Düsseldorf Aktuelles

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Der blaue Elefant ist das Maskottchen des Kinderschutzbundes und wird von den Kindern begeistert empfangen - wenn Aktionen möglich sind, Archivbild

Düsseldorf: Gemeinsam ein Zeichen setzen am internationalen Tag der gewaltfreien Erziehung

„#gewaltfreierziehen“ heißt die Kampagne des Kinderschutzbund Düsseldorf, mit dem am 30. April, dem internationalen Tag der gewaltfreien Erziehung, der Fokus auf ein Problem gelenkt werden soll, dass vielen nicht bewusst ist. Denn Gewalt fängt nicht bei Schlägen an. Demütigungen, Misstrauen, Drohungen oder Liebesentzug können bereits Gewalt darstellen und für die Kinder ein Leben lang zur Belastung werden.

30. April

Der Kinderschutzbund Düsseldorf informiert in den Sozialen Medien mit der Kampagne #gewaltfreierziehen und lädt alle Düsseldorfer*innen ein, am 30. April ein deutliches Zeichen für eine gewaltfreie Erziehung zu setzen. Beispielsweise kann das Profilbild dem Hashtag #gewaltfreierziehen versehen werden. Ein entsprechender Filter ist auf Facebook hinterlegt.

Unterstützer der Aktion

Die Tonhalle Düsseldorf bewirbt mit einem Fassadenbanner die Aktion #gewaltfreierziehen. Und auch der Landtag NRW, die Rheinbahn und die Wall GmbH engagieren sich. Auf der LEDWand am Landtagsgebäude sowie auf allen Screens in den U-Bahnstationen und auf Citylight-Postern im Stadtgebiet ist das Aktionsmotiv #gewaltfreierziehen in diesen Tagen zu sehen.

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Michael Becker und Hauke Duckwitz vor dem Banner an der Tonhalle,Foto: Susanne Dienser

Der Intendant der Tonhalle, Michael Becker, ist 2021 Schirmherr des Kinderschutzbunds Düsseldorf und hat eine klare Meinung: „Es ist mir ein Herzensanliegen, zum Tag der gewaltfreien Erziehung gemeinsam
mit dem Kinderschutzbund ein starkes Zeichen zu setzen. Gewaltlosigkeit gegenüber Kindern ist eine Verantwortung, die wir alle in unserer Gesellschaft tragen. Wir dürfen nicht aufhören, über gewaltfreie Erziehung zu reden und alle Menschen dafür zu sensibilisieren.“

Grundrecht für Kinder

Im Jahr 2000 wurde das Grundrecht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung ins deutsche Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen, was zu einem Bewusstseinswandel in der Gesellschaft geführt hat. Mehrheitlich lehnen die Eltern inzwischen Gewalt als Erziehungsmethode ab. Dennoch ist sie aus dem Familienalltag noch längst nicht verschwunden. Vielen Erwachsenen ist nicht bewusst, dass Gewalt schon mit scheinbaren „Kleinigkeiten“ anfängt. Ein Kind vor anderen als „immer schusselig“ zu bezeichnen, es in der Hitze eines Streits anzuschreien und mit Schimpfwörtern zu belegen, ein wütendes Kleinkind ins Kinderzimmer zu sperren oder ein Baby schreien zu lassen, weil es „das ja extra tut“ – all dies bedeutet letztlich Demütigung, Misstrauen,
Verängstigen, Liebesentzug, betonen die Experten des Kinderschutzbundes.
„Da braucht es gar keine Klapse, Ohrfeigen oder gar Prügel. Die seelischen Folgen jeglicher Form von Gewalt – psychisch wie physisch – können für die Kinder ein Leben lang zur Belastung werden“, weiß Bettina Erlbruch, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Düsseldorf.

Angebote für Familien

Die Corona-Pandemie stellt viele Familien vor große Herausforderungen und Eltern stoßen häufiger an ihre Belastungsgrenzen. Unterstützung finden sie bei dem breiten Beratungsangebot und der Seminarreihe „Starke Eltern – Starke Kinder ®“ (aktuell online) des Kinderschutzbund Düsseldorf. Familien soll geholfen werden, trotz der andauernden Belastungen der Pandemiesituation eine Erziehung frei von psychischer und physischer Gewalt in ihrem Alltag umzusetzen.

„Kinder und Eltern dürfen auch und gerade in Zeiten von COVID-19 nicht allein gelassen werden. Daher wollen wir vom Kinderschutzbund Düsseldorf das Thema noch sichtbarer machen und auch unter den aktuellen Umständen weiter für die Familien unserer Stadt da sein“, erklärt Dr. Hauke Duckwitz,
Vorsitzender des Ortsverbands Düsseldorf. „Der Tag der gewaltfreien Erziehung soll die Eltern ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung zu verwirklichen – und sich dabei gegebenenfalls auch professionell unterstützen zu lassen.“

Informationen zu den aktuellen Hilfe-Angeboten für Eltern und Kinder finden sie hier.

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