Düsseldorf Aktuelles

D_Bahn_aussen1_25042018

Für die einen ist es eine Straßenbahn, für die anderen eine mobile Galerie: Mit der fiftyfifty-Bahn rollt Kunst nun auf der Düsseldorfer Schiene

Düsseldorf: Rheinbahn und fiftyfifty bringen Kunst auf die Straße

Kunst im öffentlichen Raum der besonderen Art rollt in Form einer Straßenbahn durch Düsseldorf. Fiftyfifty hat gemeinsam mit der Rheinbahn eine Niederflurbahn der Wehrhahnlinie mit den Motiven gestaltet, die berühmte Künstler dem Straßenmagazin zur Verfügung gestellt hatten. Sie sind aber nicht nur außen an der Bahn zu sehen. Im Inneren können die Fahrgäste sie ebenfalls bestaunen und sich dabei über die vielfältigen fiftyfifty-Projekte informieren.

D_Bahn_aussen2_25042018

Freude über das gelungene Projekt: (v.l.) Ina Wibbels, Thomas Ruff, Heike Hassel, Klaus Klar, Hubert Ostendorf und Klaus Klinger

Die Künstler Thomas Ruff und Klaus Klinger waren am Mittwoch (25.4.) ebenso gespannt auf die neu gestaltete U-Bahn, wie fiftyfifty-Chef Hubert Ostendorf und Ina Wibbels und Heike Hassel von der Angentur d.a.n.k.e. . Gemeinsam mit Rheinbahnvorstand Klaus Klar bestaunten sie, was sie bisher nur im Entwurf gesehen hatten. Denn im Jahr 2011 hatte das Team der Düsseldorfer Agentur d.a.n.k.e. einem Wettbewerb zur Gestaltung der schönsten Rheinbahn gewonnen. Es hat etwas gedauert, den Entwurf mit fiftyfifty umzusetzen, doch nun waren alle begeistert vom Ergebnis.

D_Bahn_innen2_25042018

Klaus Klinger (re.) war mit der Darstellung seines Kunstwerks zufrieden

Für die Gestaltung wurden Motive verwendet, die berühmte Künstler und Künstlerinnen zu Gunsten der Wohnungslosenhilfe gespendet hatten. Stephan Balkenhol und Klaus Klinger sind ebenso vertreten wie Mazakazu Kondo, Jörg Immendorff, Katharina Mayer, Imi Knoebel, Katharina Sieverding und Thomas Ruff. An den Namen ist zu erkennen, dass die Künstler nicht unbedingt aus Düsseldorf kommen, aber sie alle hat die Arbeit von fiftyfifty für Wohnungslose überzeugt und daher unterstützten sie gerne durch ihre Kunst. Doch die Kunstwerke sind nicht nur von außen angebracht.

D_Bahn_innen1_25042018

Klaus Klar (mitte) bewundert die Innengestaltung mit Ina Wibbels (li.) und Oliver Ongaro (re.)

Im Inneren können die Fahrgäste sie auf Tafeln sehen und werden dabei über die verschiedenen Angebote für Wohnungslose informiert. Denn fiftyfifty ist weit mehr als ein Straßenmagazin. Streetworker kümmern sich um die Wohnungslosen, auch wenn sie aus dem EU-Ausland kommen und von städtischen Stellen nicht als Obdachlose anerkannt werden. Man kann Stadtführungen aus einer anderen Perspektive bei fiftyfifty buchen und erlebt die Stadt aus der Sicht der Obdachlosen. Mit dem gutenachtbus sind die Mitarbeiter unterwegs, versorgen die Menschen auf der Straße und haben ein offenes Ohr für ihre Sorgen. Dabei gilt das Augenmerk auch den vierbeinigen Begleitern, die durch das Projekt underdog unterstützt werden.

D_Bahn_Bild2_25042018
D_Bahn_Bild1_25042018

Fiftyfifty finanziert sich komplett durch den Verkauf des Straßenmagazins, Spenden und den Kunstwerken, mit denen Künstler die Arbeit unterstützen. Der Verein erhält keinerlei staatliche Zuschüsse. Die Gelder fließen in die Hilfe für Wohnungslose und das Projekt Housing First, bei dem durch den Kauf von Wohnraum versucht wird, die Menschen von der Straße weg in ein geregeltes Leben zu führen.

D_Bahn_Hörman_25042018

In der Bahn gibt es im hinteren Teil eine Mitmachaktion, bei der die Fahrgäste ein Selfie von sich selbst vor dem Hintergrund eines Fotos des fiftyfifty-Verkäufers Hörman machen und Kunst gewinnen können.

Die Bahn fährt auf der Wehrhahnlinie und wird somit täglich von vielen Tausend Menschen gesehen.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_Kinderfest_Pluesch_20190915

Die Stadt spricht von einem „Besucherrekord bei Traumwetter“: Laut ihrer Mitteilung kamen am Sonntag (15.9.) 130.000 Besucher zum Rheinufer. Düsseldorfs Herzkammer verwandelte sich in einem riesigen Spielplatz. Die Spannbreite der Aktionen und Stände reichte von Kuschel-Tieren bis hin zu katholischem Hip-Hop. Krass.

D_Bildung_Rezo_14092019

Bildung ist ein Thema, das die Menschen ihr Leben lang begleitet. So war der 1. Tag der Bildung in Düsseldorf für das breite Spektrum an DüsseldorferInnen gestaltet worden: Von Kindergarten bis zum Seniorenheim, die Angebote waren vielfältig und stießen auf reges Interesse. Die Organisatoren freuten sich über 30.000 Besucher und kündigten bereits die zweite Auflage für das Jahr 2021 an. Dann soll generationsübergreifend "Bildung und Gesundheit" beim 2. Tag der Bildung thematisiert werden.

D_20190914_DUS_RhineCleanUp_Familie

Auf den Rheinwiesen unterhalb des Restaurants Schnellenburg war‘s ein rostiger Grill. An der Theodor-Heuss-Brücke zogen Helfer zwei weiße Plastikstühle aus dem Gebüsch. Im Kiesbett vor den Oberkasseler Rheinwiesen lagen zwar explodierte, aber zum Teil noch mit Schwarzpulver gefüllte Feuerwehrkörper, die an die Düsseldorfer Polizei und Feuerwehr zur Entsorgung übergebe wurden. Hinzu kamen viele hundert Müllsäcke, gefüllt mit Kippen, Splittern, Unrat. Knapp acht Tonnen Müll klaubten mehr als 1800 Helferinnen und Helfer beim zweiten Düsseldorfer RhineCleanUp aus der Natur.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D