Düsseldorf Aktuelles

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Polizei trennte die Gruppierungen am Hauptbahnhof

Düsseldorf: Polizeieinsatz bei Mahnwache am Hauptbahnhof

Rechte Hetzer hatten sich am Samstagmittag (3.8.) vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof versammelt, um eine Mahnwache abzuhalten. Schilder mit der Aufschrift „Ein letzter Gruß an dich kleiner Engel“ sollten den Anschein erwecken, man demonstriere für Kinder, die durch Erwachsene ums Leben gekommen sind. Doch die weiteren Botschaften „es reicht“, „Schützt unsere Kinder“ und „Recht auf Sicherheit in diesem Land“ machten deutlich, dass es den Demonstranten nicht um das Wohl der Kinder, sondern um rassistische Hetze gegen ausländische Täter ging. Die Polizei stellte sich zwischen die Rechten und die Gegendemonstranten.

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Rasch hatten sich die rund 60 zu einer "Mahnwache" Erschienenen von Gedenken und Grabkerzen abgewendet und beschimpften die Gegendemonstraten von "Düsseldorf stellt sich quer".

Herkunft des Täters entscheidet über Protest

Am 27. Juli kam in Essen ein 2-jähriger Junge ums Lebens, da sein Vater ihn verdursten ließ. Beide waren Deutsche. Eine grausame Tat. Doch für die Steeler Jungs aus Essen, ihre Kameraden von der Bruderschaft Deutschland und anderen Gruppierungen kein Grund auf die Straße zu gehen. Sie hielten am Freitag in Köln und am Samstag in Düsseldorf eine Mahnwache für den getöteten 8-Jährigen aus Frankfurt ab. Der Täter, afrikanischer Herkunft, bedient ihr Klischee von Ausländern, die Verderben über alle Deutschen bringen. Das brachten die rechten Demonstranten vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof zum Ausdruck, legten Briefe und Rosen nieder und stellten Grabkerzen auf.

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Kamen nach dem Gedenken an die KZ Außenstelle Sachsenhausen zum aktuellen Rassismusproblem: Etwa 40 Gegendemonstranten von Düsseldorf stellt sich quer, DSSQ. 

Die Polizei war offenbar von der Mahnwache mit Gegendemonstration überrascht. Anfangs standen lediglich sieben Beamte zwischen den Teilnehmern der "Mahnwache" und den Gegendemonstranten. Die Bundespolizei schickte fünf Beamte als Verstärkung. Als eine Passantin die Teilnehmer wegen ihres offenkundigen Rassismus zur Rede stellte, kam es beinahe zu Tätlichkeiten. Im Befehlston forderten die Rechten die Polizei auf, die Kritikerin zu entfernen, sonst würde man das selber tun. Im weiteren gebrauchten die Menschen, die Zettel mit "RIP - kleiner Engel" trugen, übelste Schimpfworte ("Votze"); ein Mann forderte Gegendemonstranten auf, zu ihm nach Tschechien zu kommen, dort würde er ihn penetrieren. Mit dem Gedenken an den Tot eines Kindes hatte dies endgültig nichts mehr zu tun.

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Eine Kritikerin der "Mahnwache" und ihrer rassistischen Parolen musste von zwei Polizisten geschützt werden.

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Wegen der aggressiven Stimmung hatte der Polizist vorn rechts das Pfefferspray griffbereit.

Erst nach und nach wurde die Zahl der Einsatzkräfte erhöht und eine Kette von Polizisten trennte die Gruppierungen.

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Das Gedenken am Stoffeler Kapellenweg

Die Gegendemonstranten hatten kurz zuvor eine Gedenkveranstaltung am Stoffeler Kapellenweg abgehalten, wo ein Erinnerungszeichen für die Opfer des KZ-Sachsenhausen Außenlagers steht. Nach der Gedenkminute brachen sie geschlossen zum Hauptbahnhof auf, um ein Zeichen gegen den aktuellen Rassismus zu setzen.

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