Düsseldorf Aktuelles

D_Puls_Gruppe_27102016

Die Organisatoren und Akteure der Veranstaltung Film & Talk Diskriminierung auf dem Sportplatz im Metropol Kino

Düsseldorf: Homophobie im Sport - Film & Talk im Metropol Theater

Ein Thema ist es - immer noch: Erst am vergangenen Wochenende zeigten Berliner Fußballfans ein 50 Meter langes Transparent mit homophober Aufschrift. Zu dem Film „Zwei Gesichter“ trafen sich am Mittwoch (26.10.) knapp 100 Interessierte im Metropol Kino und diskutierten im Anschluss über die Situation von Schwulen und Lesben im Sport. Eine Veranstaltung im Rahmen des ersten NRW - Fußball-Filmfestivals.

Die Gesellschaft müsste sich klar positionieren

Bekenntnisse gegen Diskriminierung, Rassismus und Homophobie gibt es viele. Doch oft erscheinen sie oberflächlich, denn immer wieder kommt es zu Diskriminierung von Sportlern wegen ihrer sexuellen Orientierung. In den vergangenen Jahren, seit dem Outing von Thomas Hitzlsperger, hat sich etwas getan. Doch nach Meinung der Besucher des Film & Talks im Metropol noch lange nicht genug. Zu der Veranstaltung hatten PULS, die Landesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte NRW und das F95 Fanprojekt eingeladen. Patrick Arnold vom Fanprojekt konnte Bürgermeisterin Zepuntke, Jürgen Schattmann als Vertreter des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, Martin Endemann als Sprecher von "Fußballfans gegen Homophobie", Nico Schulte, dessen Biografie in den Film „Zwei Gesichter“ einfloss und Josefine Paul, Mitglied des Landtages und Sprecherin bei den Grünen für Frauen- Queer- und Sportpolitik.

D_Puls_Podium_27102016

Martin Endemann, Jürgen Schattmann, Josefine Paul und Nico Schulte (v.l.) diskutierten auf dem Podium

Über Homophobie darf nicht hinweggesehen werden

Einigkeit bestand bei allen, dass der Deutsche Fußballbund (DFB) das Thema Homophobie immer noch ausklammert. Zwar wird mittlerweile bei Trainerausbildungen auch darüber gesprochen und den Vereinen Flyer zur Verfügung gestellt. Im Alltag versucht man das Thema aber zu umgehen. Gewalt in den Stadien wird beispielsweise nur in Verbindung mit Schlägereien verurteilt. Es ist noch nicht vorgekommen, dass ein Spiel wegen homophoben Schmähgesängen oder Transparenten unterbrochen wurde – obwohl die Spielregeln dies ermöglichen würden.

Strukturen machen Veränderungen schwierig

Martin Endemann wünscht sich Solidarität von aktiven und bekannten Spielern, da sie oft als Idole und Vorbilder gelten und so vielleicht auch Fans beeinflusst würden. Aber auch das Outing von Thomas Hitzsperger kam erst nach dem Ende seiner aktiven Karriere.

Einen Grund dafür sieht die Grünen-Landespolitikerin Josefine Paul in der traditionellen Struktur der Sportvorstände und Funktionäre: „männlich, weiß und älter als 50 Jahre“ – da sei es schwierig, etwas zu bewegen. Kommerzielle Interessen dürften kein Grund sein, Ausgrenzungen nicht entgegen zu treten.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Kultur_Kraemer_22062017

Das Band zwischen Düsseldorf und Frankfurt scheint eng, zumindest was die Kunst angeht. Bereits den zweiten Kunstgriff in die Führungsetage der Frankfurter Museen und Kunsthäuser haben die Findungskommissionen getätigt: Dr. Felix Krämer tritt ab dem 1. Oktober 2017 die Nachfolge von Beat Wismer an und übernimmt als Generaldirektor und Künstlerischer Leiter die Stiftung Museum Kunstpalast.

D_Sternfahrt_Pilgerpass_23062017

Düsseldorf ist in diesen Tagen Fahrradstadt, das merkt man an allen Ecken. Doch vor dem Grand-Depart-Wochenende geht am Samstag (24.6.) eine Aktion an den Start, die vielen Kindern auch nach der Tour noch das Radfahren ermöglicht. In einer Sternfahrt an acht Stationen in Düsseldorf können Stempel gesammelt werden. Die Teilnehmer strampeln und haben Spaß, die Sponsoren geben für die gefahrenen Strecken Geld. Davon werden Kitas, Schulen und Einrichtungen mit Zweirädern versorgt. Jeder einzelne Stempel zählt und bringt Geld für neue Fahrräder.

D_Unternehmerin_Siegerinnen_20170623

Giovanni Boccacio lässt es uns spüren, dass er zu einer Zeit lebte, in der ein kleiner Bauch so etwas war wie eine Lebensversicherung. „Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat“ wird als Zitat im 14. Jahrhundert eben jenem Genießer zugeschrieben. Stefania Lettini (41) hat sich das freimütige Bekenntnis Boccacios auf die eigene Webseite geschrieben. Auch das hat die Betriebswirtin auf den Thron der Düsseldorfer Unternehmerin des Jahres 2017 gelupft. Verliehen wird der Titel vom Unternehmerinnen-Netzwerk Frauenbande,

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D