Düsseldorf Aktuelles

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Abschlusskundgebung vor dem NRW-Landtag: Viele tausend Teilnehmer knieten nieder und reckten ihre Fäuste - gegen den weltweiten Rassismus und zum Gedenken an George Floyd.

Düsseldorf Demonstration: Mehr als 35.000 Menschen protestieren gegen Rassismus

Mehr als 35. 000 Menschen aus ganz Nordrhein-Westfalen haben am Samstag (6.6.) in Düsseldorf gegen Rassismus protestiert. Die Zahl hat report-D mit einem Zählgerät am Rand der Demo ermittelt. Die Düsseldorfer Polizei schätzt, dass rund 20.000 Menschen kamen. Auch das waren wesentlich mehr TeilnehmerInnen als angemeldet. Unter Hinweis auf die mutmaßliche Ermordung von George Floyd am 25. Mai 2020 durch Polizisten in Minneapolis (Minnesota) riefen sie: „No Justice – no Peace“ und „Black Lives matter“.

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Über den Graf-Adolf-Platz zog die Menge zum Landtag NRW.

Da so viele Menschen gegen Ausgrenzung und Hass auf die Straße gehen wollten, musste der Demonstrationszug eine halbe Stunde früher als geplant am DGB-Haus starten. Ziel der Demo war eine Abschlusskundgebung vor dem nordrhein-westfälischen Landtag, bei der die gesamte Wiese an der Bannmeile gefüllt war. Dort knieten tausende nieder und reckten die linke Faust in die Höhe. Auch in Köln gab es am Samstag eine große Demo gegen Rassismus.

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Klares Statement, empor gereckte Faust.

Die Fernsehbilder aus Minneapolis bewegen auch in Deutschland: Acht Minuten und 46 Sekunden lang knien Polizisten auf George Floyd. Ein Polizistenknie drückt dabei unmittelbar auf die Kehle. Vergeblich sagt der Mann am Boden: „I can not breath – Ich bekomme keine Luft.“ Die Demonstration in Düsseldorf wendet sich aber zugleich gegen den Rassismus hierzulande. Nicht alle erkennen, dass ein buntes, vielfältiges Düsseldorf gut ist und das Hautfarbe und Herkunft keine Kriterien sind, nach denen Menschen sortiert werden.

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Schon auf der Friedrich-Ebert-Straße war klar: Zur "Black-Lives-Matter"-Demo kommen sehr, sehr viele.

Schon auf der Friedrich-Ebert-Straße war zu ahnen, dass diese Demo gegen Rassismus deutlich größer werden würde als gedacht. Erst mussten die TeilnehmerInnen bis zur Oststraße vorziehen – dann reichte das aber nicht, den Rückstau bis zum Hauptbahnhof aufzulösen. Deshalb ging der Protestzug eine halbe Stunde eher los als ursprünglich geplant.

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Schier endlos der Demozug auf der Graf-Adolf-Straße - Autofahrer hupten, um ihre Solidarität zu signalisieren.

Und auch das war anders als bei vielen Demos zuvor: Die ausgebremsten Autofahrer hupten häufig – um ihre Solidarität zu zeigen. Unter den TeilnehmerInnen war Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, der anders manche seiner Vorgänger für ein weltoffenes Düsseldorf steht. „Düsseldorf stellt sich quer“, DSSQ, hatte den Lauti, den Lautsprecherwagen, zur Verfügung gestellt und die Organisatoren unterstützt.

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Vor dem Landtag NRW endete die Demo gegen rassismus in Düsseldorf.

Vor dem Landtag wurde vom Lautsprecherwagen aus gesungen, Texte vorgetragen, die gelungene Demo gefeiert. In einer Schweigeminute knieten die TeilnehmerInnen nieder und reckten die linke Faust in den Düsseldorfer Himmel – währenddessen strömten immer noch Menschen aus dem Protestzug auf die Landtagswiese.

Um 16.08 Uhr beendeten die Organisatoren die Veranstaltung – die allen Rassisten und Fremdenfeinden sehr deutlich gemacht hat: Ihr seid – aber sowas von deutlich - in der Minderheit!

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