Düsseldorf Aktuelles

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Stadtdirektor Burkhard Hintzsche testete das Angebot gemeinsam mit Florian Tussing, stellvertretender Vorsitzender im Jugendhilfe-Ausschuss

Düsseldorf: E-Sport und Gaming auf evangelisch !!

Das Jugendreferat der evangelischen Kirche in Düsseldorf geht neue Wege. E-Sport & Gaming sind angesagt. Seit Mittwoch (8.1.) ist das bundesweit erste - nicht kommerzielle - Jugendzentrum zum Thema E-Sport und Gaming geöffnet. Eine bestens ausgestattete Zockerbude für Jugendliche zwischen 12 und 27 Jahren gibt es nun am Alten Hafenbecken in der Altstadt, Akademiestraß 5. Zutritt für Eltern nur gewünscht, wenn sie zu Elternabenden eingeladen werden – denn es wird Fortbildungen für Erwachsene geben, um ihnen die Welt der kids näher zu bringen.

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Vor den Konsolen (Nintendo Switch, Play Station) stehen bequeme Sofas

Die ersten Bedenken wurden bei der Eröffnung gleich zerstreut – niemand muss im Jugendzentrum seine Religionszugehörigkeit nachweisen oder gar regelmäßige Kirchenbesuche. Alle zwischen 12 und 27 Jahren sind willkommen. Einzig beim Alter schauen die vier Hauptamtlichen und fünf ehrenamtlichen Kräfte genau hin.

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Das Team von Jugendzentrum

Denn auf die Altersbeschränkung bei den Spielen wird genau geachtet und Ausnahmen gibt es nicht. Fünfzehn PCs, einige Konsolen und VR-Brillen erwarten die BesucherInnen. Für die Computer gibt es Gaming-Stühle, wer an der Konsole spielen möchte, kann es sich auch auf Couchen gemütlich machen. Stellwände stehen bereit, denn wenn Spiele ab 18 gespielt werden, sollen jüngere Besucher nicht zuschauen können. Für die Computer sind Accounts auf der Plattform Steam angelegt, so dass die Spiele über die Bibliothek ausgewählt werden können.

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Die Übersicht der Spiele

Die Kreissynode der evangelischen Kirche hat lange diskutiert, ob sie dem Projekt zustimmen sollen. Dass Kinder und Jugendliche nicht alleine zu Hause vor ihren Computern sitzen sollen war unstrittig. Doch sollte man nicht lieber Sportangebote machen? Es war Überzeugungsarbeit von Ideen-Geber Ben Schneider notwendig. Er hatte bei einer Programmtagung des Jugendreferats vorgeschlagen neue Wege zu gehen. Zumal E-Sport mittlerweile eine anerkannte Sportart ist, Bundesligavereine eigenen Mannschaften betreiben und erste Stimmen die Zulassung zu Olympia fordern.

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Burkhard Hintzsche, Superintendent Heinrich Fucks und Karl-Hermann Otto, Leiter der evangelischen Jugend bei der Eröffnung

Die Idee überzeugte und durch finanzielle Unterstützung des Kirchenkreises, der Stadt und von Sponsoren nahm das Projekt „Pop-Up Jugendzentrum E-Sport & Gaming“ Gestalt an. Zunächst ist es auf vier Monate begrenzt, danach will man die Erfahrungen diskutieren. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche prophezeite bereits bei der Eröffnung den Erfolg. Er hält den Weg für richtig, denn an der Technik käme man nicht vorbei. Das Gaming auf diesem Wege aus der Nische zu holen, um die Jugendlichen zu einem Miteinander zu begeistern sei eine gute Idee.

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Die Ansicht des Jugendzentrums vom Hafenbecken aus, hier ist auch der Eingang

Neben dem Gaming für den Nachwuchs soll es auch Angebote für Eltern geben. In Elternabenden soll ihnen die Spiele-Welt der Kinder näher gebracht werden. Sie können sehen welche Spiele es gibt und es nicht bei allen nur ums Morden geht. Die Räume können aber auch von Gruppen gemietet werden, Profi-Gamer können trainieren und Turniere sind geplant.

Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Freitag von 16 bis 22 Uhr und Samstag von 14 bis 24 Uhr. Der Eingang ist von der Seite des alten Hafenbeckens.

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