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Raucher sollen ihre Kippen in die Kippengeister stecken und nicht in die Natur schmeißen

Düsseldorf: „Kippengeister“ zum Weltnichtrauchertag

Der 31. Mai ist der Weltnichtrauchertag. Dies hat das Team von „Blockblocks Rhein Cleanup“ zum Anlass für eine Aktion genommen, mit der Kippen aus der Umwelt verschwinden sollen. Online gibt es eine Bastelanleitung, die leere Tetrapaks in „Kippengeister“ verwandelt und damit zum Aschenbecher macht. Denn neben den gesundheitlichen Risiken, die Zigaretten für die Raucher bedeuten, sind die Kippen eine große Gefahr für die Natur und die Umwelt.

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Kippen gehören nicht in die Natur

Weltnichtrauchertag in Düsseldorf

Der Weltnichtrauchertag findet alljährlich am 31. Mai statt. Er wurde 1987 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Jedes Jahr stellen die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen den Weltnichtrauchertag unter ein Motto, das diesmal "Kill yourself starter kit - Lass dich nicht manipulieren" lautet. Ziel ist es auf den weltweiten Tabakkonsum und die dadurch verursachten Todes- und Krankheitsfälle aufmerksam zu machen. Aufklärung und Prävention spielen dabei eine wichtige Rolle. In den vergangenen Jahren startete die Stadt Düsseldorf mit verschiedenen Kooperationspartnern Aktionen zum Weltnichtrauchertag. In diesem Jahr verweist die Stadt lediglich auf die Facebookseite des gemeinsamen Bündnisses "Generation rauchfrei" die man hier findet.. Dort können Anregungen, Ideen und Vorschläge, die beim Kampf gegen das Rauchen helfen, gepostet werden.

Gefahr für Raucher und die Umwelt

Eine Aktion gegen die Reste des Rauchens, die Zigarettenkippen startet Victoria Blocksdorf und ihre Mitstreiter von „Blockblocks Rhein Cleanup“. Denn die Zigaretten schaden nicht nur den Konsumenten, ihre Überreste belasten die Umwelt und Natur für Jahrzehnte. Viele Raucher schmeißen ihre Kippen überall hin: auf Bürgersteige, an Bushaltestellen, in Parks, am Rheinufer, in den Wiesen oder im Sand und an vielen weiteren Stellen. Allein eine weggeschnippte Kippe kann 40 bis 60 Liter Wasser verseuchen und enthält bis zu 4.000 giftige Stoffe, die vom Regen ausgespült werden und dann in Böden und Gewässer übergehen. Problematisch sind die Filter, denn sie bestehen nicht aus natürlichem Material, sondern aus Celluloseacetat, einem schwer abbaubarem Kunststoff. Es dauert viele Jahre, bis die Filter in ihre kleinsten Partikel zerfallen und in dieser Zeit stellen sie auch eine Gefahr für Tiere dar, die sie fressen.

„Kippengeister“

Um möglichst viele Kippen zu sammeln, ruft „Blockblocks Rhein Cleanup“ dazu auf, „Kippengeister“ zu basteln und damit auf das sorglose Wegschnippen von Kippen hinzuweisen und sie gleichzeitig zu sammeln. Denn mit der Online-Anleitung kann aus einem leeren Tretrapak-Karton ganz einfach eine Kippenbox gebastelt werden.

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Hier hängt ein Kippengeist am Rhein, Foto: Blockblocks Rhein Cleanup

Christine Lanari, die seit kurzem die neue Untergruppe „Blockblocks Düssel Cleanup“ organisiert, hatte die Idee. Die Kippengeister sollen an möglichst vielen Stellen angebracht werden, an denen sonst unzählige Kippen auf dem Boden landen würden. Ziel ist, dass viele ihre ausgedrückten Kippen so entsorgen oder vielleicht sogar noch weitere aufsammeln und mit hineinpacken. So könnten wie von Geisterhand die Kippen verschwinden. Auf den Kippengeistern gibt es Informationen dazu, wie schädlich die Zigarettenreste für Umwelt und Natur sind.

Hüter des Kippengeist

„Wer seinen Kippengeist aufhängt, wird automatisch zum „Ghosthost“ und muss natürlich dafür sorgen, dass dieser wenn er voll ist, auch geleert oder entsorgt wird.“ erklärt Victoria Blocksdorf, Gründerin von „Blockblocks Rhein Cleanup“. Schon im vergangenen Sommer machte die Initiative mit einem Kippen-Cleanup auf der Oberkasseler Festwiese auf dieses Problem aufmerksam. 18.000 Kippen konnten sie damals innerhalb von 2 Stunden mit 30 Helfern einsammeln. Eine erschreckende Menge, die allein schon 720.000 Liter Wasser verseuchen kann.

Die Anleitung zum Kippengeist gibt es hier.

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