Düsseldorf Aktuelles

D_Gans_3_31052019

Vogelexperte Tobias Krause, Gartenamtsmitarbeiterin und Promoterin Laura Rink und Gartenamtsleiterin Doris Törkel am Spee'schen Graben, wo ein Schild auf das Fütterverbot hinweist

Düsseldorf: Stadt setzt auf Aufklärung – Gänse bitte nicht füttern!

Die Gänse in den Düsseldorfer Parks sind beliebt, ihre Hinterlassenschaften allerdings weniger. Die Menge der Tiere wird maßgeblich durch das Futterangebot beeinflusst und da sind die Düsseldorfer und Düsseldorferinnen gefragt. Denn immer noch füttern vermeintliche Tierfreunde die Wasservögel, sorgen damit für Krankheiten, unkontrollierte Vermehrung und Schmutz in den Anlagen. Die Kampagne "Bitte nicht füttern - Ich suche mein Futter selbst"soll informieren und aufklären.

Seit 2008 sammelt Tobias Krause, Mitarbeiter des Gartenamt und Vogelexperte, und seine Kollegen die Daten der Vogelbestände in den Düsseldorfer Parks und Gärten. Vor zwei Jahren begannen dann die Maßnahmen zum Gelegemanagement, denn die Zahl der Kanada- und Nil-Gänse stieg stetig. Die Hinterlassenschaften der immer größer werdenden Population sorgen für Unmut.

D_Gans_viele_31052019

Tauben, Enten und Gänse - alle suchen am Ufer des Spee'schen Grabens nach Futter und betteln die Besucher an

Mit verschiedenen Maßnahmen will die Stadt das Problem in den Griff bekommen.

Gelegemanagement

In enger Abstimmung mit der unteren Jagdbehörde werden die Nester der Nil- und Kanadagänse kontrolliert und nur zwei Eier darin belassen. Damit wird die Zahl der Jungen reduziert, denn sonst haben die Gänse pro Gelege im Durchschnitt fünf bis acht Gössel (Gänseküken). Diese Maßnahme wirkt nur langfristig, zeigt aber bereits erste Erfolge. Gab es 2017 966 Kanadagänse, reduzierte sich die Zahl bis 2018 auf 923. Ohne das Gelegemanagement wären es rund 1250 gewesen. Außerdem werden Brutplätzen für Höckerschwäne unterstützt, die als natürliche Konkurrenten die Nil- und Kanada-Gänse fernhalten.

D_Gans_junge_31052019

Durch Reduzierung der Eier soll die Zahl der Jungtiere verringert werden

Reinigungsmaßnahmen

In den Parks und Gärten werden die Reinigungsmaßnahmen erhöht, um die Hinterlassenschaften der Vögel Herr zu werden. In erster Linie werden besonders stark besuchte Bereiche gereinigt, beispielsweise am Kö-Bogen, die Wege in den Parkanlagen und der Wasserspielplatz im Zoopark. Bei den Reinigungsgängen, die 12 Mal wöchentlich erfolgen – werden Gehwege, Sitzbänke und Geländer gesäubert.

Flyer-Kampagne

Mit Flyern soll die Sensibilität der Bürger für das Thema erhöht werden. Laut Straßenordnung ist das Füttern aller Vögel verboten, viele Menschen halten sich aber aus falsch verstandener Tierliebe oder Unwissenheit nicht daran. Doch dadurch wird die natürliche, selbstständige Nahrungsaufnahme der Tiere behindert, sie werden krank. Durch das Zufüttern werden immer mehr Tiere angelockt und es kommt zu unverträglich hohen Beständen. An drei Wochenenden werden Promoter in den Mittagsstunden durch die Parkanlagen gehen, die Flyer verteilen und die Menschen informieren. Am Sonntag (2.6.) und am Samstag (8.6.) sind sie im Hofgarten und am Spee'schen Graben unterwegs. Am Sonntag (23. 6.) werden sie im Zoopark sein.

D_Gans_schwan_31052019

Viele Bürger glauben mit dem Füttern der Tiere etwas gutes zu tun - das Gegenteil ist der Fall

Einsaaten

Das Gartenamt auf den flachen Böschungen an den Gewässern spezielle Einsaaten ausbringen, so dass dort Kräuter mit ätherischen Ölen wachsen, die für die Gänse unangenehm sind und sie deshalb fernhalten.

Aufklärung von Kindern

Durch gezielte Information in Kindergärten und Schulen soll Aufklärung auch bei den jungen Düsseldorfern betrieben werden.

Information

Sollte es - wie etwa im Winter - erforderlich sein, die Wildvögel mit zusätzlichen Futter zu versorgen, wird sich das Gartenamt um artgerechtes Futter kümmern. Wer Wildvögel beobachtet, die Hilfe benötigen, kann sich an den Tierschutzverein unter Telefon 0211-131928 oder E-Mail an info@tierschutzverein-duesseldorf.de wenden.

Zurück zur Rubrik Aktuelles

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Aktuelles

D_fff_total_20092019

Die Düsseldorf Organisatoren von Friday For Future waren hin und weg: Mit so vielen Teilnehmern an ihrer Aktion hatten sie nicht gerechnet. Der Corneliusplatz als Startpunkt konnte kaum die Massen aufnehmen und die Demonstration durch die Stadt brauchte deutlich mehr Zeit, denn über 10.000 Menschen gingen mit. Vor dem Landtag wurden sie von denen erwartet, die die Strecke nicht mitgehen konnten und letztlich wurden 12.000 Teilnehmer bestätigt.

D_fahsen_19092019

Seit zehn Jahren ehren der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Bilk von 1445 und die Kreissparkasse Düsseldorf Menschen, die sich in besonderem Maße für die gesellschaftlichen Belange in Düsseldorf einsetzen, mit der Jakob-Faasen-Plakette. In diesem Jahr ist Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven für die Auszeichnung nominiert. Die Verleihung der Plakette erfolgt im Rahmen des Krönungsballs der Bilker Schützen am 28. September 2019.

D_Fridays_Plakate_13032019_articleimage

Weltweit werden am Freitag (20.9.) Menschen auf die Straße gehen und mit Aktionen gegen die befürchtete Klimakatastrophe demonstrieren. In Düsseldorf haben sich rund 50 Organisationen zum einem Bündnis zusammengeschlossen, die gemeinsam zur Teilnahme am Düsseldorfer Friday for Future aufrufen. Dabei sind die Schüler längst nicht mehr allein, der Aufruf richtet sich an alle Gesellschaftsschichten. Start ist um 11 Uhr am Corneliusplatz.

report-D: Social Media / RSS

Bildergalerien von report-D