Düsseldorf Aktuelles

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Der ehemals triste Bauzaun ist am Wochenende zur Hall of Fame geworden. Für die schönstens Graffitis kann noch bis 1. November abgestimmt werden

Düsseldorf Gerresheim: Es tut sich was im Glasmacherviertel

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde das Projekt Glasmacherviertel vor sich hin schlummern. Doch nicht nur der Graffiti-Wettbewerb am Bauzaun des Geländes ist ein Anzeichen für den Wandel, der dem Grundstück bevorsteht. Alle Bürger*innen sind eingeladen die entstandenen Graffitis anzuschauen und online für die Schönsten abzustimmen. Die Projektvorbereitungen für das neue Wohngebiet laufen und die Verantwortlichen wollen sofort starten, wenn die Genehmigungen der Stadt vorliegen. Bereits 2021 könnte mit ersten Erschließungsarbeiten wie Straßen- und Kanalbau begonnen werden.

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Andreas Mauska, Geschäftsführer der Glasmacherviertel GmbH & Co. KG freut sich, wenn es auch auf dem Gelände endlich losgehen kann

Hötter-Art am Glasmacherviertel

Am Samstag (17.10.) lag Lackgeruch über dem Glasmacherviertel und das klackern von Sprühdosen war deutlich zu hören. 23 Künstler hatten jeweils einige Meter des Bauzauns entlang der Heye- und Torfbruchstraße als Kreativraum erhalten. Beim Wettbewerb „Hötter-Art“ hatten die Geschäftsführer der Glasmacherviertel GmbH & Co. KG namhafte Sprayer eingeladen, bei freier Themenwahl Graffitis zu erstellen. Einzige Vorgabe war die Farbe rot, die als Markenzeichen für das Glasmacherviertel stehen wird. Im Laufe des Tages entstanden verschiedenste Motive, die nun live vor Ort oder auf der Homepage des Glasmacherviertels angeschaut werden können.

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Die 23 Graffitis können auf der Homepage bewertet werden

Alle Bürger*innen sind eingeladen, die schönsten Graffitis zu küren und auf der Seite dafür abzustimmen. Die Stimmabgabe ist noch bis zum 1. November möglich. Jedem Graffiti können zwischen einem und fünf Sternen gegeben werden. Nach dem Voting kommen am 2. November sechs Werke in die Endauswahl. Eine Jury, bestehend aus Glasmacherviertel Geschäftsführer Andreas Mauska, Mitorganisator und Künstler Damian Bautsch und Agenturchef Andreas F. Rottmann, werden die besten drei auswählen. Die Sieger erwarten Preisgelder von 600 Euro, 400 Euro und 200 Euro.

Wer die Graffitis genauer anschauen möchte, kann dies hier tun und für seine Favoriten abstimmen.

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Die Spraygosen für den Contest wurden gestellt, dann war die Kreativität der Künstler*innen gefragt

Geschichte als Graffiti

Bereits vor dem Graffiti-Wettbwerb waren über mehre Tage fünf Auftragskünstler aktiv, die große Teile der Wand an der Torfbruchstraße gestaltet haben. Auf 80 Metern bildeten sie ganz individuell die Geschichte des Glasmacherviertels nach. Die Düsseldorfer Graffiti-Künstler Ami one, Magic One alias Oliver Räke, KJ263, Marc Hennig und Ben Mathis verewigten mit dem Schriftzug „Glasmacherviertel“außerdem „Little Italy“, „Coca-Cola“ und „Max Schmeling“, der neben seinem Weltruhm als Boxer auch die Abfüll- und Vertriebsrechte von Coca-Cola besaß und dafür seine Flaschen in Gerresheim bezog. Eine Herausforderung war dabei für alle Sprayer, die wellige Oberfläche des Baustellenzaun, so dass sich die Motive je nach Blickwinkel verändern.

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Die Wellen des Bauzauns erzeugen verschiedene Perspektiven

Bis jetzt noch ungestaltet ist der Bauzaun entlang der Straße „Nach den Mauresköthen“. Auch dort kann sich Andreas Mauska vorstellen, die Fläche zur Gestaltung freizugeben und weitere Meter „Hall of Fame“ in Gerresheim zu kreieren.

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Hier ist noch viel Raum für weitere Kunstwerke

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