burgplatz wurde am Samstagabend, 18.30 Uhr, geräumt, weil dort 200 Personen dicht an dicht hockten. Und am Fortuna-Büdchen kehrten Ordnungsamt und Polizei alle halbe Stunde mit dem eisernen Besen.

D_Magnolie_04042020

Das Frühlingswetter am Wochenende verlockt zum Aufenthalt im Freien. Dagegen ist nichts zu sagen, allerdings sollte man auch draußen den erforderlichen Abstand beachten. Für Gruppen, was schon für mehr als zwei Personen gilt (wenn sie nicht sowieso in einem Haushalt leben) gilt ein Versammlungsverbot, was bei Nichtbeachtung teuer werden kann.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D