Düsseldorf Aktuelles

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Der Impfstoff von Johnson&Johnson kommt zum Einsatz, hier reicht eine Injektion zum vollständigen Schutz

Düsseldorf: Eine Impfung reicht - Impfstart mit Johnson&Johnson bei Wohnungslosen

Fast 4000 Impfdosen des Herstellers Johnson&Johnson hat die Stadt Düsseldorf für Obdachlose, Wohnungslose und deren Betreuer reserviert. Am Montag (3.5.) wurden die ersten Impfungen verabreicht. Bei diesem Impfstoff reicht eine Impfdosis aus. Da die Terminplanung bei Wohnungslosen nicht immer einfach ist, erhalten sie nun bevorzugt diese Sorte Impfstoff.

Angebot für Wohnungslose Menschen

Koordiniert vom Amt für Migration und Integration starteten am Montag die Impfungen für Beschäftigte und Bewohner von stationären Wohneinrichtungen und Obdachlosenunterkünften, Tagesaufenthalten, Kontakt- und Beratungsstellen sowie Arbeits- und Beschäftigungshilfen, den Streetworkern, hilfesuchenden Obdachlosen in den ambulanten Hilfsangeboten sowie den obdachlosen Menschen, die auf der Straße leben.

71 Einrichtungen beteiligen sich

Die Anbieter der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe haben 3.424 Nutzer von 71 Einrichtungen benannt, die geimpft werden sollen. Weitere 63 Mitarbeiter*innen sollen im Impfzentrum geimpft werden.

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Wolfgang Weber (59) wird von Dr. Amelie Fromen im Markus-Haus geimpft

31 Einrichtungen sind bereits darauf eingerichtet, dass die mobile Impfteams bei ihnen vor Ort impfen. Bereits in dieser Woche werden 13 Einrichtungen von den Teams aufgesucht. Darunter das Markus-Haus der Diakonie Düsseldorf, in denen suchtkranke und wohnungslose Menschen langfristig auf einen selbstbestimmten Alltag vorbereitet werden und eine Perspektive entwickeln.

Da nicht alle Einrichtungen über geeignete Räumlichkeiten für die Impfung verfügen, wird derzeit geprüft, ob das Atrium am Hauptbahnhof dafür genutzt werden kann. Die medizinische Hilfe für Wohnungslose hat angeboten, eine Impfsprechstunde pro Woche einzurichten.

Impfstoff von Johnson&Johnson

3.955 Impfdosen des Herstellers Johnson&Johnson stehen für die Aktion bereit. Ein Vorteil dieses Impfstoffs ist die einfachere Handhabung. Er kann drei Monate lang bei Kühlschranktemperatur aufbewahrt werden. Der BionTechPfizer-Impfstoff muss bei minus 60 bis minus 80 Grad Celsius gelagert werden. Das Moderna-Vakzin immerhin noch bei minus 15 bis minus 25 Grad Celsius. Johnson&Johnson hat die klinische Entwicklung und Zulassung auf die einmalige Impfung abgestimmt. Alle bisher zugelassenen Impfstoffe schützen vor einer schweren Erkrankungen an Covid-19.
Stadtdirektor und Krisenstabsleiter Burkhard Hintzsche: "Mit dem mobilen und kurzfristigen Impfangebot im Bereiche der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe möchten wir gezielt auch auf die Menschen zugehen, die keinen dauerhaften Aufenthaltsort haben und das bestehende Hilfesystem aus unterschiedlichsten Gründen meiden. Viele Personen der Zielgruppe haben keinen Zugang zu digitalen Medien, so dass eine Terminvereinbarung nicht ohne Weiteres möglich ist. Deshalb ist es wichtig, dass Hilfe schnell und unbürokratisch angeboten wird."

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