Düsseldorf Aktuelles

D_Narrencollegium_Dennis_21012018

Bereits gestern beim Prinzenempfang im Schlüssel erfuhr Präsident Dennis Vobis von der Berichterstattung und setzt sich umgehend mit seinem Vorstand zusammen

Düsseldorf Narrencollegium berät über Umgang mit Neonazi-Anwalt

Nach einer Krisensitzung am Montagabend (13.1.) und juristischen Prüfungen äußerte sich das Düsseldorfer Narrencollegium am Dienstagmittag (14.1.) zum weiteren Umgang mit dem Vereinsmitglied Björn Clemens. Präsident Dennis Vobis erklärte, Björn Clemens sei nicht länger Mitglied. Der Rechtsanwalt veröffentlichte in einer eigenen Pressemitteilung: „Dennoch habe ich mich im Einvernehmen mit dem Verein dazu entschlossen, die Mitgliedschaft zu beenden.“

Der Düsseldorfer Rechtsanwalt vertritt zahlreiche Mandanten aus dem rechtsradikalen Spektrum. Die Rheinische Post berichtet in ihrer Dienstagausgabe exklusiv über die Empörung zahlreicher Karnevalisten, Politiker und religiöser Vertreter darüber, dass solch ein Mann auf dem Rosenmontagswagen 2019 des Narrencollegiums mitfuhr und bei der Wagensegnung vor einigen Tagen dabei war.

Dem Ausschlus vorweg gekommen

Der Präsident des Narrencollegiums, Dennis Vobis, und der Vorsitzende Olaf Peterkau, hatten Clemens dazu geraten, seine Mitgliedschaft zu beenden. Er folgte dem Rat und habe damit eine Entscheidung des Vorstands vorweg genommen, ihn aus dem Verein auszuschließen. Vobis betont, Clemens habe bei der Teilnahme am Vereinsleben nie über Politik gesprochen. Da der Verein aber sehr wohl über die Äußerungen seines Gedankenguts auf Kundgebungen und anderen Veranstaltungen informiert ist, distanziert sich das Narrencollegiums ausdrücklich von ihm. Seine Aufnahme in den Verein sei damals keineswegs einstimmig erfolgt. Erst nach einer Aussprache hätten die Mitglieder seine Aufnahme akzeptiert. Das Narrencollegium verweist auf die eindeutige Haltung der Karnevalsgesllschaft zu Extremismus, die auch immer wieder in die Motive der Rosenmontagswagen einfließen (Scheißhaufen mit eingesteckter Hakenkreuzfahne oder gemeinsame, interreligiöses Karnevalsfeiern).

Stellungnahme von Björn Clemens

Björn Clemens nahm am Dienstag in einer eigenen Pressemitteilung Stellung, zu der „Hetzjagd der Rheinischen Post“, die einen „Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit und die Menschenwürde“ darstelle. Er sieht die Berichterstattung als „Rufmordkampagne“, die seine „Mitgliedschaft im Düsseldorfer Narrencollegium missbraucht, um mich persönlich zu diskreditieren“. „Den Versuch, mich für mein patriotisches Denken als rechtsextrem zu diffamieren, weise ich zurück.“ Die Mitgliedschaft habe er im Einvernehmen mit dem Verein beendet, um weiteren Schaden vom Verein und von meiner Person und Familie fernzuhalten.

CC positioniert sich eindeutig

Der Präsident des Comitee Düsseldorfer Carneval, Michael Laumen, verurteilte die Mitgliedschaft von Björn Clemens im Düsseldorfer Narrencollegium und forderte seinen umgehenden Ausschluss. Er betonte, dass extremistisches Gedankengut keinen Platz im Düsseldorfer Karneval haben dürfe. Bei seiner Beurteilung ging er in der Pressemitteilung sogar so weit, dem Narrencollegium mit weiteren Konsequenzen bis zum Ausschluss aus dem CC zu drohen.

„Wir dürfen es nicht tolerieren, dass Menschen, die nachweislich extremistischen Gruppierungen nahestehen, am Rosenmontagszug auf einem Prunkwagen mitfahren,“ betonte Laumen. „Der Düsseldorfer Karneval, sei weltweit für seine Toleranz bekannt. Aber wenn es um extremistisches Gedankengut geht, müssen wir ganz klar eine rote Linie ziehen“, erklärte der CC-Präsident. Im Kreis der CC-Mitglieder soll das Thema besprochen und dafür sensibilisiert werden.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Cheer_T_19012020

Cheerleader werden oft als nur schmückendes Beiwerk eines Sportvereins betrachtet. Mit dem neuen Verein „Düsseldorf Cheer Company“ (DCC) soll sich das ändern und der Status als eigene Sportart gestärkt werden. DCC-Gründerin Natascha Erkelenz organisierte am Samstag ein erstes Probetraining und präsentierte am Sonntag die ersten 22 Cheerleaderinnen. Für Interessierte von 3 bis über 30 Jahren bietet der Verein von tänzerischer Früherziehung, über Training für Anfänger bis hin zum Dance-Team mit Auftritten bei Sportevents oder der Teilnahme an Meisterschaften viele Möglichkeiten.

gericht_01032018_pixabay

Das Welt-Unternehmen Facebook hat sich im juristischen Streit mit einem Düsseldorfer in den eigenen Finger geschnitten. Der Mann hatte sich auf einen Zwist mit dem Konzern eingelassen, bei dem ihm jetzt der 7. Zivilsenat des Düsseldorfer Oberlandesgerichtes unter dem Vorsitz von Dr. Thomas Fleischer Recht gab.

D_Senior_Telefon_16012020

Die Betrüger, die aktuell vermehrt bei Senioren in ganz Deutschland anrufen, geben sich als Mitarbeiter der Caritas Düsseldorf aus. Deshalb warnt die Caritas, bei solchen Anrufen Auskünfte oder private Daten mitzuteilen.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D