Düsseldorf Aktuelles

D_ZeroCovid_3Welle_10042021

ZeroCovid Düsseldorf fordert die 3. Welle durch einen Shutdown zu stoppen

Düsseldorf: Initiative ZeroCovid demonstriert weiter für kurzen solidarischen Shutdown

Gespannt blicken die Aktivisten der Initiative ZeroCovid auf die kommenden Tage und die Entscheidungen zu den neuen Regelungen der Corona-Maßnahmen. Sie sehen sich bestärkt durch die Aussagen der Wissenschaftler, dass das bisherige Vorgehen Der Bundes- und Landesregierung mit unterschiedlichsten Regelungen bei den Bürger*innen zu Verunsicherungen und Unzufriedenheit führt. Am Samstagnachmittag (10.4.) informierte die Initiative am Zeitfeld am Volksgarten die Passanten über ihre Ziele und Forderungen.

D_Zerocod_2_10042021

Am Zeitfeld im Volkgsgarten wurde die Forderung des Shutdowns auf Plakaten dargestellt

Internationaler Aktionstag

Deutschlandweit haben sich Gruppen zusammengefunden, die lokale Aktionen zur Initiative ZeroCovid organsisieren. In Düsseldorf sind rund 30 Menschen aktiv, die am Samstag bereits die vierte Kundgebung veranstalteten. Am 10. April riefen international ZeroCovid-Aktivisten zu Demonstrationen für einen solidarischen Lockdown auf. Das Engagement ist überparteilich und möchte auf die, in ihren Augen, unzureichende Corona-Politik der Bundes- und Landesregierung aufmerksam machen.

Forderung nach hartem Lockdown

Anfang des Jahres startete die ZeroCovid-Kampagne. Sie spricht sich für einen harten Lockdown über drei Wochen aus, um die dritte Welle der Pandemie zu bekämpfen. Dabei soll eine langfristige Strategie entwickelt werden, um den Menschen eine Perspektive zu bieten. Die Menschen wollen eine Lösung und nicht länger ein hin und her.

Der geforderte Lockdown bezieht dabei nicht nur auf Kultur, Gastronomie und Einzelhandel. Er soll auch Firmen einschließen, deren Mitarbeiter dabei eine bezahlte Pause erhalten. So könne das Infektionsgeschehen drastisch reduziert werden und die Gesundheitsämter wären wieder in der Lage die Nachverfolgung zu beherrschen.
Außerdem müsse das Personals im Gesundheitswesen sowie besonders Betroffene, z.B. EmpfängerInnen von Hartz IV, Solo-Selbstsändige oder Studierende besser unterstützt werden. ZeroCovid argumentiert, dass eine mehrwöchige Arbeitspause in der Wirtschaft unausweichlich sei, um möglichst viele Menschenleben zu retten und gesundheitliche Spätfolgen zu vermeiden.

D_ZC_gross_18032021

Am 18. März demonstrierte ZeroCovid vor dem Rathaus, es folgten Aktionen auf dem Oberbilker Markt und Schadowplatz

Die derzeitigen Maßnahmen seien einseitig und belasten die Menschen in ihrem Privatleben durch Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren, während das Arbeitsleben und damit die Unternehmen geschont würden. Die Düsseldorfer Initiative ZeroCovid fordert eine konsequente Pflicht zum Home-Office und eine Pause für alle nicht unbedingt notwendigen Unternehmen. An Oberbürgermeister Keller richten die AktivistInnen den Appell, sofort die Notbremse zu ziehen und Geschäfte und städtische Einrichtungen zu schließen. Damit dürfe nicht gewartet werden bis die Intensivstationen der Düsseldorfer Krankenhäuser gefüllt seien.

Das sind die Forderungen von ZeroCovid

1. Gemeinsam runter auf Null: Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir eine solidarische Pause von einigen Wochen. Shutdown heißt: Wir schränken unsere direkten Kontakte auf ein Minimum ein – und zwar auch am Arbeitsplatz!
2. Niemand darf zurückgelassen werden: Menschen können nur zu Hause bleiben, wenn sie finanziell abgesichert sind. Deshalb ist ein umfassendes Rettungspaket für alle nötig.
3. Ausbau der sozialen Gesundheitsinfrastruktur: Der gesamte Gesundheits- und Pflegebereich muss sofort und nachhaltig ausgebaut werden.
4. Impfstoffe sind globales Gemeingut: Eine globale Pandemie lässt sich nur global besiegen. Öffentliche und private Unternehmen müssen umgehend die erforderliche Produktion von Impfstoffen vorbereiten und durchführen. Impfstoffe sollten der privaten Profiterzielung entzogen werden.
5. Solidarische Finanzierung: Die notwendigen Maßnahmen kosten viel Geld. Die Gesellschaften in Europa haben enormen Reichtum angehäuft, den sich allerdings einige wenige Vermögende angeeignet haben. Mit diesem Reichtum sind die umfassende Arbeitspause und alle solidarischen Maßnahmen problemlos finanzierbar.

Die Petition ZeroCovid wurde Anfang des Jahres gestartet und erreichte bisher bundesweit rund 110.000 Unterschriften. Hier geht es zu weiteren Informationen.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_open_19032020

Da der Inzidenzwert in Düsseldorf seit Anfang der Woche unter 150 liegt (am Freitag aktuell bei 120) ist Click & Meet ab Samstag (8.5.) in Düsseldorf beim Einzelhandel wieder möglich. Dafür ist eine Terminvereinbarung, ein Negativtest - oder für Geimpfte und Genesene eine entsprechende Bescheinigung - und das Tragen einer Maske erforderlich.

D_F95_Depression_07052021

Die Initiative “United We Stand” von Fortuna-Fans startet in Kooperation mit dem Verein Fortuna Düsseldorf Online-Auktionen, bei denen Liebhaberstücke und Fanartikel zugunsten des Düsseldorfer Bündnis gegen Depression unter den Hammer kommen. Am Samstag, den 8. Mai um 15:30 Uhr geht es mit der ersten Runde los. Am 15. und 22. Mai folgen zwei weitere Versteigerungen. Die Aktion hat zum Ziel, auf die Krankheit Depression aufmerksam zu machen, die in der Gesellschaft weit verbreitet ist und trotzdem oft tabuisiert wird.

D_Corona_Mai_10502021

Die Zahl der Düsseldorfer*innen, die aktuell positiv auf das Corona-Virus getestet wurden liegt am Freitag (7.5.) bei 23.468 und damit 121 höher als am Vortag. Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz (Zahl der Neuerkrankungen der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner) liegt derzeit in Düsseldorf bei 120,0 (127,4). In Klammern die Zahlen des Vortages.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG