Düsseldorf Aktuelles

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(v.l.) Miriam Koch (Flüchtlingsbeauftragte), Birgit Lilienbecker (Gebäudemanagement), Gudrun Siebel (AWO) und Karsten Kunert (Bürgermeister BV7) 

Düsseldorf Ludenberg: Das Problem sind die Nachbarn, nicht die Flüchtlinge

In den kommenden Tagen werden die ersten Flüchtlinge in die Wohnanlage an der Blanckertzstraße in Ludenberg einziehen. Die Flüchtlingsbeauftrage Miriam Koch lud am Mittwoch (11.11.) die AWO als Betreuer der Anlage, die Bezirksvertreter, die Presse und die Nachbarschaft ein, sich selber ein Bild von der Unterkunft zu machen.

Vier Gebäude für je 40 Menschen

Die Anlage ist nahezu baugleich zur Unterkunft an der Meineckestraße, nur die farbliche Gestaltung der Fassade ist unterschiedlich: blau-grau in der Blackertzstraße, rot-grau in der Meineckestraße. In Ludenberg werden 160 Menschen einziehen.

Auf gute Nachbarschaft

Einen großen Unterschied machten aber die Nachbarn, die sich partout nicht mit den neuen Bewohnern anfreunden wollen. Ohne sie jemals gesehen zu haben.

Kritik wurde bereits nach den ersten einführenden Worten von Miriam Koch laut. Es wurde Unverständnis geäußert, warum eine niederländische Firma mit der Errichtung der Anlage betraut worden war und nicht deutsche Handwerker. Dabei schien die Beantwortung der Frage zum europäischen Ausschreibungsverfahren die Fragestellerin nicht wirklich zu interessieren.

Der Bürgerverein Bergisches Viertel tritt auf seiner Homepage aktiv für die Integration von Flüchtlingen ein. Dabei lehnen sie Massenunterkünfte mit mehr als 80 Bewohnern ab und fordern die Unterbringung der Flüchtlinge in Stadtteilen, die eine gute Infrastruktur haben. Dass sie dennoch die Bewohner der Anlage an der Blanckertzstraße willkommen heißen, hoffen die Mitarbeiter der AWO, die die Betreuung am Standort übernehmen. Kommentare wie „da hat die Stadt ja sogar Fahrradständer installiert, damit die geklauten Fahrräder untergestellt werden können“ zeigen die wahren Ansichten der sogenannten Nachbarn.

Neuer Orientierungsplan für Flüchtlinge in Gerresheim und Umgebung

Zahlreiche Menschen waren am Mittwoch aber auch gekommen, um ihr Hilfe anzubieten. Die Bürgerstiftung Gerricus hält für den Einzug der Flüchtlinge ihren druckfrischen Stadtplan „Willkommen in Gerresheim“ bereit. Zur besseren Orientierung im Stadtteil informiert der Plan mit kleinen Piktogrammen über Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote, öffentliche Einrichtung und vieles mehr. Den Stadtplan gibt es in Papierform, aber auch online über einen QR-code. Hier der Link für mehr Informationen.

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Einige Bilder der Wohnanlage Blanckertzstraße

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In vier Modulen finden jeweils 40 Menschen Platz, ein fünftes Gebäude bietet der Verwaltung und einem Gruppenraum Platz

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Ein barrierfreies Familienzimmer mit Küchenzeile und Nasszelle

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Ein Standardfamilienzimmer mit kleiner Küchenzeile, durch Verbindungstüren geht man in weitere Schlafräume

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Ein Standardzimmer für zwei einzelreisende Personen

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Gemeinschaftsküche für Einzelreisende

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Gemeinschaftsdusche und Toilette für Einzelreisende

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Waschraum mit Waschmaschine und Trockner

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