Düsseldorf Aktuelles

D_CriticalMass_20180715

Düsseldorfer Polizei stoppt "Critical Mass"-Radler an der Kreuzung Berliner Allee/Hüttenstraße. 

Düsseldorf: Polizei stoppt Radler der „Critical Mass“ und notiert Ordnungswidrigkeiten

Auf der Düsseldorf-Webseite („Lokale Agenda“) wirbt die Stadt ausdrücklich mit und für das monatliche „Critical Mass“. Denn Düsseldorf will hippe Fahrradstadt werden. An jedem zweiten Freitag im Monat, 19 Uhr, starten Radaktivisten ab dem Fürstenplatz in Düsseldorf Bilk zu einer spontanen Rundfahrt durch die Landeshauptstadt. Am Freitag, dem Dreizehnten, kamen sie allerdings nicht weit. Düsseldorfer Polizeibeamte stoppten die Teilnehmer an der Ecke Berliner Allee/Hüttenstraße. Nach eigenen Angaben wurden die Radler aufgefordert, ihre Demonstration sofort aufzulösen. Zudem warfen die Beamten ihnen vor, vielfach das rote Ampellicht ignoriert zu haben und ungeordnet nebeneinander gefahren zu sein.

D_Screenshot_20180715

Screenshot von Düsseldorfs aktueller Stadtwebseite: Dort wird auf Critical Mass hingewiesen. Screenshot: report-D

Ein Polizeisprecher bestätigte den Vorfall gegenüber report-D. Die Sache mit den Ordnungswidrigkeiten werde nun überprüft, sagte er. Dabei hatten die Critical Mass-Teilnehmer selbst die Beamten über den Paragraphen 27 der Straßenverkehrsordnung informiert. Dort legt Absatz 1 fest: „Mehr als 15 Rad Fahrende dürfen einen geschlossenen Verband bilden.“ Dieser ist dann zu behandeln wie ein Fahrzeug. Sobald die oder der erste aus der Gruppe bei Grün eine Kreuzung passiert, dürfen alle anderen folgen. Auch wenn die Ampeln längst auf Rot umgesprungen ist. Das Fahren nebeneinander auf einer Fahrspur ist im Verband erlaubt. Ordnungswidrigkeiten sieht das Gesetz in diesem Zusammenhang vor. Allerdings für Autofahrer, die sich in den Fahrrad-Verband hineindrängeln oder bei eigenem Grün hupend losfahren wollen.

Radfahrer erobern Straßenraum

Die Idee hinter „Critical Mass“ ist: Radfahrer zeigen, dass sie viele sind und dass sie gemeinsam den Straßenraum in der Stadt erobern. „Critical Mass“ gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten; und das bereits seit vielen Jahren. In Düsseldorf aber behindere die Polizei neuerdings „Critical Mass“, berichten Teilnehmer in sozialen Netzwerken. Nach dem aktuellen Vorfall fragt einer: „Haben wir denn schon das neue Polizeigesetz?“

Offener Brief an den Oberbürgermeister

Am Freitag radelten die gestoppten Critical- Mass-Teilnehmer schließlich weiter und schlossen zum Hauptverband auf. Einige notierten, dass ein Streifenwagen minutenlang mit gellendem Martinshorn hinter ihnen hergefahren sei. Sie empfanden das laut Facebook als Schikane. Die Radaktivisten haben einen offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Geisel geschrieben. Sie bitten darin um Aufklärung und darum, dass solche Vorfälle wie der mit den Polizeibeamtinnen und -beamten am vergangenen Freitag unterbleiben. Thomas Geisel wird von Critical Mass eingeladen, im August selbst mal mitzufahren.   

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Maskenpflicht_Rheinufer_31032021

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Stadtdirektor und Leiter des Krisenstabs, Burkhard Hintzsche, informierten am Donnerstag (15.4.) darüber, dass es wegen der steigenden Corna-Infektionszahlen und der nur noch reduzierten Verfügbarkeit von Intensivbetten in den Kliniken, ab Montag (19.4.) zu einer Rücknahme der Testoptionen im Rahmen der Notbremse kommt. Da das Land NRW seine bis 18. April befristete Coronaschutzverordnung bis zum 26. April verlängert hat, erlässt die Stadt keine neue Allgemeinverfügung und stoppt die Möglichkeit der Testoption.

D_Oper_11092018

Düsseldorf möchte die Oper zukunftsfähig machen. Daher ist entweder eine Sanierung des Operngebäudes oder ein Neubau erforderlich. Sollte neu gebaut werden, muss geklärt werden, ob dieser am alten Standort oder an einer anderen Stelle errichtet werden soll. An der Diskussion zu diesen Fragen sollen die Düsseldorfer*innen beteiligt werden. Voraussichtlich im Mai startet ein digitales Diskussionsforum. Ein Bürger*innen-Rat aus 30 zufällig nach Einwohnermelderegister ausgewählten Düsseldorfer*innen soll eine Empfehlung aussprechen. Ziel ist es, dass die politischen Gremien noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen.

D_Corona_April_01042021

Die Zahl der Düsseldorfer*innen, die aktuell positiv auf das Corona-Virus getestet wurden liegt am Donnerstag (15.4.) bei 20.614 und damit 130 höher als am Vortag. Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz (Zahl der Neuerkrankungen der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner) liegt derzeit in Düsseldorf bei 140,9 (136,5). In Klammern die Zahlen des Vortages.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D

SONDER-
VERÖFFENTLICHUNG