Düsseldorf Aktuelles

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Politiker und Bahnmanager drehten gemeinsam die ersten RRX-Schrauben ins Gleisbett

Düsseldorf – Köln: Politik und Bahn bringen den schnellen RRX auf die Schiene

Es hatte etwas von einem Klassenausflug: Bahn-Eminenz Ronald Pofalla, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, der Landesverkehrsminister Michael Groschek, Kölns Verkehrsdezernentin Andrea Blome in Vertretung für ihre erkrankte Chefin Henriette Reker, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel plus eine Handvoll weiterer, wichtiger Grauanzug-Träger drehten am Mittwoch voller Energie die ersten drei Schrauben in neue Schwellen. So brachten sie den RRX auf die Schiene. Die schnelle Regionalverbindung.

Sieben Linien zwischen Dortmund und Aachen, moderner als der heutige Regionalexpress, getaktet alle Viertelstunden und auf eigenen Gleisen. Knapp 3 Milliarden Euro werden investiert. Und doch gibt es im nordrhein-westfälischen Bahnkunstwerk immer noch Sollbruchstellen, die alles jäh stoppen oder zumindest auf Jahre hinaus verzögern könnten.

Streitpunkt: Der Bahnlärm in Düsseldorf Angermund

Eine davon liegt in Düsseldorf-Angermund. Gegen den vom RRX zusätzlich ausgehenden Bahnlärm will die Deutsche Bahn eine Lärmschutzwand einziehen; die Anwohner fordern einen Lärmschutzdeckel – über den Gleisen. Elke Wagner von der Bürgerinitiative Angermund schaute sich heute ds Spektakel in Köln an – wohl wissen, dass eine Klage droht, falls es zwischen Bahn und Anwohnern nicht zu einer Einigung kommt.

Groschek und die "Mobilität der Extraklasse"

Das wäre schade, meinte Verkehrsminister Groschek: „Durch den RRX können täglich rund 24.000 Personenfahrten vom Auto zum ÖPNV verlagert werden“, sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek. „So erreichen wir unser Ziel, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Gerade im Rhein-Ruhr-Raum, dem dichtesten Ballungsgebiet Europas, ist eine verbesserte Schieneninfrastruktur unbedingt notwendig. Der RRX bietet mehr Komfort und Pünktlichkeit für Bahnreisende und Pendler, außerdem weniger Staus auf den Straßen – das nenne ich Mobilität der Extraklasse.“

Moderne Nahverkehrszüge aus Krefeld

Im Siemens-Werk Krefeld sind 82 RRX-Züge bereits in Auftrag gegeben – sie allein kosten eine Viertelmilliarde. Solange an den eigenen Gleisen noch gearbeitet wird, sollen sie – nach und nach – die alten Regionalexpress-Züge ersetzen. Die Deutsche Bahn bringt 50 Regionalbahnhöfe in Schuss – was weitere 150 Millionen Euro verschlingen wird.

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